#14-2019

Kirby ist noch geschafft vom Wochenende gewesen. Schlaf bzw. Ruhe war da die Ausnahme. Nicht ganz; der Tagschlaf hat zumindest funktioniert.
In der Unterhaltung darüber was wir noch ohne Unterstützung versuchen könnten um ihm und uns eine angenehme Nacht zu bereiten und sind dabei auf ein paar andere Themen gekommen:

  • Wie sich ungefragte Erziehungsratschläge von scheinbar jedem der sich dazu berufen fühlt in der Gesellschaft durchgesetzt haben, und zur Norm geworden sind. Als erziehende Person fühlt man sich dadurch wie auf dem Pranger, selbst in den eigenen vier Wänden.
  • Wie die Klärung der Umstände des Todes meines Großvaters durch die Patientenanwaltschaft meine Großmutter –gefühlt– als verarschte Witwe zurückgelassen hat.
  • Wie eine –mir ebenso– Bekannte der Frau sich seit dem Tod ihres Ehemannes hat gehen lassen.
  • Wie sehr sich der Gesundheitszustand der Krebspatientin seit unserem letzten Treffen verschlechtert hat.

Ich habe mir eine Leseprobe von Castle in the Stars geholt; ein Comic in dem es um eine Welt geht welcher die Menschheit schon 1856 den Weg zu den Sternen zum ersten Mal beschritten hat. So schnell ich mit dem lesen begonnen habe, musste ich auch wieder aufhören. Der Protagonist der Geschichte hat den Namen Seraphim. Da ist mir die Vorfreude vergangen.

Deep Space Nine hat mir wieder einmal das Lulu aus den Tränendrüsen gedrückt. Staffel Vier, Episode Zwei –oder drei; je nachdem ob man die beiden ersten Episode als eine lange oder zwei getrennte präsentiert bekommt. Nennt sich im Original: The Traveller (Der Besuch). Captain Sisko wird in den Subraum gezogen und erscheint in den folgenden Jahren unregelmäßig im Standardraum; jedoch nur im Umfeld seines Sohnes. Während die Episode abgelaufen ist bin ich an The Time Travellers Wife (Die Frau des Zeitreisenden) –das Buch– erinnert worden. Da besucht der Zeitreisende auch seine Tochter in der Zukunft. Ich wünschte das ich das auch bewerkstelligen könnte; jedoch nicht als Folge eines dramatischen Ereignis. Schauen was aus Kirby wird. Mir ist inzwischen klar: ich kann mich von der Hoffnung, mein Kind fehlerfrei durchs Leben zu bringen bis ich das Rad loslassen kann, verabschieden. Und selbst wenn er meine Fehler nicht macht, er wird seine Fehler machen. An die Fehler der Anderen möchte ich im Moment nicht denken.
Ich möchte einfach nur ein Fenster in die Zukunft; die Möglichkeit mich mit ihm zu unterhalten wenn er alt ist. Ihn zu fragen was er von mir gebraucht hätte.
Und in der Verfilmung würde er sagen: Die Gegenwart meines Vaters.
Beim Schnitt zurück bin ich nicht in der Szene.
Schnitt. Totale auf Kirbys lächelndes Gesicht.
Abblende.
Nachspann.

Die neue Episode der zweiten Staffel 6 von The Orville war zwar emotional weniger anstrengend, aber die Serie wächst und bleibt für mich derzeit die bessere Alternative zu Star Trek Discovery.

4 Kommentare

  1. Jeder macht Fehler, wichtiger ist doch, dass er damit umgehen lernt… mit seinen eigenen und denen der anderen. Viele Grüße! :-)

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