#23-2019

Es ist soweit: Kirby krabbelt. Kompetent und Effizient; und manchmal so leise das man erst merkt das er neben einem sitzt wenn er versucht sich am Hosenbein nach oben zu ziehen.
Jetzt wo er krabbelt ist das sein nächstes Projekt: aufstehen. Am Tisch hochziehen hat er gemeistert. Dabei Gegenstände von der Tischplatte entfernen ebenso. Einmal hat er nach dem loslassen der Tischplatte die Panik bekommen, weil das auf-den-Hintern-fallen wegen verbesserten Gleichgewichtssinn ausgeblieben ist.
Die Frau hat es gefilmt, und beim anschauen habe ich gesehen –und mich daran erinnert– ihm einen Pullover als Fallschutz einen Augenblick vor dem auf den Hintern fallen untergeschoben zu haben.

Auf dem Plan stand unsere Sprechstelle der Haussprechanlage mit einem Ausschalter für den Summer auszustatten. Natürlich hatte ich keinen Schalter mehr im Haus.

„Was bedeutet Erziehung?“ ist eine Frage die ich mir gestellt habe. In dem Aufwischer habe ich mir gleich ein paar Bücher von Jesper Juul ausgeliehen; der ist unser beiden Familien gern gelesen.
Aber was mich beschäftigt ist die Frage ob Erziehung als flexible Vermittlung eines Lebensmodells oder als „Akt der Bildhauerei“ vom Großteil der Menschen verstanden wird.

Die Liefersklaven Speditionsfachkräfte von Amazon schreiben inzwischen die Türnummer der Empfänger und nicht mehr die der Partei auf, bei der sie eine Sendung in Vertretung abgegeben haben. Also haben wir ein Postfach beim lokalen Postamt einrichten lassen.
Man fühlt sich dann ein wenig wie ein Spion der einen Cache eingerichtet hat.

Nicolas Mahler’s Das Ritual ist mir in den Schoß gefallen –nach Bezahlung versteht sich. Darin werden ein paar Gedanken eines Mannes der an den Spezialeffekten japanischer Tokusatsu Filmen[1] gearbeitet hat. Ich nehme an das es ich bei der anonymisierten Figur um einen der Väter von Godzilla und Ultraman handelt: Eiji Tsuburaya[2].
Das Ritual trifft den Nagel dabei auf den Kopf: Super Sentai Episoden enden immer mit einem Roboter gegen Monster-Kampf; auch wenn dieser oft den Rhythmus durcheinander bringt. Und doch würde er mir fehlen.
Es ist schnell gelesen, aber für Freunde japanischer Genrefilme ein Unterhaltsamer Band.
Mahlers Zeichnungen könnten einem eventuell zu „einfach“ sein; aber hier funktionieren sie meiner Meinung nach universell, weil sie die Erinnerung und Neugier des Lesers bedienen.
Leseprobe gibt es beim Reprodukt Verlag[3].

fußnoten

  1. Tokusatsu |wikipedia.org
  2. Eiji Tsuburaya |wikipedia.org
  3. Das Ritual |reprodukt.com

7 Kommentare

      1. Da ist heute ein Granulat drin soweit ich weiß. Die Dinger werden jedenfalls zu Polstern wenn sie mit Flüssigkeit in Berührung kommen.

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