#30-2019

professioneller Alltag | Humor | Videospiele | schwache Geister | Vaterfreuden | die Last des Alters | Deep Fakes

Einer der Liebhaberkollegen sucht einen Varistor[1]. Lokale Händler lassen ihn gerade hängen, also habe ich vorgeschlagen einmal beim Amzonen Jäger aus dem Osten vorbeizuschauen. Dort haben wir allerdings mehr über die Produktbeschreibungen gelacht als einen Varistor gefunden. „Gürtel mit Zeit“ als Umschreibung einer Armbanduhr ist genial.
Beim Gespräch über Videospiele mit diesem Liebhaberkollegen habe ich ein Phänomen wahrgenommen, welches ich so nicht nicht nachvollziehen konnte: Die Aufgabe der Entscheidungsfähigkeit. Da erzählt er mir von Überfällen die er in Red Dead Redemption 2 erledigen muss um das Spiel auf dem Papier vollständig erledigt zu haben. Er will es ja nicht, aber das Spiel zwingt ihn dazu.
Ja, es ist eine virtuelle Handlung und ich nehme nicht an das er in nächster Zeit im Kreditinstitut mit der Winchester einen Kassenzettel unterschreibt. Wenn ein Mensch aber einmal erwähnt das ihn ein Spiel dazu zwingt etwas zu tun das seiner Gesinnung widerstrebt, spielt die interne Regie Bilder diverser Personen ein, die erwähnt haben körperlose Stimmen hätten sie zu etwas getrieben.
Es gibt da ein Spiel, ich bilde mir ein es heißt Alpha Protokoll bei dem man als Spieler die Entscheidung treffen muss seine eigenen Leute und ein paar Zivilisten bombardieren zu lassen um die Handlung weiterzuführen. Nur kenne ich in dem Fall genügend Spieler welche an diesem Punkt abgeschalten haben, oder sich zumindest vorgelogen haben, die Spielfigur sei bei diesem Bombardement ums Leben gekommen und der restliche Spielverlauf sei ein Wunschtraum, welchen sie sich im Prozess des Sterbens erzählt.
Hmm, ich frage mich wie es solchen Menschen wohl mit manchen Spielen von Robert Yang[2] geht. Nein das ist unfair, keiner von den wenigen Videospiel Enthusiasten die ich kenne ist homophob. Jedenfalls nicht offen.

Kirby hat seine erste Zurückweisung erfahren. In der Stillgruppe gibt es ein Kind das man durchaus als einen Freund bezeichnen kann; die Beiden Teilen Spielzeug und machen zusammen „Ausflüge“. Kirby hat das Kind gestern bei der Ankunft erkannt und ist in dessen Richtung gestartet. Die Mutter hatte es inzwischen abgesetzt, da ist Kirby plötzlich vor ihm aufgetaucht und hat es mit einem „HAHA“ begrüßt. Das war dem andere Kind gar nicht Recht und es hat laut geschrien und geweint. Das hat Kirby erschreckt und es dauerte länger als üblich um ihn wieder versöhnlich zu stimmen. Wir wollte uns bei der anderen Mutter entschuldigen -auch wenn nichts „passiert“ ist, man weiß ja wie anstrengend es ist Eltern zu sein, da wollten wir freundlich sein- aber die hat uns versichert das alles in Ordnung ist; ihr Kind weint im Moment wenn ein Stofftier das Gleichgewicht verliert und zur Seite kippt.
Ansonsten hat die Stillberaterin zu Kirbys Schlafverhalten auch nur zum Abwarten auf die Aussage des Experten geraten. Sonst scheint in der Entwicklung alles zu passen.

Nachts wäre mir beinahe ein Straßenbahn davongefahren. Ich dachte ich hätte noch zwei Minuten Zeit. So schnell bin ich schon lange nicht mehr gelaufen. Vor meinem geistigen Auge wirkte ich wie der T-1000 aus Terminator 2[3]. Dann steht man in der Straßenbahn,wartet auf Applaus kommt aber drauf: Scheiße, falsche Linie.
Zum Glück nicht zu falsch; die Linie die ich gebraucht hätte ist genau pünktlich gewesen, und ich konnte an der nächsten Station die Garnitur wechseln.

Ich habe das erste Erziehungsphilosophie Buch fertiggelesen -so schnell war ich schon lange nicht mehr. Der Inhalt hat mich getroffen, weil darin so viel das mir in meiner Erziehung aufgefallen ist, erwähnt wurde. Ich denke ich verstehe nun wie es meinen Eltern damit gegangen ist. Ich kann nur hoffen das Kirby weniger Fehler aufarbeiten muss.

Deep Fakes sind gruselig[4].

fußnoten

2 Kommentare

  1. Welches Erziehungsphilosophiebuch hast Du gelesen? Das von Jasper Juuls?
    Die Was hörst Du Bücher vom Fischerverlag sind großartig! Kannte ich noch nicht, werd ich aber besorgen. Danke dafür!
    Liebe Grüße

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    1. Das Buch heißt „Aus Erziehung wird Beziehung“ von Jesper Juul. Ich habe noch eines über Väter gekauft weil mich das Thema brennend interessiert.
      Die Was hörst Du Bücher sind auch für Erwachsene interessant; wir haben unser Allgemeinwissen mit denen verbessert :-)
      Liebe Grüße.

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