#187-2019

schreibend denken: ein Versuch | Vaterfreuden | die Kunstsammlung

In der Unterhaltung mit einem Kollegen sind wir auf dessen Haustiere zu sprechen gekommen, Schnecken. Eine der Nichten hätte gerne welche, also dachte ich mir „Nutze die Unterhaltung um Informationen zu bekommen.“ Wie bei allen Tieren, ist die Haltung natürlich komplizierter als man gedacht hat. Was mich allerdings wieder einmal nachdenklich gestimmt hat, ist der Umgang mit dem -in diesem Fall unvermeidlichen- Nachwuchs. Da schnappt man die Eier und steckt sie in die Tiefkühltruhe oder kochendes Wasser. Wenn man das von einem Vegan lebenden Menschen hört, der im nächsten Satz Kritik am System Zoo äussert, frage ich mich ob man ob es eine Möglichkeit gibt, wie man es sich mit seinem Karma nicht mit Anlauf verscheissen kann. Der Kollege sagt richtig, bevor die Schnecken ein schlechtes Leben bei ihm haben, unterbindet er ihre Entwicklung -für mich als Abtreibungsbefürworter eine stimmige Aussage-….und im Schreiben fällt mir ein: ich habe ihn nie nach dem Grund gefragt, wieso er Veganer ist. Wenn er überzeugt ist, jegliches mit Bewusstsein ausgestattetes Leben soll nicht auf seinem Teller landen, dann ist die Verhinderung der Entwicklung Nachwuchses zu diskutieren.
Am Ende kehre ich wieder zu der einzigen Lösung für jegliche moralische Dilemma zurück: Im Kloster redet es sich am gescheitesten.

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Kirby beginnt zu trotzen.

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Im Postkastl hat eine Überraschung gewartet: die beiden Bilder welche ich dem Zeichner Tim Molloy[1] abgekauft habe.
Ich hätte ja eine Idee für eine Kommission zur Feier unseres Hochzeitstags.

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fußnoten

  1. Tim Molloy auf Instagram
    |instagram.com

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