118 :: depressiver Scheiß

:: 27apr20 ::

Bei den Vorbereitungen zum morgendlichen Spaziergang ist Kirby bockig gewesen—und ich schaffte es nicht, meine dadurch geschürten negativen Emotionen über mich ziehen zu lassen.
Die Frau hat mir daraufhin angeboten, den Spaziergang mit Ihm zu unternehmen. „Damit die Sache nicht wieder eskaliert.“

Daraufhin habe ich eskaliert.

ich habe Ihr erzählt wie sehr es mir mit den Beiden reicht; wie ich an vielen Tagen keine Idee habe, wie ich den Tag bestehen soll; wie ich mich vor der Zukunft fürchte; wie mir mein Leben fehlt und, dass ich unglücklich bin; wie unnötig ich mich fühle. Am Arbeitsplatz räumt man den anderen nach, und wenn man es nicht mehr macht, ist es unkollegial. Wenn Kirby einen Wutanfall hat, weil er nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause möchte, bin ich auch schuld. Durch die Kurzarbeitsregelung müssen wir den Haushalt einschränken. Was mache ich also noch hier?

Aja, mein Vater braucht ja noch jemanden, der sich seines Computers annimmt.

400 Meter Strick liegen beim Kletterzeug—ich bin sicher schneller als die mir angedrohte Polizei.


118-2019 | 118-2018

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