Durchschuss

Es ist interessant anzuschen, wie schnell Kinder über Sprachen/kulturellen Hintergrund/Hautfarbe hinweg Gemeinschaften bilden. Auf einem Spielplatz hat Kirby zuerst ein Kind asiatischer Herkunft kennengelernt, welches nur englisch sprach. Ein Blick, einmal lachen und die zwei waren Spielkumpels. Und das selbe Spiel hat sich mit anderen Kindern noch ein paar Mal wiederholt, bis ein lachendes Bündel aus Kindern über den Spielplatz tobte.
Ein Elternteil fragte die Anderen „Did they make a playdate without us knowing?“ Für Aussenstehende lautete die Antwort wohl „Oui“.

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Bei der Gelegenheit belichtete ich eine Rolle AcrosII, mit Push um zwei Blenden. Und jetzt fürchte ich mich davor, die Entwicklung zu verhauen.

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Ich stand vor einem Asimo1—ein von Honda entwickelter Roboter. Bis dahin, war die Idee davon, einmal einen aus der Ferne zu sehen, in dem Ordner für „unrealistische Annahmen“ abgelegt.
Und dann war er da—lief in einem Präsentationsmodus auf und ab, stieg eine Treppe hinauf und winkte. Er veranstaltete sicher noch mehr, aber dann waren mir zu viele Leute in meinem Umfeld, und ich zog meinen Hut—ich wäre zu dem Zeitpunkt auch ohne Covid19 gegangen.
Roboter sind…für mich eine Art „Kinder der Menschheit“. Leben aus „dem nichts“ zu erschaffen, und zu versuchen, dieses Leben mit mehr als Funktion zu erfüllen.
Aber unsere Körper alleine sind schon wahnsinnige Konstruktionen. Auf zwei Beinen zu gehen allein ist Irrsinn weil es viel Rechenleistung erfordert, den Körper im Gleichgewicht zu halten. Und dann verändert man noch seinen Schwerpunkt durch Kleidung oder andere Lasten. Das ist nur eine Sache die unseren Körper so außergewöhnlich macht. Und dann kommen wir daher und sagen: So, wir bauen jetzt Maschinen die das so gut können wie wir. Und mit Atlas2 haben wir einen Roboter, der Asimo „stehen lässt“ und sich beinahe menschlich bewegt, aber Asimo erweckt durch seine technische Limitierungen ein Gefühl von „Bewusstsein“. Man möchte den Roboter nicht anschreien „GEMA GEMA, ZAH AU!3„. Ich muss dazu sagen, ich sah eine ältere Version von Asmio, die aktuelle Iteration ist auch schon flotter unterwegs.
Es ist einfach spannend diese künstliche Evolution zu beobachten, wie man auf der einen Seite Roboter baut, deren Körper auf deren Funktion beschränkt sind; und auf der anderen Seite versucht etwas menschenähnliches zu bauen.
Boah, da komme ich wieder nicht zum Punkt…ich denke das ist so ein Kindheitsding—ich möchte einen Roboternachbarn oder Roboterarbeitskollegen. Der heiratet dann, und man ist Trauzeuge, und hilft beim Nachwuchs bauen, und bei einem Baseballspiel schießt er einem versehentlich das Schienbein durch und man entscheidet sich dafür, auf Softball umzusteigen.
Lassen wir das…ich habe mich gefreut Asimo zu sehen und hoffe, dass er nie nach meiner Kleidung fragt.

1– Asimo —asimo.honda.com
2– Boston Dynamics‘ Atlas can do parcour —youtube.com
3– SCHNELLER SCHNELLER, GIB GAS!

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