unbewusste Zwangshandlungen

Das Medienwiedergabegerät legte mir im Würfelmodus das Thema der Terraner1 aus dem ersten Starcraft2 Spiel auf die Ohren. Bei dem Spiel wurde ich mir über die Hinterfotzigkeit meiner Zwangshandlungen bewusst. Während einer Runde, in der ich mit Bekannten gegen ein paar Leute aus den USA spielte, war ich in der Rolle der Bereitstellung des Nachschubs. In dem Stück gibt es um Minute 3:55 eine Stelle in der nach einer „spannenderen“ Passage das Stück ein wenig aufgerissen wird. Und das war immer—mir vollkommen unbewusst—meine Queue, mein Auftritt. In der Partie wurde ich während eines Aufeinandertreffen unserer Truppen darauf hingewiesen.

„Hopkins, wo bleibt der Nachschub.“
„Ist auf dem Weg. Sind gleich da.“
„Du hast es wieder so getime’t das deine Leut‘ bei dem Break in der Musik ankommen, gö?“
„Oida, uns basteln da grad ein zweites Oaschloch.“

Aber dann sind meine Truppen schon „über die Berge gekommen“.
Verloren haben wir trotzdem, aber wir bekamen Lob für unsere Strategie.
Heutzutage kann ich Videospiele ohne solche Beschränkungen spielen.
Außer Open World Zeug, da muss die Karte abgegrast werden. GTA oder RDR sind diesbezüglich Horrorspiele für mich.

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Kirby und die Frau sind von Ihrem Kurzurlaub zurückgekehrt. Es dauerte eine halbe Stunde, bis mein Frustspiegel über deren Anwesenheit wieder auf dem Stand, von vor deren Abreise war.
Aber ich machte auch den „Fehler“ den Vormittag bei meiner Großmutter zu verbringen. Sonntags kommt dort die Familie zusammen, und darauf bin ich nie neugierig. Mein Onkel z.B. schimpft über die kleingeistigen Österreicher, um im nächsten Satz eine Beschwerde darüber anzubringen, dass nicht mehr alles so ist wie früher—und solche Anekdoten bekommt man von fünf Personen simultan an den Kopf geworfen.
Dazu lebt meine Großmutter seit Jahren…in einer Art Messie Umgebung. Teile ihres Hausrats sind in konstanter Bewegung—besonders die Hinterlassenschaften meines Großvaters. Von dem stehen im Moment ein paar Schachteln mit Bücher herum, alles Sonderdrucke eines lokalen Buchclubs. Außerdem bin ich mir nicht sicher, was den Inhalt mancher Bücher angeht—das Konterfei von Herrn Rommel, welches für das Cover seiner Biografie gewählt wurde, lässt ihn wie einen lebenslustigen Schlawiner in Hugo Boss Parnier3 wirken.
Jedenfalls, es macht mich traurig die Wohnung in diesem Zustand zu sehen…aber ich kann auch verstehen, wieso Sie sich nicht von den Dingen trennen möchte…vor allem, wenn man darüber nachdenkt, das es wahrscheinlich sein kann, dass sie die Abhängigkeit von Ihrem Ehemann mit Liebe verwechselte…ich hoffe nicht das dem so ist, aber je mehr ich über meine Großeltern erfuhr, desto weniger glaubte ich an die heile Welt.

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Jeder Schritt schmerzt…ich denke ich kann mich für neue Knie aufschreiben.

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Ich las Comics.

Ich vergaß, das wir in Wien eine privat geführte Science Fiction Bibliothek4 haben.

Ui, jetzt versucht man die Kleinen mit He-Man anzufixen5. Die Little People habe ich bereits vorbestellt…

1– youtube.com
2– wikipedia.org
3– Yep, der Hugo designte die Wäsche der Nazis.
4– villafantastica.com
5– bleedingcool.com

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