Vaterfreuden

Einer von Kirbys Freunden aus dem Kindergarten wechselte vor einer Zeit das Haus. Allerdings hatten wir schon zu Beginn des Jahres ein Treffen im Privaten vereinbart, aber erst vor kurzem auch veranstaltet. Und das war interressant. Wir wählten einen kleinen Spielplatz aus, den wir alle gut kennen und der ungefähr diesselbe Distanz von beiden Wohnorten entfernt liegt. Die Kinder verstanden sich super, als hätten Sie keine Zeit getrennt verbracht—und aus dieser Freude entwickelte sich etwas, dass wunderschön anzuschauen war. Mit der Zeit kamen andere Kinder—verschiedenen Alters—hinzu, und alle spielten ohne grobe Probleme miteinander. Später legten wir auch die Jausenvorräte zusammen.
Im Nachhinein denke ich kritischer über unser Verhalten nach—in dem Moment viel kein Wort oder Gedanke über Covid19—, aber so harmonisch erlebte ich menschliche Interaktion seit meiner eigenen Kindheit nicht mehr.

Dann war da allerdings das Treffen mit einer langjährigen Bekannten und deren Kind. Sie und Ihr Partner versuchten schon seit Jahren, Eltern zu werden, und nach vielen Fehlgeburten, trug Sie ein paar Monate nach Kirbys Geburt ebenfalls ein Kind aus. Beim treffen gestern musste ich allerdings denken „Wenn einem die Natur im beinah zweistelligen Berreich ‚Nein‘ sagte, dann sollte man sein Streben vielleicht überdenken.“ Mich überraschte die Kraft mit welcher das Kind Kirby ohne ersichtlichen Grund an die Gurgel—mit Händen am Hals—ging—die Bekannte bot Kirby eine Heidelbeere an, könnte Ihn das derart verärgert haben? Mein zweiten und dritten Mal konnte ich rechtzeitig dazwischen gehen, und ließ meine Finger würgen.
Die Bekannte erzählte von diversen Zwischenfällen in deren Kinderbetreung. Was soll man da machen? Das Kind wirkte auf mich nicht, als würde es böswillig handeln, sondern in dem Moment keine andere Möglichkeit gesehen zu haben, sich auszudrücken.
Was macht man als Elternteil dann? Vor allem wenn einem schon ein paar Leute negativ gegenüberstehen. Osteopathen und anderes Fachpersonal sehen das Kind als zu jung für eine Therapie an—was ich nicht nachvollziehen kann, Kirbys Schlafprobleme wurden von einem Ostepathen gelindert.

+++

Kirby packte die paar Star Wars Figuren aus dem Solo Film aus, die seit zwei Jahren in seiner Kiste liegen. Er begnügte sich bisher damit, die Portraits auf den Verpackungen zu betrachten—ich auch, Tandie Newton und Woody Harrelson schauen darauf großartig aus1. Mit L3-37 wird er nicht warm—ich denke weil es kein für Ihn wahrnehmbares Gesicht hat.

1.. villavarykino.com

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