kein Lösungsvorschlag

[ journal ]

Kirby entdeckte die Vorteile eines frühen Start in den Tag für sich. Prinzipiell kein Problem, solange er jedoch nicht die Mindesthöhe, Geschicklichkeit und Verstand dafür hat die Küche zu bedienen und sich halbwegs still zu beschäftigen, ist sein Start auch unserer.
Und vier Uhr früh ist auch für mich ein wenig zu zeitig. Auch wenn ich an einem Servicetag nur eine halbe Stunde später aufstehe. Andererseits werde ich diese Tage erst gegen Mitternacht bettschwer.
In unserer Verzweiflung unternahmen wir den Versuch, Kirby erst eine halbe Stunde später zu Bett zu bringen; und rissen damit zwei Stunden mehr schlaf heraus.
Vorerst.
Die finale Evaluierung wird nach fünf Nächten stattfinden.

Veränderung macht dem Kind zu schaffen. Ganz der Vater.
Aber er ist mir in einem Vorraus: Anstatt seine Spielzeug U-Bahn durch den Raum zu schmeißen—das hat er inzwischen ganz gut draussen, Dinge kräftig und präzise zu werfen—drückte er sie der Frau in die Hand, und bat Sie darum, die U-Bahn in das „Pausenregal“ zu stellen.
Bei mir wäre der Scheißdreck geflogen.
Kirby ist jetzt schon weiter als sein Papa.

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Im Kindergarten dreht das Personalkarussell momentan eine Runde nach der Anderen — ein Kommen, Gehen und Schwangerschaften verlangen dies. Dazu kommt der Umstand, dass—und folgender ist der korrekte Terminus—die Scheißhäuser aus Niederösterreich momentan Fachpersonal per Bonuszahlung in deren Häuser lockt. Zuvor waren die Geschäftsräume der Kindergartenträgerorganisationen aus der Hauptstadt beliebte Ausbildungsorte, für frisch aus der Grundausbildung gekommene niederösterreichische Pädagoginnen1. Nach zwei Jahren in den wiener Schützengräben, setzte man sich die Veteranen in die Eignen.

Und dies lässt Wien momentan mit vielen Gruppen bzw. Häusern zurück, in denen es kein Personal mit deutscher Muttersprache gibt. Was man besonders in den Teilen der Stadt bemerkt, in denen auch die Muttersprachler förderbedürftig sind—wir wohnen in einem dieser Gebiete.
Deswegen rumort es im Momentan bei der Elternvertretung. Die Förderbedürftigen fürchten um die Bildung Ihrer Kinder, die weniger Bedürftigen ebenso, und die Leitung rauft sich die Haare und kann es niemanden Recht machen. Nebenbei wollen auch die Quarantänen und Verdachtsfälle und die Einhaltung der Hygienevorschriften jongliert werden.
Es ist eine blöde Situation, bei der auch ich keinen Lösungsvorschlag parat habe. Derzeit können nur die Eltern versuchen, so viel zu fördern wie möglich. Wir haben das Glück, das Kirby Bücher mag und sich vorgelesenes schnell merkt, und auch versucht, es anzuwenden.

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Ich habe ein Problem. Ich habe mir die gesamte erste Staffel Ted Lasso nach einer Empfehlung von nicht Fußballaffinnen Menschen, bereits drei Mal angeschaut.

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Wem Covid19 zu viel ist, der springe bitte zu den Fußnoten weiter.

Der Arbeitsplatz viel durch zwei schöne Gesten auf. Ich bin mir nicht sicher, ob wir diese auch verdienten; aber da ist der paranoide Teil meines Denkeisens daran Schuld. Ich ängstige mich davor, dass diese Gesten als Ablöse gewertet werden könnten, wenn es dann einmal um die Wurscht geht.

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Ein Nachbar feiert seinen Geburtstag. Laut. Menschen schlugen gegen Möbel, begleitet von brüllendem Gelächter.
Prinzipiell kein Problem—bis 22:00, es war ein Wochentag—, doch war der betroffene Nachbar einer von denen, für die wir unterstützen, weil sie aufgrund Ihrer Krankengeschichte so viel Zeit wir möglich zu Hause verbringen.
Hmm, das ließt sich wie eine Anklage, aber ich bin auch froh darüber, dass der Nachbar wieder einmal „die Sau“ frei laufen ließ. Wird sich über die letzten Monate genug Druck aufgebaut haben. Nur weil ich mich bis in den… März einmurmeln möchte, heißt das nicht, Andere sollen nicht draufhauen dürfen.
Der Zeitpunkt ist nur ein wenig deppat. Mit einem weiteren Lcokdown—Lockdown 3: Jetzt erst recht—ums Eck. Andererseits, dass war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt; auch wenn die Nummern und der Platz zwischen den Zeilen darauf hindeutete.

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Bei einem Test—ich hatte Kontankt zu einer K1 Person, und hatte ein Ziehen in der Lunge—wurde mir gezeigt, wie man einen Nasenabstrich korrekt durchführt. Wird nicht weniger schlimm, aber es gibt einem ein gutes Gefühl. Einmal mit Profis arbeiten.

1.. Als geschlechtsneutrale Bezeichnung würde ich „Pädagogis“ nehmen.

353-2018 | 353-2017

3 Kommentare

  1. Oh – alles Gute diesmal wieder wg dem Kontakt.
    Mein Sohn wurde als Kleinkind durch eine Mehrfachimpfung aus der Bahn geworfen – Tag und Nacht hat er vertauscht. Obwohl – an sich hat er fast gar nimmer geschlafen. Gute Erfahrung bei ihm und später auch bei mir sammelte ich mit Coffea-Globuli, ergo hat ihm die damalige Heilpraktikerin beinah ohne Aufwand wieder zurück in seinen Rhythmus verholfen. :-)

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  2. Bringt ihm vielleicht schon ein paar Buchstaben bei, z.B. die seines Namens. Ich habe so schon als Kindergartenkind lesen gelernt – einige Buchstaben als Basis, bekannte Bücher und viel Zeit, weil ich oft zu früh aufgewacht bin.

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