wo ist mein Blut?

:: journal ::

Beim Dehnen und Yoga renkten sich Dinge in meinem Körper wieder ein, von denen ich nicht wusste, dass sie bis dahin am „falschen“ Ort waren.
Liegestütze funktionieren; Sit-Ups auch. Ins schwitzen kam ich beim „Homebrew“ Tai-Chi meiner Tante.
Für Kirby war es ein Spaß, seinen Vater beim strecken und dehnen zu beobachten und zu imitieren. Und sich bei den Liegestützen auf meinen Rücken zu setzen.

Es scheint sich ein Entwicklungsschub zu ereignen. Kirby braucht Nachts eine Schulter zum anlehnen, und er verschob die Tagwache um eine halbe Stunde nach vorne… Inzwischen meine ich, neben meiner Schulter auch meine restlichen Knochen zu spüren—besonders wenn er mit dem Laufrad unterwegs ist; der Kerl hat einen Tenderer1.

Kirby fragte mich »Wo ist mein Blut?«. Die Erklärung das es durch seinen Körper fließt, und die blauen Linien auf unseren Körpern die Hauptverkehrsadern des Blutes zeigen beeindruckte Ihn nicht sonderlich, also gestand er mir, dass er Nasenbohre. »Papa macht das auch.« sagte ich dazu—»Das stimmt.« sagte er darauf enttäuscht.

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Am vergangenen Wochenende hatte ich die Chance mit einer Leica M3 zu fotografieren. Es war ein Erlebnis. Leider wurden meine Fotos „nix“, weil sich nach den ersten beiden Bildern die Lichtverhältnisse änderten, und ich den Lichtmesser ausschaltete, weil ich die Batterie nicht leer retournieren wollte. Freundlichkeit zahlt sich manchmal nicht aus.
Trotzdem verstand ich nach der Rolle Film, wieso man als Leicabenutzer ein Snob wird. Das Ding ist schwer, der Verschluss klingt wie…zu Beginn denkt man sich »Jo, eh.«, und mit der Zeit wird es zu einem „klopfen auf die Schulter“—einer Bestätigung das alles hinhaute. Hätte man die Blende ein wenig weiter geöffnet, oder den Verschluss gebremst, wären die Ergebnisse auch kontrastreicher geworden.
Trotzdem wurde ich in Versuchung geführt. Aber wenn ich mir die Zukunft meiner Zunft und die Füllung unseres finanziellen Polsters anschaue… Vielleicht verkauft sich das Buch tausendfach?
»Selten so gelacht.« sagte er, bevor er aus dem Fenster sprang.

Das Buch ist im Verkauf. Zwar nur über das System des Druckers, Blurb, da sind die Versandkosten lächerlich hoch, aber es gibt eine .pdf Version für ein Zehntel des Preises.

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Der professionelle Alltag verhält sich ruhig—unheimlich ruhig. Es macht den Eindruck, die Bude ist bereits geschlossen, aber man informierte uns noch nicht darüber. Im April habe ich ein paar Touren, allerdings weiß ich nicht, ob die in Kurzarbeit stattfinden.

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Die Frau wurde gegen Covid19 geimpft. Am nächsten Tag war sie gerädert, aber nach ein paar Stunden Schlaf war alles in Ordnung. Ursprünglich war der Plan, die Lebenspartner vom Bildungspersonal bei deren Termin ebenfalls zu imunisieren, aber wir wissen ja, wie es derzeit um Bestell- und Liefermengen steht.
Ich denke an, aus „Jux“ einen Antikörpertest zu beauftragen.
Weil wir beim Thema sind: Mein Covid19-Verwandter ist nach mehreren Spitalsaufenthalten wieder zu Hause. Wir halten die Daumen dafür, dass es so bleibt.

Ich warte darauf, dass die Demonstrationen gegen die gesetzlichen Einddämungsversuche der Pandämie eskalieren. Da lag heute bereits so eine Stimmung in der Luft…so wie die Leute auf der Straße nurmehr miteinander „tuscheln“. Wahrscheinlich bin ich inzwischen paranoid(er als vorher).

1.. Tender = hohe Geschwindigkeit, Affenzahn

2 Kommentare

  1. Bei uns dasselbe mit den Demonstrationen. Hoher Wutpegel auf allen Seiten. Alle reden von Liebe und Verantwortung. Das heisst wohl, dass es gefährlich wird.

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    1. Das wird es wohl. Ich kenne da beruflich Leute deren Unternehmen teilweiße in Trümmern liegen, und die aus Liebe und Verantwortung deren Familien gegenüber marschieren; und denen es—momentan—egal ist, vom rechtsdrehenden Fachpersonal geleitet zu werden…

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