dasselbe

Von einem Moment auf den Anderen bekam Kirby Fieber, welches sich nicht dauerhaft in den Griff bekommen ließ.
Abends machten wir und auf Rat unseres Kinderarztes auf den Weg ins Krankenhaus. Es war nicht viel auf der Ambulanz los, und in zwei Stunden war die Geschichte auch wieder vorbei. Diagnose: Hand-Fuß-Mund Krankheit. Die Punkte auf Händen und Füßen waren tagsüber nicht erkennbar, und wegen seiner trockenen Haut gingen wir von Überhitzung aus.
Die Untersuchung ließ er mit minimaler Gegenwehr über sich ergehen; er war ganz aufgeregt von der Idee, ins Spital zu fahren.

Ich sudere zwar ständig wegen der fehlenden Buchungen und Kurzarbeit, aber in dieser Situation war es gut, dass ich ohnehin frei war, und mich tagsüber um Kirby kümmern konnte. Meine Eltern ließen es sich nicht nehmen, und halfen mir dabei. Und ich war froh darüber, denn wenn das Kind regelmäßig auf 40 Grad Körpertemperatur aufheizt, kommt in einem eine gewisse Panik auf.

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Die Frau musste in einem Job Überstunden abbauen, und im Anderen gab es eine Woche ohne Termine; also packte Sie Kirby ein und die Zwei fuhren »in die Heimat«.
Die Zeit hätte ich für Entspannung nutzen wollen, musste mich dann aber erholen. Bei einem Sturz bediente ich mir das Bauchfell und legte mir eine Gehirnerschütterung zu. Abends bekam ich dann noch Fieber, welches mich ein paar Tage begleitete.
Dementsprechend ist meine Stimmung. Ich konnte zwar ein paar Sachen für die … Psychohygiene erledigen, aber Entspannung sieht anders aus.

Es sind die Kleinigkeiten im Umgang mit Menschen, die mich anstrengen. Jeder spricht nur von Covid19, was verständlich ist, aber gibts nicht noch andere Hobbies als Alkohol im freien, Alkohol beim Wirt und Impfen macht magnetisch.
Ein Nachbar tratschte über seine—mir ohnehin bekannte—Krankengeschichte, trotzdem ich gerade den Wocheneinkauf in Rucksack und Arm nach Hause trug. Ich könnte lernen zu sagen »Hearst, mir feun de Astln oh, und de Urwaschln ah.« Aber es gab mir auch zu denken—ob ich ebenso nur immer dasselbe rede?

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Die Frau schenkte mir eine Aufbewahrungsdose für 35mm Rollfilm, und die Schwiegermutter überließ mir einen Packwürfel, in dem Sie Ihre Fotoausrüstung transportierte. Jetzt könnte ich doch eigentlich ausrücken und fotografieren.
Aber etwas fehlt.
Eine Rolle konnte ich ausbelichten und beim entwickeln packte mich wieder die Mischung freudige Ungeduld und »Leichtsinn«—ich belichtete die Rolle nicht konstant, und entschied mich dazu, sie bei der angeschriebenen Empfindlichkeit zu entwickeln. Es sind ein paar Erinnerungen auf dem Film—es wird interessant ob Kirby denen ablehnend gegenüberstehen wird—, aber abgesehen davon, nur nichts-sagendes. Haben sie denn bisher etwas gesagt, meine Fotos? Oder immer dasselbe?

Hand-Fuß-Mund Krankheit | wikipedia.org
Arm nach Covid-19-Impfung magnetisch? | focus.de
• »Mir faulen hier Arme und Ohren ab.«

6 Kommentare

  1. Du, ich wünsche Euch noch vollständige Genesung und möglichst viel Wohlergehen!
    Und schöner, cooler Spruch in Wienerisch – ich mag das ja immer sehr gern bei Dir lesen. :-)

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