spontane Existenzangst

2021-09-5/Journal

Ein Bekannter aus England erzählte davon, dass sich das Leben auf der Insel momentan wie die Geschichten seiner Bekanntschaften anhört, die ihre Kindheit und/oder Jugend in Ostdeutschland verbrachten.
Der Müll wird nicht mehr abgeholt, im Supermarkt steht man vor Platzhaltern die volle Regale suggerieren solle , und jede Anschaffung wird behandelt, als wäre es die letzte—in seinem Fall verabschiedete sich der Eiskasten.

Dazu kamen die Zahlreichen Artikel darüber, dass die hohe Inflation ja auch eine Chance sei—für wen?—, die an meinen Strand gespült wurden.
Wir werden auch heuer wohl mit einer Nulllohnrunde nach Hause gehen, wie soll es ohne neue Aufträge auch anders sein.
Kollegen aus dem Norden warnten uns bereits vor Beginn des Sommers: «Kunst bringt kein Geld mehr, die Leute wollen saufen.»

Und auch wenn ich das Verlangen nach Alkohol nicht nachvollziehen kann, meine ich, den Drang dahinter nun besser zu verstehen.

2 Kommentare

    1. Die Regale werden wahrscheinlich gefüllt sein, ich fürchte um den «Wert» des Geldes. Vielleicht greift ja endlich der Trickle Down Effekt und Alles wird gut.

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