it’s got a backbeat you can’t lose it

Kirby zog meine Karten in der genetischen Lotterie. Der HNO stellte fest, dass er meine Verformung der Gehörgänge erbte. Man operiert dies allerdings nicht mehr wie in meiner Kindheit, sondern beobachtet die Situation, und wenn sie es gestattet, entfernt man das aufgestaute Sekret.
Dazu kam ein Gallenstein, den man zufällig entdeckte. Ein Gallenstein bei einem Kind… Soll vorkommen, man braucht sich keine Sorgen machen—aber man soll die Sache abklären. «Keine Sorge» bedeutet bei mir «braucht keine weitere Beachtung», also mache ich mir Sorgen. Vor allem weil er begleitend dazu noch ungewöhnlich viel Gas im Darm hat. Das scheint durch eine Laktoseintoleranz bedingt zu sein. Bei einem Kind…
Dazu kommen die kurzen Nächte der letzten Wochen. Nach der Sekretentfernung erwischte Kirby die Verkühlung, welche gerade die Runden dreht, und einem länger als üblich erhalten bleibt.
Aber wie ich im letzten Eintrag erwähnte: Bekannten von uns wurde bei der Operation, welche deren Kind Erleichterung verschaffen sollte, ein weiterer Schaden diagnostiziert.

Im Kindergarten dürfte er viel Mist aufschnappen. Da gibt es ein paar Eltern, die begannen Geschlechterrollen zu vermitteln; die Klassiker «Starke Männer und schöne Mädchen». Und Kirby internalisiert es unheimlich rasch. Aber wie kommt man auf solchen Blödsinn? Sah mich einer von den Idioten bei den Elterntreffen? Denn nach deren Definition bin ich weder Mädchen noch Mann. Mit einem der Väter rede ich öfter, weil wir die Kinder oft zur selben Zeit bringen … sein Kind weint Ihm nach wenn er geht … ich bleibe dann meißt und höre mir seine Geschichten an. Ich kann nachvollziehen, wieso man so schnell wie mäglich aus dem Kindergarten raus will, aber man kann sich doch verabschieden.
Warten wir ab, wie ich reagiere wenn ich einmal in die Gänge kommen muss, aber Kirby sich verabschieden möchte.

Er entdeckte ein paar «neue» Bücher, und es ist wieder sehr interessant dabei zu sein, wie er neues erkennt und in sein Weltbild integriert. Es überraschte mich, dass er viele Details bereits kannte, obwohl wir die Bücher vor Monaten das letzte Mal in Händen hielten.

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Beim überfliegen einer Bücherliste fand ich «Become flatulent in Japanese». Auf den zweiten Blick erkannte ich, außerhalb meines Kopfes lautet der Titel «Become fluent in Japanese».

Bei einer anderen Verwechslung war ich nicht alleine: ich laß «Unicron» statt «Omikron».

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Im professionellen Alltag begannen mit dem akutellen Lockdown wieder die allumfassende Panik und Depression. Wird die Branche noch in dieser Form bestehen bleiben bzw. können? Dazu kommt die steigende Inflation und diverse andere Lasten die man sich aufladen kann; welche einem wohl aufgeladen werden.

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Die Dokumentation über die Enstehung von Let it Be ist überraschend unterhaltsam. Zur Info: Die Beatles ließen die Arbeiten zu deren letzten Album mitfilmen. Dabei enstanden 150 Stunden Material, welches von Peter Jackson auf sechs Stunden gekürzt, und in eine dreiteilige Dokumentation verpackt wurde.
Die ältere Nichte fragte mich, wer sich so etwas anschaut. Verständlich, hätte ich in Ihrem Alter auch gefragt.
Den ersten Teil brachte ich hinter mich. Es ist diese komische, meditative Sache. Als Zuschauer fühlt man sich wie eine Fliege an der Wand, es ist mir beinahe peinlich. Man schaut Ringo und Harrison dabei zu, wie sie mit dem Schlaf raufen während McCartney das Gründgerüst für Get Back komponiert, und dann spielen sie das Harry Lime Thema und George Harrison holt sich einen Schlag am Mikrofon ab. Man bekommt die kleinen Momente mit, welche man auch bei einem Konzert nicht mitbekommt; selbst mit dem Wissen, dass die Reihe der gezeigten Ereignisse im Ende der Band gipfeln wird, ist der Weg dorthin … spannend. Ringo Starr wirkte bisher, als wäre ihm alles egal, weil die Rechnungen für lange Zeit bezahlt sind; aber Linda McCartney—bilde ich mir ein—sagt, dass Paul McCartney am entspanntesten ist, wenn Ringo anwesend ist. Und ich denke, dass wusste Ringo. Er baut das Gerüst für die Lieder und das reicht ihm, den dann wären die Anderen beatless.
They will not grow old wird wahrscheinlich weniger entspannend sein, da nahm sich der Peter den ersten Weltkrieg vor…

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Die Pfizeranten müssen Cominarty bereits angepannst haben; es fühlt sich an, als würde mir der Booster den Arm abfressen… Da fühlten sich die vorherigen Impfungen wie Massagen an.

/ 2021-11-29
/ #journal #vaterfreuden #die allgemneinheit #humor #professioneller alltag #musik

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