besessen

Kirby setzte sich hin und begann zu zeichnen. Monster. Am Ende waren es vier. Wie ein Besessener saß er da, und bannte seine Vorstellungen auf Papier, mit einer Sparsamkeit an Bewegungen, die mich an die Arbeitsweise eines Bildhauers erinnerte «Das Ergebnis ist im Stein, ich arbeite nur die Details heraus.» Es schien mir, als wäre Kirbys Augen ein Projektor, der das fertige Bild bereits auf das Papier projizierte, dessen Linien er lediglich nachzog. Seine ökonomische Arbeitsweiße – seine Stifthaltung passte er der gewünschten Strichstärke an, und er hörte auf, seinen Oberkörper zu bewegen, sondern nurmehr seinen Arm – unterbrach er erst, als er seinen Mehrfarbenminen Buntstift einsetzte.
Danach wirkte er erleichtert. Als hätte er eine Last auf das Papier geladen. Beim durchsehen der Zeichnungen fiel mir auf, wie ähnlich eines der Monster dem aus Urasawa Naoki’s aktuellem Manga Asadora! sah, vor allem wegen der vielen Augen. Kirby sagte dazu «Joa.» und suchte in meiner Figurenkiste nach einem passenden Räuber für sein Spiel.

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