#15jan20

Neil Peart’s ableben macht mir mehr zu schaffen als gedacht. Durch seine Arbeit mit Rush kommt es mir vor, als wäre einer meiner seeeehr weit entfernten Onkel verstorben. Den hat man einmal alle Arsch lang gesehen; aber der hat einem immer das gesagt, was man hören musste–während er Schlagzeug gespielt hat.

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Beim stochern in der Mediathek von arte bin ich auf eine Reihe an Monologen von Alan Moore gestossen[1]. In 40 Minuten hat man die hinter sich, und neben den typischen Aussagen die man sich von Herrn Moore erwartet, erinnert er einen daran, dass trotz all der….Geschmacklosigkeiten die er so verbrochen hat, nicht der Clickbaitgenerator ist, auf den er momentan reduziert wird.

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Doctor Sleep wollte ich auslassen. Dann habe ich Bob Chipman’s Kritik gesehen[2].
Ja, eigentlich zählt es durch die Färbung des Textes nicht mehr als Kritik. Aber ganz frei vom persönlichen Anstrich kann man nicht urteilen; und gerade jetzt springe ich auf jeden Zug auf, in dem Erinnerungen an Väter und das generationenübergreifende Verarbeiten von Problemen erwähnt werden.
Was mich an mir erschreckt hat ist, dass ich „Genaaaauuuu“ gedacht habe, als er erwähnt hat, kein Skript zu zitieren.

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Kirby bekommt die–hoffentlich letzte–Runde Zähne. Ich könnte dankbar dafür sein, dass es mich nur Schlaf kostet. Müde ist man nicht mehr zurechnungsfähig.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, in meiner Freizeit die Mittagszeit mit Kirby verbringen zu können.
Auf die ersten Gespräche mit dem Vater seines Kindergartenfreundes bin ich gespannt–der Mann hat einen aufregenden Lebenslauf.

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Mir ist eine Einheit eines Sprecherkurses geschenkt worden. Schauen wir einmal ob ich mich traue hinzugehen.


[1] Inside Alan Moore’s Head |arte.tv
[2] Doctor Sleep review | Escape To The Movies |youtube.com

#156-2019

Vaterfreuden | professioneller Alltag | Star Wars Galaxy’s Edge | Swamp Thing

Kirby schreit. Windel ist trocken, Hunger hat er keinen, Raumtemperatur passt, Pyjama ist gewechselt, Schlafsack ist getauscht, Schmerzen dürfte er auch keine haben….das ist genau einer der Gründe wieso ich Kinder ablehne. Wenn mir andere Eltern davon erzählen, dass die schönen Momente den Anstrengenden die Gewichtung rauben, frage ich mich ob die immer noch auf die heiße Herdplatte greifen. Sicher freue ich mich wenn er wie letztens realisiert das es auch festere flecken Wiese gibt, die er dann lachend auf und ab läuft; im Hinterkopf denke ich dabei „Wann hauts Dir wieder den schreienden Idioten raus?“ Ich kann damit nicht umgehen.
Das ganze setzt sich dann in der Werkstatt fort. Die laute Plärren durcheinander weil die Schwerhörigen den Radio lauter drehen müssen -wegen des Rechts auf Information- dazu kommen drei Leute die alle YouTube Videos auf den Smarten Geräten schauen aber keine Kopfhörer verwenden. Und wenn man dann sagt „Bitte, ich würde gerne alleine auf die Baustelle.“ dann geht das nicht, und der Chef kommt auch noch mit und muss Vorschläge machen. Wenn man meiner Arbeitsleistung nicht vertraut, ist es sein Recht mich zu kündigen. Darauf war dann Ruhe.
Aber die Leute fragen wieso man nicht mehr gerade scheißen kann und empfehlen Scharlatane zur Abhilfe. „Schau auf Dich.“ ist mein liebster Satz.

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Aber Blasphemous kommt auch für die Switch und der neue Trailer[1] ist genau die gestörte Unterhaltung die ich brauche.

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Die ersten Berichte über Galaxy’s Edge sind in meiner Filterblase angekommen[2]. Hört sich großartig an; wenn man nicht wüsste, dass viele Disneyland/world Angestellte in ihren Autos -soweit leistbar- auf dem Parkplatz der Parks leben.
Jedenfalls dürfte es recht gut geworden sein. Ohne schwarze Kreditkarte würde ich mich nicht hin trauen.

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Die erste Swamp Thing Episode war überraschend gut. Sicher, mit Schlapfen und Ruderleiberl obduziert man keine Person die an einer unbekannten Krankheit verstorben ist, aber solche Fehler verzeiht man durch die Body Horror Passagen. Da wird einem wieder einmal gezeigt das man auch mit kleinem Budget einiges machen kann.
Wird spannend in welche Richtung die Serie geht. Mit Madame Xanadu nehme ich an, es wird esoterisch werden; sich also weniger in die Alan Moore Richtung -eine Pflanze die meint ein Mensch zu sein- entwickeln.
Jetzt habe ich einen Guster darauf mir die Moore Ausgaben noch einmal durchzulesen[3].
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fußnoten