131 :: Inspektor Hirnzerstörer

Kirby ist unerwartet aufgestanden, hat sich ein Buch geschnappt und sich zum pinkeln auf seinen Topf gesetzt. So stolz ich auf Ihn bin, war es…erschreckend mitanzusehen. Jeder Entwicklungsschritt Richtung Selbstständigkeit fühlt sich wie „Deine Dienste werden nicht mehr benötigt, Vater.“ Er braucht mich wohl nurmehr als vorgewärmtes Kopfkisssen zum Mittagsschlaf.

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Wir haben damit begonnen, Lewis[1] nachzuschauen—eine Krimiserie, welche die weiteren Erlebnisse aus dem gleichnamigen Polizeibeamten aus der TV Serie Inspector Morse[2] erzählt. Hirnzerstörer TV, aber sehr britisch. Besser als sich mit YouTube Verschwörern das Denken zu rasieren.
Was ich allerdings sagen bzw. vor was ich warnen möchte, ist die Tonqualität der DVDs—die meisten Stimmen übersteuern.

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Apropos Ton: ich habe mich in den Kleiderschrank gesetzt und mich beim vorlesen aufgenommen.
Abends beim Probehören hat es mir die Zehennägel aufgedreht. Morgen werde ich die Mikrofone aus dem Regal holen, anscheinend sind die Primo Kapseln nicht ideal für Stimmen. ich muss sie allerdings auch einmal ins Feld ausführen, vielleicht liegt der Fehler an der Kapsel selbst. ich habe sie mir hinter die Ohren gezwickt, aber das erklärt das komische Rauschen nicht. Die Kapseln sind auch in den Uši Mikrofonen von LOM[3] verbaut, von denen bin ich begeistert.

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Anthony Daniels wird in I am C-3PO manchmal unsympathisch—ich habe das Buch zuendegelesen. Einerseits ist er der einzige Star Wars Schauspieler, der in jedem Film und vielen B-Canon Produktionen mitgewirkt hat, aber nur wenige kennen sein Gesicht. Die Wunde, die er in seiner Rolle als ambulante „Requisite“ erfahren haben muss bzw. durch das Kostüm erfahren hat, wird wohl nie ausheilen. Auch wenn George Lucas ihm einmal gesagt hat, dass er einen guten Job gemacht hat.
Meiner Liebe zu 3PO wird das geschriebene keine Abbruch tun—und was man Herrn Daniels nicht absprechen kann, ist die Liebe zu den Fans und der Wertschätzung deren Vertrauens. Und das war schön zu lesen.


[1] Lewis (tv series) —en.wikipedia.org
[2] Inspector Morse —en.wikipedia.org
[3] Uši microphones —store.lom.audio

131-2019 | 131-2018

Opa erzählt vom Krieg

– 14apr20 | 105 –

aus Ultra Q ep.8: Terror of the Sweet Honey (甘い蜜の恐怖, Amai Mitsu no Kyōfu)

Beim Spaziergang durch ein Erholungsgebiet läuft uns eine fahrradschiebende Familie über den Weg – sie fragen nach dem Weg zur U-Bahn Station. Während wir den Weg erklären gesellt sich eine Dame hinzu, und weißt uns darauf hin, dass die Benutzung eines Fahrrades innerhalb der Anlage nicht gestattet ist.
– Vielen Dank – deswegen schieben wir die Räder auch.
– Ja, aber die Polzei fährt öfter hier durch und die werden sie strafen. Dann müssen sie zahlen.
– Vielen Dank, aber man darf sein Rad druch die Anlage schieben.
– Schauen Sie.
Die Dame zeigt auf eines der Schilder mit der Parkordnung.
– Da ist das Rad durchgestrichen.
– Vielen Dank für Ihre Sorge, aber im Ergänzungstext steht „Fahrräder dürfen geschoben werden.“
In der Zeit, in der dieser Austausch statt findet, haben wir dem Vater den Weg bereits vermittelt. Man bedankt sich als Gruppe bei der aufmerksamen Frau und zieht seiner Wege.

Es war sehr freundlich von der Passantin, die Leute auf die Parkordnung hinzuweisen – Sie wirkte auch, als würde Sie den Leuten einfach nur helfen wollen – aber da ist wieder die Verweigerungshaltung durchgekommen.
Wieso schaffen wir Österreicher das nicht, wenn es auch um etwas geht?

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Die Frau hat mir gestern noch vorgeschlagen, wieder einmal die Playstation anzureißen. Wegen der Lüftung beim Vanilla Model[1], mache ich das nicht gerne, wenn andere im Haushalt anwesend sind. Woher sie weiß, dass ich noch keinen meiner letzten Spielekäufe fertiggespielt habe, habe ich sie gefragt. „Weil du mir noch keinen Vortrag über einen der Titel gehalten hast.“

Als ich dann eingeschaltet habe, und am Ladebildschirm von Star Wars: Jedi – Fallen Order vorbei war, hat Kirby sich gemeldet. Er hat sich wohl beim umdrehen erschreckt, und jemanden gebraucht an den er sich kuscheln kann.

Die Schlaflosigkeit hat mich nach seinem einschlafen einerseits zum lesen gebracht: Anthony Daniels‘ „Biografie“ – I am C-3PO[2]. Als Enthusaist der Krieg der Sterne Filmreihe ist es natürlich ein ausserordentliches Meisterwerk, dessen Lorbeeren von der Kritik aus Neid zurückgehalten werden. Als Leser muss ich zugeben das der Herr Daniels einen eigenen Stil hat, der mir zwar nicht sonderlich anstrengend vorkommt – außerdem ist er der Mann, der meine liebste Figur mit Leben erfüllt hat –, aber jemanden der mit der Materie nichts anfangen kann wohl überfordern könnte. Die Persönlichkeit des Mannes ist durch die Rolle stark beeinflusst, und man merkt, dass er das gewonnene Ansehen eventuell ein wenig zu sehr genießt.
„Opa erzählt vom Krieg.“ fasst es wohl ganz gut zusammen.
Das Audiobuch ist zu empfehlen – ich mag Herrn Daniels‘ Stimme.

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Bedingt durch das aktuelle Wetter, wollte ich eigentlich unter einer Stunde mit Kirby draussen bleiben.
Zwei Stunden später sind wir dann wieder zu Hause gewesen. Nach ein paar Minuten Wegzeit hat der Wind nachgelassen, und die Sonne hat uns ein wenig an ihrer Strahlung teilhaben lassen.

Ein paar neue Bücher für Ihn sind angekommen. Wir müssen uns damit zusammenreißen – aber er mag Bücher, und nimmt alles dankend an. Heute habe ich Ihn mit einem Edison Rex[3] Sammelband erwischt, den ich als verkauft eingestuft habe, aber anscheinend zu seinen Büchern gestellt habe. Er hat geduldig durch die Bilder geschaut, bei dünnen Seiten macht Ihm das Blättern noch Schwierigkeiten.

Wann hat der Bub gelernt „Meerkatze“ zu sagen?

Es wird Zeit, dass ich Ihn konsequenter zum aufräumen auffordere.

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Abends habe ich es noch einmal mit Videospielen probiert. Einer der Liebhaberkollegen hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es Deathstate[4] für die Switch gibt – allerdings nur für Kunden in den USA. Auf dem Mac zu Hause rennt das Spiel nicht mehr, weil es mit der aktuellen Version von MacOS nicht kooperiert – 70 Stunden Spielzeit für den Hugo… Also habe ich mich schlau gemacht, wie man Nintendo glauben lassen kann, dass die Konsole sich in den USA befindet.
Das war gar nicht so schwer wie gedacht.
Die Schwierigkeit hat darin bestanden, eine US Guthabenskarte für den Nintendo eShop zu bekommen. Mein letzter Ausweg wäre gewesen, einen Bekannten in den USA zu fragen, ob er mir eine besorgt. Hat dann aber doch noch funktioniert.
Deathstate hat mir gefehlt.
Mein Steam Spielstand fehlt mir.

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Kein Wunder, dass ich einen Schub habe, Nachmittags hat es leicht geschneit.


vorbeigelaufen

Burt Reynolds is James Bond –youtube.com

Messner: „Vielleicht regt Ischgl uns zum Nachdenken an“ –derstandard.at

Videkonferenzen mit Zoom: Zahlende Kunden können Routing und Rechenzentren auswählen –heise.de

Atommüll könnte E-Autos fast unendlich Reichweite bringen –futurezone.at

Everything We Learned About Denis Villeneuve’s Dune From Vanity Fair’s Big Reveal –tor.com


[1] Vanilla gibt in diesem Fall an, dass es sich um ein Gerät aus der ersten Baureihe handelt.
[2] I am C-3PO – Anthony Daniels –amazon.de
[3] Edison Rex –edisonrex.net
[4] Deathstate: Abyssmal Edition –store.steampowered.com
Gibt es auch für die PS4.

105-2019 | 105-2018

#11jan20

wah! Menschen

Das beste Isolierband, dass ich bisher verwenden habe dürfen, ist nun auch in meiner privaten Werkzeugtasche vorhanden[1]. Besonders zum verbergen unnötiger Lichter–besonders beim Babyphone–ist es besonders gut geeignet.

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Eine Passage aus Christopher Eccelston’s I Love The Bones Of You fasst mein derzeitiges Leben beinahe zusammen:

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Neil Peart’s Tod geht mir näher als die „üblichen Nachrichtentode“. Peart ist als Songschreiber diese Onkelfigur gewesen–der hat einem das erzählt, was man von Familie und Freunden hören wollte, aber nicht zu artikulieren schafften. Und er ist ein botzn Schlagzeuger gewesen.

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Weitere Podcasts, die ich in den letzten Tagen gehört habe:

Ein Exkurs und Diskussion über all die schlimmen Sachen die man in Videospielen begeht und wie sich diese auf die Zeiträume ohne Videospiele auswirken[2].

Rian Johnson’s Knives Out ist einer der besten–wenn nicht sogar der Beste–Film des letzten Jahres, und im Empire Magazin ist ein wenig darüber geredet worden[3]. Rian Johnson hat mit dem Slashfilmcast ein paar Vierterl länger über den Film gesprochen[3a]; und wenn das noch nicht ausreicht, gibt es auch noch einen Kommentar den man–derzeit–mit ins Kino nehmen kann[3b].

Und zum Schluss, ein Interview mit Anthony Daniels zu seinem Buch, I Am C-3PO–das ich in meiner Buchliste vergessen habe[4].


[1] 3M 33+ Scotch Super Elektro Isolierband, Vinyl, 19 mm x 20 m |amazon.de
[2] Runde 248: Andre & Dom: Schwerverbrecher |gamespodcast.de
[3] Empire Podcast: Knives Out Spoiler Special ft. Rian Johnson |empireonline.com
[3a] Rian Johnson Goes Deep on ‘Knives Out’ [/Filmcast Interview] |slashfilm.com
[3b] Knives Out in theatre commentary track |knivesout.move
[4] Empire Podcast: Anthony Daniels — I Am C-3PO Interview Special |empireonline.com