Comics!

Wer meint Grant Morisson hätte bei Batman übertrieben, der soll die aktuelle Nummer 130, geschrieben von Chip Zdarsky, lesen. Trotzdem kommen aber auch Momente vor, die Batman nicht als den vitruvianischen Mann in Verkleidung zeigt, sondern auch in der Vaterrolle, welche er über die Jahre eingenommen hat.

aus Batman no.130 (2022)

Danger Street no.1 war … ein Beginn. Der Beginn ist großartig, aber ich denke einmal, es wird wie bei allen von Tom King geschriebenen Titel ein paar Hefte brauchen, bis man … es begreift. Die Auswahl der Figuren ist allerdings genau meines: Warlord, Metamorpho, Disco Starman, Creeper und die Dingbats.

aus Danger Street no.1 (2022)

Do A Powerbomb ging mit Heft sieben zu Ende. Und wie bei einem Solo Titel von Daniel Warren Johnson üblich, endet es mit einem Tritt in die emotionalen Weichteile; das hart verdiente Ende, verlangte den Figuren einiges ab — und jeder Sieg, bedeutete nicht nur die Niederlage ihrer Kontrahenten auf sportlicher Ebene, sondern auch den Verlust derer Hoffnung.

aus Do a Powerbomb no.7 (2022)

Bildrechte liegen beim Inhaber

Hygge TV

Weils gerade wieder auf YouTube auftauchte:

Die Sendung schaue ich öfter im Jahr—sie hilft mir dabei, Ruhe zu finden. Und ich lernte dadurch: zwischen zwei und drei Akira Bände sind der ideale Kopfpolster.

der falsche Kopfstand

Wir trafen den alten Schwiegerbruder. Der Neffe zeigte uns seine Krabbelkünste — beim starten wirkt er, als würde er den herabschauenden Hund machen. Und da dachte ich mir »Kannst einen Kaschperl owereißn.«[1], und zeigte ihm einen Kopfstand.
Und der Neffe blickte mich an, als hätte ich ihm das Ende von Raiders[2] gezeigt, und begann zu schreien. Der alte Schwiegerbruder versicherte mir, der Neffe hätte in der kurzen Zeit an der Luft noch nie so geschrien.
Dafür ließ ich ihn beim um die Wette krabbeln gewinnen. Da bekam ich ein Lächeln dafür.

Man merkt Kirby an, dass er ein Einzelkind ist, und wenig Kontakt zu anderen Kindern hat. Andererseits, er ist doch im Kindergarten, und dort sagt man uns, er verhalte sich nicht weniger unsozial als andere Kinder auch. Eine neutraler Erziehungsberatung wäre für mich wünschenswert. Vielleicht entgleitet nur mir die Erziehung? Jedenfalls habe ich das Gefühl, wir machen da etwas … unbehände.

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Ich verstehe nicht, was die Frau gegen den Wiener Dialekt hat? Ich laß einen der ins Wienerdeutsch übersetzten Asterix Bände, und war froh über meine leere Blase. Schmäh ohne, dass ist für meine Ohren Poesie. Kommt immer darauf an, wer spricht, Menschen unter 40 bekommen das nicht mehr hin.

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Ich bin begeistert davon, dass Daniel Radcliffe macht was er will, aber der Trailer zum — entsprechend seltsamen — Weird Al Yankovic Film lässt meine Extrawurst nicht bibbern.

[1] :: = »Hier ist eine Gelegenheit, sich zum Kasper zu machen.«
[2] :: Raiders of the Lost Ark, lokal bekannt als Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes; in besagter Szene schmilzt eine Gruppe Nazis, einer davon in Nahaufnahme. Wenn man etwas auf die Innenseite seiner Augenlieder tapeziert braucht.

29/ August /2022

ins braune Auge

Wir besorgten einen neuen Ariol Band. Folgendes Panel ist unterhaltsam und bildet die Realität des Elternseins ab:

aus Ariol Bnd. 5: Miesekatze

Man fängt mit den Augenbrauen an

NHK veröffentlichte eine neue Episode Manben — eine Sendung in der Manga Zeichner Naoki Urosawa Kollegen über die Schulter schaut, und sie zusammen über den Prozess reden. Da gab es länger nichts Neues zu sehen, und jetzt kommen sie gleich mit Yasuhiku Yoshikazu daher. Sein Name sagte mir erst nichts, bis man Gundam erwähnte — da brannte zwar die Kerzenfabrik ab, aber das war schon alles, was ich von ihm kannte. Ich würde aber gerne ein paar Sachen von ihm lesen, weil mich der Zeichenstil an die ersten paar Mangas erinnert die ich in die Hände bekam.

Beim Gedanken daran, wie der Mann zeichnet, klappt mir der Mund auf: er denkt über das Layout nach, zeichnet die Paneele, und dann wird freihändig gezeichnet. Und der Prozess ist in dem Fall mit einem Bühnenmagier[1] zu vergleichen, der bei Saallicht und voller Bühnenbeleuchtung das Publikum auf die Bühne bittet, und ihnen dort seine Nummer vorführt, während er erklärt wie der Trick funktioniert. Das Publikum jedoch, ist durch das gezeigte Geschick und Erfahrung so fasziniert davon, was da gerade passiert, dass es trotzdem unglaublich wirkt.
Als Comicleser vergesse ich oft darauf, wie viel Erfahrung und Arbeit in einer Seite steckt; oft nicht nur von einer Person.

[1] Bezeichnet man die Zunft nun als Illusionist? Magier? Zauberer?