Blutarmut

Ich dachte nie das es jemals soweit kommen wird: ich ging mehrere Abende in Folge bereits vor 20:00 ins Bett. In den letzten Wochen fühle ich mich weder wach oder müde, sondern entweder, als ob ich kurz davor bin einzuschlafen, oder kurz nachdem ich aufwache. In Kombination mit einem Muskelkater.

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Die moderne Erziehung erklärte mir, wie man die Bezeichnungen »richtig« und »falsch« aus der Sprache streicht, um das Selbstbild des Kindes zu festigen. Prinzipiell finde ich diese Methode in Ordnung, weil es einem auch selbst hilft, bewusster zu sprechen—und bewusstes Sprechen räumt so viele Hindernisse, die zwischen Menschen stehen können aus dem Weg.
Bei so manchem Beispiel geht mir allerdings der Feidl[1] auf: »Die Erde ist eine Scheibe? Ich habe da andere Informationen; lass uns einmal nachlesen.«. Ja, und was steht dann so auf dieerdeisteinescheibe24.de? In vielen Bereichen muss es ein »Das ist falsch weil… « geben, weil wir sonst nurmehr besorgte Bürger erziehen, die in den Standorten von Fastfood Ketten nach entführten Kindern suchen.

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Ist ein alter Hut, aber er passt immer noch: die »Oasen der Ruhe«, die mir mein Therpeut zu finden riet. Jetzt stehe ich schon um 04:30 auf—um 05:00 müsste ich—, was mir bis vor Kirbys Geburt 30 Minuten Stille verschaffte. Inzwischen steht die Frau aber auch auf, und durch ihr Asthma, hustet sie dann eben lang und oft. Und beim Umrühren des Kaffees hebt sie Gruben im Boden der Tasse aus, was durch das Arbeitsgeräusch des Druckers untermalt wird. Vor Kirby fand das im Arbeitszimmer statt.
Auf dem Weg zur Arbeit sind es dann die Leute die nach Zigaretten fragen. Und die kürzlich enstandenen Tourettepatienten, die Sätze wie »IHR SEID DOCH ALLE SCHLAFSCHAFE! MÄÄÄH! MÄÄÄH« rufen.
Dazu habe ich eine Idee: ich bau eine Bombenwestenattrape, und wenn wieder einex die Meinung auskommt, biete ich an, gleich alle in die Luft zu sprengen. Und wenn dex—hoffentlich—seinex Meinung in die Hand nimmt, drücke ich den Auslöser und es spielt irgendein Lied. Kool and the Gangs Celebrate z.B..

Und weil wir gerade bei Hirten sind: Österreichs Blutkonserven waren schon lange nicht mehr so knapp wie momentan. Man brachte Triagemaßnahmen ins Gespräch. Und was sagen die Hirten im professionellen Alltag? »Ha, ich brauch mir um die Teuerung keine Sorgen machen, der Mangel kommt davon, dass man Impflingblut nicht verwenden kann, und mein reines Blut ist Gold wert.«. Ich riet den Gewinn maximal auszureizen, und das gesamte flüssige Gold auf einmal abzugeben.
[Inzwischen] Ein Kinderspital in Österreich begann damit, Operationen abzusagen; in Niederösterreich werden ebenfalls Eingriffe verschoben.

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Eight Billion Genies ist besser als ich dachte. Vom letzten Comic von Charles Soule und Ryan Browne war ich enttäuscht—vor allem nachdem Ryan Browne sich über Kickstarter die ultimative ultimaitve Ausgabe von God hates Astronauts finanzieren ließ; bis er dann draufkommt, dass er ja noch ein paar Ideen dafür hat—, aber das hier ist einmal interessant. Die Geschichte: Plötzlich erscheinen Geister auf der Erde, für jeden Menschen einer, die einem einen Wunsch erfüllen. Wahnsinn bricht aus. Der Plot fokusiert auf eine Gruppe von Menschen in einer Bar in den USA, und wie diese die ersten acht Sekunden nach dem erscheinen der Geister erleben in Heft eins; acht Minuten in Heft zwei; usw.. Die Idee, die Zeit so zu strecken ist gut, weil man somit Progression Raum gibt; man schiebt dem »decompressed storytelling« einen Riegel vor. Ich denke, deswegen gefällt es mir so gut, weil die Autoren sich dazu zwingen, immer schneller zu erzählen. Oder einen Trick haben, den ich nicht kommen sah.
[Inzwischen] Ich muss wohl alles zurücknehmen… Die Beiden haben die Verwurstungsrechte an Amazon verkauft, als Executive Producers. Ich nehme an, das wird Veröffentlichungsverzögerungen mit sich bringen.

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Ich kam endlich dazu, das erste Heft von Daniel Warren Johnson’s Do A Powerbomb zu lesen. Der Tritt einem wieder in die emotionalen Weichteile, und illustriert es in seinem hyperrealen Stil, der die interpretation des beim Wrestling gesehenen für Aussenstehende abbildet.

Szene aus Do A Powerbomb
aus Do A Powerbomb no.1 (2022)

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Die Gruppe an Klienten, die sich in She-Hulk no.4 (2022) fand ich interessant. Das fehlt seit langem, ein Comic in dem Jen Walters wieder primär Anwältin ist. Karnak’s Anwesenheit war ein »Aha?« Moment, dabei war er wegen der Punchline da; was die Figur präzise beschreibt.

aus She-Hulk no.4 (2022)

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Der Soundtrack von Shin Ultraman kam an, und es ist schön, all die klassischen Themen aus der 1966er Serie auf CD zu haben.

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Über Enternainment Earth bekam ich den ersten Blick auf die Filmversion von Doctor Fate—in Spielzeugform. Joaaaaa, das Brustharnisch ist mir zu verschnörkelt, aber die fehlenden Sichtschlitze auf dem Helm sind eine gute Idee—weil Kent Nelson ja oftmals nur seinen Körper hergibt, und Nabu seine Augen nicht benötigt.

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Kirby Antworten sind immer sehr spezifisch; letztens antwortete er auf meine Frage danach, was er denn baue: »Ich baue eine Zelle; aber nicht wie eine im Körper, sondern wie im Gefängnis.«. Und dann ist da ein Haufen Kleinigkeiten, die er vor Ewigkeiten aufschnappete und merkte.
Inzwischen schwimmt er—mit Schwimmscheiben, aber er schwimmt. Als Hydrophober war das ein sehr schöner Anblick.

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Fand diese Schreibtinte: Tesla Coil von Birmingham Pens.
Versand nur in den USA… Höchstwahrscheinlich sollte man auch nur ein dezidiertes Schreibgerät damit verwenden bzw. bei einem Tintenwechsel—nach einer gründlichen Reinigung—nurmehr mit einer Pipette oder Spritze befüllen.

/ 29–Juni – 1–Juli–2022
/ [1] Feidl = Messer; meißt Taschenmesser
/ #journal #schreiben #die allgemeinheit #comics #ultraman #vaterfreuden
/ Bildrechte liegen bei den Urhebern

wohin gehts?

Einer der Liebhaberkollegen—der mit dem Herzproblem—verkündete mit seiner Rückkehr aus dem Krankenstand, dass er ab August in seinem eigenen Unternehmen werken wird. Ich konnte darüber lachen; vor Freude, weil er hart dafür arbeitete sein Unternehmen zu schaffen; aus Schadenfreude, weil der Chef noch sagte »Das schaue ich mir aber an.« als der Liebhaberkollege seine Absicht im Februar ankündigte.
Aber, wo eine Tür zufällt, ist ein Fenster offen; ein ehemaliger Lehrling, der inzwischen in der Welt Erfahrung sammelte, kehrt wieder zurück. In den letzten beiden Jahren brachte ihn immer jeder ins Gespräch wenn es um Neubesetzungen ging, und wurde mit »Er ist kein Elektriker.« ruhiggestellt. Inzwischen wissen wir: Muss er nicht sein. Durch seine Ausbildung ist er dazu befähigt Reparaturen an elektrischen Anlagen durchzuführen, welche von einem konzesionierten Elektriker geprüft werden müssen. Das ist beim Rest der Abteilung ebenso. Es ist schade, dass er als Notnagel zurückkehrt, aber ich freu mich—trotz seiner anstrengenden Art—darauf zu sehen, wo er als Mensch steht, und was er mir alles beibringen kann.

Die Kollegin schlägt sich—meiner Meinung nach—sehr gut. Letztens hatten wir einen Job, der »aus dem Ruder lief«, und trotzdem behielt sie einen kühlen Kopf und handelte nach bestem Wissen und Gewissen. Die Produktion brauchte Gerät, welches wir an dem Standort lagern, und dieses wurde über die Jahre … mein erster Gedanke als ich die Sachen sah war »Jö, das gibts auch noch? Wieviele Generationen an Spinnen wohl darin aufwuchsen?« Es war eigentlich schön, wieder einmal den ganzen Tag zu laufen, und Lösungen zu improvisieren; der Zeitdruck im Nacken machte es unangenehm.
Aber zurück zur Kollegin; die verriet versehentlich ihren Gehalt, und begann damit eine Reihe von Gesprächen zum Thema Fairness. Und ich bin—Überraschung—nicht eindeutig in meiner Position dazu. Dasselbe Gespräch gab es auch, als ich anfing. Wie kommt es, dass Kollege XY sich das Gehalt hart ausverhandeln musste, das mir in den Schoß gelegt wird? In meinem Fall war es der damals Zuständige, der meine Gehaltsvorstellung als »sehr freundlich« bezeichnete, und die Summe erhöhte; die Kollegin spielte das Verhandlungsspiel und gewann. Wenn ich mich echaufieren muss, dann bleibt mir nur der Personalleiter. Der hat Einsicht in die Gehälter, und hätte darauf hinweißen können, dass die Summe dem Gehaltsschema der Abteilung nicht angemessen sei. So kann ich der Kollegin nur gratulieren.
Worüber niemand spricht, ist die Tatsache, dass in den knapp 20 Jahren die ich im Betrieb bin, die Kaufkraft entsprechend nachließ, und man das Gehalt der Kollegin in realisitische Proportionen setzen sollte. Aber das muss man Menschen erklären, die vom Elternhaus ins geerbten Eigenheim zogen und meinen , 1.000 Euro Arbeitslosengeld—ohne Befreiung von Rundfunkgebühren oder Verschreibungskosten—ist zu viel fürs nichtstun. Ob die das Geld ablehnen würden, wenn sie es einmal beziehen können?
Worüber man streiten kann, ist die Tatsache, dass unser Chef nie jemanden für eine Gehaltsanpassung vorschlug. Dieser Prozess ist im Haus anscheined normal, nur redete bis vor kurzem niemand darüber, weil es ja ohnehin in jeder Abteilung stattfand—bis auf Unsere. Nach einem Gespräch mit dem Chef meinte dieser, noch nie davon gehört zu haben, während Kollegen nicht mehr aufhören zu jauchzen, weil sie trotz Kurzarbeit und negativer Bilanz eine Gehaltserhöhung bekamen.
Wie geht man damit um? Ich weiß nicht wie ich das Thema gelassen ansprechen könnte, es geht ja dabei auch um die Wertschätzung meiner Arbeit. Es frustriert mich, explodieren zu müssen um gehört zu werden.
Ich sollte endlich kündigen. Vom ex-Liebhaberkollegen hört man allerdings keine »Nektar und Ambrosia« Geschichten aus »der Welt da draußen«. Nur von zu viel Arbeit, wenig finanziellem Dank und Leuten, die nach dem ersten Arbeitstag eine Tankstelle überfielen.

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Kirbys Gehör wird nicht besser. Der Operationstermin rückt zwar immer näher, ist aber noch soweit entfernt. Noch weiter, seit wir einen Unfall hatten. Kirby war mit dem Rad unterwegs, blieb nicht auf dem Gehsteig stehen—wir haben da eine Regel: er überquert eine Straße erst, wenn er dafür unser OK bekam—, ein Taxifahrer schien ihn beim abbiegen nicht bemerkt zu haben, und Kirby blieb mit dem Rad an dessen Heck hängen. Ich zog Kind und Fahrrad von der Straße. Kirby war nur geschockt. Der Zufall half mir in Form einer bekannten Pädagogin, die in der Nähe war, und Kirby mit einem »Trick« aus dem Schock holte. Der Taxifahrer kam ebenfalls zu uns gerannt, und wollte uns unbedingt ins nächste Spital fahren. Da wir in der Nähe eines Spitals wohnen, und Kirby keinen Kratzer aufwieß und aufmerksam war—»Bin ich in dein Auto gefahren?« fragte er den Fahrer.—lehnte ich danken ab. Aber wir tauschten Nummern aus, der Fahrer wollte wissen, wie es weiterging.
Den Rest der Strecke fuhr Kirby dann vorbildlich. Tags darauf war er wieder unkontrollierter unterwegs. Es ist schwer, ein Gleichgewicht in »der Leinenspannung« zu finden.
Z.B. schlägt er die Frau, wenn ihm eine ihrer Entscheidungen nicht passt. Er zeigt danach zwar Reue und entschudligt sich, aber die Impulskontrolle fehlt ihm. Also verräumten wir letztens ein paar Spielzeuge, bis er sich wieder beruhigt. Wir versuchen, bedürfnisorientiert zu erziehen, aber im Kindergarten hört man nur »Es passt eh alles.« und wenn man versucht eine Kausalitätskette für seine Emotionen zu finden hört man nur »Weiß ich nicht.«. Aber was erwarte ich auch von einem Kleinkind? Erwachsene brauchen dafür auch Zeit. Da spielt meine Furcht davor mit, zu versagen. Zum Glück reagierte ich nach dem Unfall nicht mit lautem Tadel, sondern mit »Na servas, was ist denn da passiert? Haben wir uns jetzt beide erschreckt, gö? Tut dir etwas weh? Gut, dass du einen Helm aufhattest. Du hast mich wohl nicht gehört. Jetzt wissen wir, warum wir vor der Straße warten.«
Am Folgetag war ich auf dem Spielplatz vorsichtiger im Umgang mit ihm als sonst, was die amwesenden Mütter amüsierte.

Kirby merkte sich, dass Bärentierchen-artige Organismen auf uns Leben, und nachdem er erfuhr wie Kopfläuse funktionieren fragte er »Und die anderen Monster in unseren Haaren lassen wir in Ruhe?«. Es dauerte bis mir dämmerte, worauf er sich bezog.

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Wenn man die USA als »Leitmedium« des Westens betrachtet, wurde einem ja bisher schon schlecht, aber nun, wo auch noch das Recht auf Abtreibung vom Supreme Court abgesetzt wurde, weiß ich nicht mehr wohin mit allem. Denn in Europa erodierte der politische Boden ebenfalls, und momentan sind wir einen kalten Winter davon entfernt, dass die Lawine—offiziell—rechts abrutscht, und wir die Gesellschaft mit dem neoliberalen Mantra »Der Markt regelt sich selbst.« durchkämmen, mit den Menschen als Ware.
Wen wunderts, der Vatikan sieht in der Kriminalisierung von Abtreibung ein Urteil mit großer gesellschaftlicher Bedeutung. Der war aufgelegt[1].

Und weil wir gerade bei der Klientel sind: Wo sind die ganzen besorgten Bürger jetzt, wo es um Energiepreise und Mietsteigerungen geht? Mit freien Chakras kann man wohl problemlos frieren, und der Feng Shui trug einem die Summe, die man zum Ausgleich der Inflation braucht zur Tür hinein?

/ 24-26–Juni–2022
/ [1] Gerade der Verein, der synonym für den Missbrauch von nicht Abgetriebenen steht.
/ #journal #vaterfreuden #die Allgemeinheit #professioneller Alltag

die Ruhe

Die letzten Tage verbrachte ich alleine—wenn ich zu Hause war. Die Ruhe war befreiend. Ich genoß die Einsamkeit, die Unerreichbarkeit.
Am Arbeitsplatz hatte ich Dienst mit einem Liebhaberkollegen. Nach zwei Tagen störte mich seine Präsenz. Beim Atmen klickt dessen … da klickt etwas; und dauernd muss er etwas essen das knirscht oder kracht.

Mein Bruder ist inzwischen in seiner letzten Entwicklungsstufe angekommen: er spricht jetzt nurmehr davon, das alle Anderen deppat sind, und er ja der Edelste ist, weil er sein Unternehmen am Laufen hält. Sonst wäre er ja schon Kalif an Stelle des Kalifen.

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass es Menschen gibt die gerne alleine sind? Wieso meint man, Menschen wie mich »zu ihrem Glück zwingen« zu müssen?

/ 2022-Mai-9
#journal

es ist vorbei?

:: Druck ablassen ::

Seit gestern—da wurde die Impfpflicht gegen Sars-Cov2 ausgesetzt—feiern sich die Berufsempörten als Retter der Freiheit, und Andere behaupten, in ihrer Meinung, dass Covid19 ohnehin nie ein Problem war, bestätigt.
Als Kontrast dazu rief uns heute jemand von vom Kinderspital* zurück, um uns zu sagen, dass wir am besten eine gepackte Tasche bereithalten. Denen kocht das Arschwasser wegen der Covid19 Fällen—sowohl bei den Patienten als auch beim Personal, deswegen machen die kleinere Eingriffe nun spontan … wird ein Traum Kirby zu vermitteln, dass er nun kurzfristig in Vollnarkose gelegt wird, damit er die Öffnung seines Körpers nicht mitbekommt.

Bei einem Kollegen arbeitet sich das Virus momentan durch die Familie, mit Symptomen, die von »nicht wahrnehmbar« bis »drei Wochen Bettruhe, und dann drei Wochen regenerieren« reichen.
Und heute erwischte es einen Kollegen der Frau, welcher bereits im letzten Jahr vier Monate mit Delta tanzte.

Und als wäre das alles nicht genug… Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland + die ohnehin hohe Inflation = da ist ein großer Haufen Scheiße in Arbeit, und wir sitzen im Porzellan…
Wir sahen heute die ankommenden Flüchtenden am Hauptbahnhof; man sieht die Kinder und spürt die Ohnmacht, wie eine Wand im Kopf. Alles Gedenken, protestieren und Häuser anstrahlen ändert nur nichts… Und wie wird es mit der Solidarität ausschauen, wenn z.B. der Sprudel einen Fünfer pro Liter kostet? Oder die Supermärkte leer sind? Geht man dann wieder auf die Straße? Demonstriert man dann dafür, die Lager der Reptiloiden ausgehändigt zu bekommen?

* Spital = Krankenhaus

/ 2022-Mar-10
#journal  #die allgemeinheit

»Papa, erklär mir…«

Kirby fragte »Wieso bin ich hier geboren worden?«
Das ist einer der Momente in denen man es wie im Film machen möchte: in die Weite hinter dem Gesprächspartner zeigen und »Erkläre ich Dir gerne; aber WAS IST DAS?!« sagten, und die Verwirrung zur Flucht zu nutzen.
»Uhm, ahn, ähhhhh, öhhhhh … also, es ist wie beim spielen. Man würfelt, und dann kommt man wohin.«
Er akzeptierte diese Antwort. Aber bis zur Bestätigung—der Beginn einer anderen Tätigkeit—verging mehr Zeit als üblich. Ich wartete darauf, dass etwas wie »Aber was haben ungeborene Menschen getan, um z.B. in einem indischen Steinbruch geboren zu werden, um die Schulden des Urstrumpfonkels zu tilgen; was auch zu deren Lebenszeiten nicht geschen wird?« als Bonusfrage nachkommen würde.
Da könnte ich mir in der Wartezeit Gedanken darüber machen.

/ 2022-03-1
#journal  #vaterfreuden