Man fängt mit den Augenbrauen an

NHK veröffentlichte eine neue Episode Manben — eine Sendung in der Manga Zeichner Naoki Urosawa Kollegen über die Schulter schaut, und sie zusammen über den Prozess reden. Da gab es länger nichts Neues zu sehen, und jetzt kommen sie gleich mit Yasuhiku Yoshikazu daher. Sein Name sagte mir erst nichts, bis man Gundam erwähnte — da brannte zwar die Kerzenfabrik ab, aber das war schon alles, was ich von ihm kannte. Ich würde aber gerne ein paar Sachen von ihm lesen, weil mich der Zeichenstil an die ersten paar Mangas erinnert die ich in die Hände bekam.

Beim Gedanken daran, wie der Mann zeichnet, klappt mir der Mund auf: er denkt über das Layout nach, zeichnet die Paneele, und dann wird freihändig gezeichnet. Und der Prozess ist in dem Fall mit einem Bühnenmagier[1] zu vergleichen, der bei Saallicht und voller Bühnenbeleuchtung das Publikum auf die Bühne bittet, und ihnen dort seine Nummer vorführt, während er erklärt wie der Trick funktioniert. Das Publikum jedoch, ist durch das gezeigte Geschick und Erfahrung so fasziniert davon, was da gerade passiert, dass es trotzdem unglaublich wirkt.
Als Comicleser vergesse ich oft darauf, wie viel Erfahrung und Arbeit in einer Seite steckt; oft nicht nur von einer Person.

[1] Bezeichnet man die Zunft nun als Illusionist? Magier? Zauberer?

Ruhe bei der Arbeit

In den letzten Tagen schien mir, als sei Hektik Wert der Allgemeinheit gestiegen.
Hier etwas zum beruhigen: Pizza Toast.

Der Craig Mod filme einen seiner favorisierten Pizza Toast Macher und bereitete es künstlerisch auf. Und ich mag es, Menschen bei etwas zuzuschauen, dass sie gut können und einmal keiner erklärt was los ist.
Und beim kochen ist dies nicht immer möglich.

Herrscher der Ruinen

[ Tish Murtha’s Fotografie ]

Die Schwiegermutter borgte mir ein paar Fotobücher, darunter Tish Murtha’s Elswick Kids.

Bildrechte liegen beim Inhaber

Auch wenn weres eines der „heitereren“ Bücher in der Reihe von Fotobüchern, welche ihre Tochter veröffentlichteb ist, steckt darin ebenfalls das postapocalyptische Bild, guguvdas in Youth Unemployment allgegenwärtigdz ist.

Murtha vdokumentierte in den 80er Jahren die Ergebnisse der britischen Politik. Würde man es nicht besser wissen, könnte man meinen der zweite Weltkrieg wäre seit ein paar Tagen vorbei, und nur ein paar Jugendliche und Kinder wären übrig geblieben, welche sich die Ruinen zurückerobern.
Elswick Kids ist zwar im Ton rein wenig leichter, doch weiß man als Leser wie die Geschichte verlief.
Es erscheint mir aber auch, als würden die Fotos die Gegenwart—zumindest eine, welche immer wahrscheinlicher wird—zeigen.

Die Bücher—Youth Unemployment, Elswick Kids und Juvenile Jazzbands—waren leider nur per Crowd Funding erhältlich. Außer man hat Glück und findet ein Gebrauchtexemplar. Wie meine Schwiegermutter.

Ein Teil der Arbeiten von Tish Murtha sind auf ihrer posthumen Webpräsenz zu finden.

Masters of Comicbook Art

Seit einer Ewigkeit auf meiner Liste, habe ich mich endlich hingesetzt und die Dokumentation geschaut[1].
Harlan Ellisons Jacke ist den Eintritt wert. Leider ist das Jack Kirby interview nicht eines seiner besten[2].
Dafür gibts Frank Miller mit langen Haaren.
Will Eisner und Bernie Wrightson leben nicht mehr.
Bei Dave Sim[3] darf man vorspulen.
Neil Adams hat noch keine Vorträge über die „hohle Erde“ Theorie gehalten…


[1] Masters Of Comicbook Art –youtube.com
[2] Prisoners of Gravity: Jack Kirby –youtube.com
Puh, da sind auch ein paar visuelle Gustostückerl drinnen: Kevin Eastman mit Schnauzer z.B.. Wird spannend wie Kirby – mein Kind – einmal über meine Behaarung denkt.
[3] The Merged Void –theabsolute.net