7mar20

Zu Kirby’s Liste an Fähigkeiten hat sich neben Lichtschalter betätigen und Türschnallen in geeigneter Höhe manipulieren, „Hüpfen“ gesellt. Und wie immer freut man sich zuerst über den Fortschritt, und denkt dann über all den Blödsinn nach, den man damit anstellen kann.
Man vergisst schnell: Dass Fundament des Menschen ist ein Kind.

Ausgeliehen

Während ich meine Schulbidung vermittelt bekommen habe, hat man uns die lokalen Büchereien schmackhaft gemacht. Bücher sind damals nicht meines gewesen—als ich aber über die Verwandschaft aus dem fernen Berlin erfahren habe, dass man dort auch Comics ausleihen kann, hieß es: Ab in die Bücherrei!
„Solchen Schund kannst aus der Trafik[1] holen.“ hat es dann dort geheißen.

Vor ein paar Wochen hat die Frau eine Mitgliedskarte für Kirby gelöst. Seine Bücherregale sind zu gut befüllt, und die städtischen Büchereien haben eine gute Auswahl an Büchern die unseren und seinen Geschmack treffen, also habe ich den Büchereien eine Chance gegeben—und weil ich durch online abfragbare Datenbanken nicht mehr mit Menschen interagieren muss, die meinen Geschmack kommentieren, sondern nur Null oder Eins sagen.
Und siehe da: Es ist sehr oft Eins gesagt worden.
Ich überlege im Moment die Donjon[2] Reihe zu lesen, und die sprengt sowohl unseren finanziellen Rahmen, als auch unseren Lagerplatz—aber man kann es sich aus dem lokalen Büchereien ausleihen. Dasselbe gilt für ein paar Mangas die sich interessant anhören, aber für einen Test hoch bepreist sind. Ich habe komischerweiße nicht nach englischen Ausgaben gesucht. Die sind meist billiger (produziert).

an die Wand

Das erste Mal in meinem Leben möchte ich ein—eigentlich zwei— Poster bei Mondo kaufen. Die haben mit exklusiven Postern zu Filmen begonnen—ist es ausverkauft, ist es vorerst ausverkauft—und inzwischen gibts Spielzueg und Pins auch.
Jedenfalls haben die ein Galactus[3] und ein Silver Surfer[4] Poster, die meinen Geschmack entsprechen.
Aber wie oben erwähnt, es mangelt.

Vaterfreuden

Ich träume halt auch davon, das Kirby die Sachen einmal mit mir betrachtet, und vielleicht eine Jota der Freude empfindet, die sie mir bereiten. Er wird seine eigenen Erfahrungen machen, und seine eigenen Hobbies finden.
Ich freue mich schon darauf, wenn er voller kindlichem Enthusiasmus davon erzählt, und ich mein Bestes gebe um so zu tun, als würde ich seiner Erzählung folgen können. Und als Jugendlicher wird er dasselbe praktizieren, wenn Papa Ihm etwas erzählt.
De Söööööörkel! De sörkel of leiiiiif!

Kinder, wie die Zeit verwebt

Loom[5] ist 30[6].
Nur erinnere ich mich eher an die Zeit die ich mit Brüderlein fein und dem großen Weißen beim Spielen von Loom verbracht habe, als an das Spiel selbst.
GOG[7] möchte 5,49 Euro dafür[8]—hätte ich damals blos aufgepasst anstatt menschliche Nähe über digitale Unterhaltung zu stellen.


fußnoten

[1] Trafik = ich denke im Rest der deutschsprechenden Welt kennt man es als „Kiosk“—nur das Trafiken ursprünglich nur Tabakwaren verkauft haben.
[2] Donjon (Comic)
–de.wikipedia.org
[3] Fantastic Four – Galactus screenprinted poster
[4] Fantastic Four – Silver Sufer screenprinted poster
–mondoshop.com
[5] Loom (video game)
–en.wikipedia.org
[6] 30 Jahre Loom – Töne, die die Welt veränderten
–deutschlandfunk.de
[7] GOG.com
–en.wikipedia.org
[8] Loom™ on GOG.com
–GOG.com

13feb20

Psychosomatik

Spannend, während meines gesamten Krankenstandes hat sich mein chronisches Darmleiden nicht einmal so stark gemeldet, wie nach meiner Rückkehr in den professionellen Alltag.
Andererseits, mein Körper ist in der Zeit auch mit anderem beschäftigt gewesen.

am Puls der Zeit

Puh, da steht ganz schön viel Frust bei mir an, nur weil ich Donjon lesen möchte, und keinen Platz dafür habe.
Ein virtuelles Warenhaus hat ein Comic aus meiner Wunschliste zu einem guten Preis angeboten, und da habe ich zugeschlagen. Als ich das Druckwerk in Händen hielt, habe ich mich wieder daran erinnert: Wieso verweigern so viele Verlage und Kreative den digitalen Markt?
Mit passiert das recht oft, dass ich Kreative frage, ob sie Ihre Werke auch in die europäische Alpen versenden würden; und darauf bekommt man oft ein „Nein, das ist zu viel Aufwand.“ Und obwohl sie digital arbeiten, stellen sie kein PDF—natürlich gegen Bezahlung—zur Verfügung. Aber in den sozialen Medien wird fest das Bild, des hart arbeitenden Künstlers vermittelt, welcher einen Gehörschaden vom lauten Magenknurren hat.
Ich bin mir sicher, dass die Möglichkeiten für einen internationalen Versand z.B. in den USA nicht so zahlreich sind wie lokal. Nur sind wir im Druck inzwischen in einem vollends digitalen System angekommen; selbst handgezeichnetes wird digitalisiert an einen Drucker weitergegeben bzw. tuschegezeichnet und/oder koloriert.
Bei Verlagen habe ich da gar kein einsehen. Meine Regale sind voll. Gedruckt kaufe ich nurmehr die Titel, welche mir am Herzen liegen und ich zahle ohnehin bereitwillig den gleichen Preis für die digitalen Hefte der großen Superheldenverlage, ich zahle von mir aus auch 1:1 für andere. Es ist einfach frustrierend wenn gerade diese Verlage gegen Scans mobil machen.

Vaterfreuden

Kirby hat versucht, die präparierten Tiere im Museum zu füttern.
Seine Verabschiedungen sind an Freundlichkeit nurmehr schwer zu überbieten. Auch wenn er mir oft auf die Nerven geht—im Moment findet auch wieder einiges an Entwicklung statt, was Ihn verunsichert—, in den Moment möchte ich Ihn mir schnappen, und weiter mit Ihm blödeln.
So wie es scheint, hat er sich auch in der Kindertagesstätte gut eingewöhnt. Über die kommenden Monate kommen noch Kinder aus den diversen Spielgruppen nach, vielleicht kann er diesen bei der Gewöhnung helfen.

Zwangsbeglückung

Eigentlich wäre das etwas für die Rubrik Vorbeigelaufen, aber die Idee zipft mich derart an:

Pro und Kontra: Schulskikurs als Pflicht
|derstandard.at

Und wenn die Zahl der hiesigen Hundskicker die Schmerzgrenze übersteigt, gibt es verbindlichen Fußballunterricht? Oder die Stadien nicht mehr entsprechend ausgelastet sind. Die tägliche Turnstunde ist nicht machbar, aber eine Woche von der Schwerkraft ins Tal ziehen lassen ist selbstverständlich machbar. Und das Argument „Österreich ist eine Skination“ offenbart einem wieder auf welcher Welle die Idee angespült wird. Da wird sich dann wieder der Vaterlandesmob mit viel Holodaro gegenseitig die Schultern wundklopfen, weil sie das Abendland gerettet haben; der Kassenarzt kann ihnen nach dem Skiunfall aber nurmehr ein nasses Stück Holz und die Knochensäge anbieten. Den so eine Skiausrüstung ist nicht billig und die Krankenkassen leer[1]. Aber die Message Control des Ferengi wird uns schon erklären, wieso es zu unserem Vorteil ist.


vorbeigelaufen

Die Rückspultaste ist eine Art Nostalgiepodcast. In der Episode die ich unten verlinke, wird einem Einkaufszentrum in der Stadt Lüdenscheid gedacht. Zu Beginn habe ich gedacht, das wird zu fad zum stinken, aber der Enthusiasmus und die Arbeit, welche in diese vier Stunden lange Episode geflossen sind, haben mich beeindruckt. Ja, es gibt Längen, dafür hat man Smart Speed und variable Abspielgeschwindigkeit erfunden; aber während der ganzen Episode bin ich an die Einkaufszentren meiner Kindheit erinnert worden. An die Faszination, welche diese Orte auf meinen Bruder und mich gehabt haben.
017: Jäger des verlorenen Centers
|rueckspultaste.de


fußnoten

[1] Neuer Gesundheitskasse ÖGK droht fettes Minus
|derstandard.at