166 :: verstörende Klänge

An einem Standort gab es einen Stromausfall—beim der Wiederherstellung des Ursprungszustands hatte sich einiges von der Beleuchtung verabschiedet. Wir sollen das in Ordnung bringen. Das hatten wir flott erledigt—mussten aber feststellen: drei Monate reichten aus, um die einstige Flexibilität eines menschlichen Körpers merklich zu mindern.

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Abends war ich alleine mit Kirby. In den letzten Monaten hatte ich diese Situation zwar oft, einen Gewinn an Sicherheit kann ich trotzdem nicht verzeichnen. Zum Glück lässt das Kind einen gut aussehen.
Bis zum erreichen der endgültigen Bettschwere dauerte es eine unüblich lange Weile—in der ich oft eingebüselt bin—, aber ich hatte viel gesungen. Vielleicht fand er dies verstörend.

vorbeigelaufen:

Hat man den Verschwörern erklärt, dass sie anderen Gs ihnen die Theorien ins Endgerät bringen?
5G und Corona: Peruanische Bauern nehmen Antennentechniker als Geisel

Leider wahr: Ethikunterricht: Dekane fordern Theologie als Bezug

166-2019 | 166-2018

#185-2019

die Allgemeinheit | Fantasiefreunde | Politikversoffen

Ich bin nicht gut aufgelegt. Liest sich alles heute entsprechend.

Zum Wandel der Gesellschaft sind mir gestern zwei Sachen aufgefallen:
Parallelgesellschaften sind schon längst etabliert. Klar Staatsverweigerer usw. ohnehin, aber auch Andere. Da gibt es Kinder die mit 10 Jahren noch keinen geraden Satz in der Landessprache zusammenbekommen, weil sie das auch nicht müssen. Im Gespräch lernt man: da gibt es private Bildungseinrichtungen welche auf die Diaspora zugeschnitten sind. Ebenso soziales Umfeld. Und das sind die dritten Generationen aufwärts. Aber 2015 sind nur die bösen Terrorfetischisten eingeschleust worden, um den Teufel im Westen von innen zu stürzen und die Sozialtöpfe auszuschlecken.
Auf der Fahrt nach Hause ist dem Medienwiedergabegerät die Energie ausgegangen. Im Wagon ist eine junge -ich denke sie ist- Muslima gesessen und hat sich laut am Telefon über eine Bekanntschaft unterhalten; durch fehlende Beschallung war es mir unmöglich dem Gespräch nicht zu folgen. Und eigentlich war es ok; die hat ein Mädchen kennengelernt mit der sie sich gut versteht und davon geschwärmt. Und ich habe noch „Jö, schön zu hören dass sich Leute kennenlernen und gut verstehen.“ gedacht. Aber dann ist ein Satz gekommen, bei dem es mir die Zehennägel aufgerollt hat.
„Aber ich darf keine Freundschaft beginnen; denn sie ist Christ.“
Wenn junge Menschen so denken bzw. eventuell wegen sozialen Druck so handeln, ist es egal ob wir die Umwelt schützen und Impfen gehen.
Oh, mein Toastbrot sieht aus wie Jesus, der Martin Luther an die Tür einer Kirche nagelt; ich muss kündigen weil mein Chef Protestant ist. Und was mache ich erst mit meinen japanischen Bekannten; den Shinto Heiden? Bei denen ist ja jeder gottlose Brösel beseelt.
Am besten ist: zu Hause einsperren. Die Gratis Zeitungen informieren einen ausreichend darüber wer den feschesten Popsch hat und das Internet erklärt mir, wer die Bösen sind. Nur nicht die Medien, die machen nur fehg news. Mit denen wollen sie die Wahrheit wegkehren; also uns. Denn wir wissen ja was stinkt. Mhmm.

Bei meinem Glück treffe ich heute noch meine Nachbarin. Die wird mir wieder erklären wollen wie Kirby von der Privatisierung des Trinkwassers profitieren wird.

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Und bevor mir einer wieder deppat über die lokale Politik in Österreich redet: Spannend wie einig sich die Regierung im Norden zu manchen Themen ist[1].

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fußnoten