Dekoration

[ journal ]

Im Spamordner fand sich eine spannende e-Mail — spannend weil kreativ. Der Absender interessiere sich für die Rechte an meinen Fotos zur Vervielfältigung, um sie im Zuge der Renovierung eines Hauses dort aushängen zu können.
„Na sicher Schatzi.“, dachte ich, „Und um in deinem Katalog zu kommen brauchst du einmal eine Lizenzgebühr und ein Nacktbild und eine Stuhlprobe.“
Damit landete das Ereignis im mentalen Rundordner.

Abends fragte mich eine Internetbekannte, ob ich eine e-Mail mit der Frage nach einer Weitergabe für die Rechte meiner Fotos erhielt. Das machte mir Angst. Was trat ich mir da ein, als ich leichtsinnig eine vermeintliche Spam e-Mail auf meinem Mobilgerät öffnete?
Es stellte sich heraus, dass die Nachricht von Ihrem Lebensgefährten stammte. Die renovierten deren Haus, und sind nun dabei die Wände zu verschönern. Er würde sich eines auch gerne am Arbeitsplatz aufhängen, und war deswegen im professionellen Modus, als er die Nachricht formulierte. Was sie in den Spam Ordner führte, kann ich bis jetzt nicht nachvollziehen.

Es „kam noch nicht“ bei mir an, dass sich jemand — auch wenn ich die Personen kenne — meine Fotos an die Wand hängen will. Vier gleich…

Fotos

Drei Filme habe ich zum entwickeln gebracht.
Bei einem bin ich nach dem entfernen der Filmspule aus der Kamera festgestellt: Kameradeckel defekt; da wird wohl ungewollt belichtet worden sein.
Eine ist einfach zu alt gewesen—20Jahre.
Die dritte Rolle—Agfa Vista 400—ist „etwas geworden“.