eins, zwei…

Zuerst muss ich mich für meine Oberlehrer-artige Art entschuldigen. Die kam in den letzten Tagen wieder stärker bei mir durch.

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Es fanden ein paar Jobs deren Weg auf meinen Kalender. Nichts mit denen man „Geld verdient“, aber es sichert fürs erste meine Anstellung. Und blockiert die Tage so, dass ich keine Zeit für die Familie habe. »Wir sind ein Familienfreundlicher Betrieb…»

Die Abschaltungen liefen nicht so gut wie erhofft. In einem Fall zerriss es die Stützbatterien der Steuerung—was wir durch den Lärm allerdings nicht hörten. Da wird es ein Wiedersehen geben.

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Kirby’s Kindergarten Ist inzwischen zum „Normalbetrieb“ zurückgekehrt. Allerdings—und dieser Umstand prägt momentan die Gesamtheit der Kindergärten—gibt es einen Mangel an Personal, was zur Schließung einer Gruppe in dem Haus führen könnte—diese Vorgehensweise ist momentan im Gespräch. Falls dies geschieht, wird die Geschichte rund um die Unterbringung der Kinder eine Spannende; auch wenn die Dichte an Kindergärten hoch ist, was wenn man sein Kind z.B. nicht bei einer Einrichtung mit esoterischem Unterbau betreuen lassen will?

Kirby überstand die Feuchtplattern gut. Momentan sind die Krusten am abfallen.
Es ist spannend zu sehen, wie er sich entwickelt. Inzwischen tratscht er mit einem, erzählt einem seine Bücher, wir spielen viele Rollenspiele—Feuerwehreinsätze, Eisherstellung, Tierpflege, Kochen, Kinderpflege, Arbeiten—; Er „legt“ mir immer Sachen hin, von denen er weiß, dass ich sie nicht esse. Vielleicht wirke ich so „normaler“ für Ihn.

Er belichtete eine Rolle Film. Schauen wir einmal ob ich Zeit habe, sie zu entwickeln, oder ob ich das machen lasse.

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Innerhalb weniger Tage verbschiedeten sich meine beiden Kameras.
Der Fokusmotor der Ricoh GR blockiert, dadurch kann das Objektiv sich nicht mehr bewegen. Eine Reperatur wäre möglich, die Wirtschaftlichkeit dieser steht auf einem anderen Blatt. Der Techniker meinte, wenn man die Dinger einmal offen hatte, lädt man sich damit immer neue Fehler ein.

Und bei der Yashica Electro 35 GTN brach das Objektiv ab. Während Film geladen war. Nun habe ich eine Sammlung an Blenden- und Veerschlusslamellen…
Ich denke darüber nach, die Kamera zu spenden—der Messsucher und der Lichtmesser funktionieren noch. Wenn jemand eine Reperatur braucht, sind zumindest Ersatzteile vorhanden.

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Beim Umbau des Dunstabzugs im Badezimmer stieß ich auf ein Problem mit der Unterbringung der Kabel. Viele Schwierigkeiten zeigen sich erst, während man am werken ist. Eine Lösung hätte ich bereits im Sinn, warte nurmehr auf ein Teil, in welches ich den Abzug selbst einsetzen, und die alte Verkabelung darin „verstecken“ kann. Der Abzug in seiner jetzigen Form bietet nämlich nur genug Platz für eine Garnitur Anspeisungen, während mein Umbau Platz für eine Zweite benötigt. Für den Abzug gibt es einen „Dekoring“ welcher einem ein wenig Platz verschafft, den die Firma allerdings nicht mitliefert—also bestellte ich den Teil auf eigene Faust, bevor ich wieder einmal um die Gunst der Hausverwaltung buhlen muss…

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Der Untertitel Szene für Tokusatsu Serien stellte Toei eine Mauer in den Weg. Eines der großen Portale erhielt eine Unterlassenserklärung und zog daraufhin erst einmal alle Kamen Rider und Super Sentai Episoden ab. Einen Tag später zog ein weiteres Portal ab.
Zur Erklärung, beide Portale nehmen die Sendungen auf, versehen sie mit englischen Untertitel und vertreiben sie dann, ohne dafür ein Entgelt zu verlangen—lediglich eine Spende zur Erhaltung der Infrastruktur. Eine rechtliche Grauzone, welche von Toei bisher geduldet wurde, weil es den Merchandiseverkauf in den letzten Jahren ankurbelte.
Nun wartet man, ob andere Produktionsfirmen ebenfalls ähnliche Post versenden. Es wäre rechtens, es wäre aber auch schön, wenn wir Zugriff auf die Sendungen bekämen, natürlich gegen Währung. Netflix kauft/produziert sonst auch jeden Dreck der bei Drei nicht auf einem Baum sitzt.

In letzter Zeit schaute mich durch die neuzeitlichen Gamera Filme—bis auf den dritten, da fehlt die blu-ray—, Shōwa Ära Godzilla Filme. Die Return Rebirth of Mothra Sachen stehen als nächstes auf der Liste.

:: journal ::
• Feuchtplattern = Windpocken
• Tokusatsu = japanische special effects Serie/Film; z.B. Godzilla
• die Shōwa Ära umfasst den Zeitraum zwischen 1926 bis 1989 in der japan von Kaiser—nona—Shōwa regiert wurde.
Dem folgte die Heisei Ära. welche 2019 von Reiwa abgelöst wurde.
Mothra | wikipedia.org
Gamera | wikipedia.org

im Kohlekeller

Bekam ein paar zusätzliche Wartungsdienste gebucht. Nix großartiges, einmal Bereitschaftsdienst für den Fall, dass den Servicemenschen etwas elektrisch in die Quere kommt; das andere Mal kappe ich die Stromzufuhr des Gebäudes, und protokolliere das Verhalten der Sicherheitsanlagen. Und dann gehe ich nach Hause—nachdem das Haus wieder am Netz hängt natürlich.
Man versucht uns momentan darauf einzustimmen, dass wir im kommenden Jahr unsere Meldezettel auf die Firma ausstellen lassen sollten. Jeden Tag zumindest eine Buchung für Jeden. Ich fürchte, damit wird auch eine weitere Änderung unserer Betriebsvereinbarung erfolgen. Ich unterhielt mich lange mit einem Liebhaberkollegen darüber. Wir erkannten dabei Beide unsere Schwächen: ich bin ein Schwarzmaler, Er ist zu naiv. Im November wird er zum zweiten Mal Vater, und pocht auf Karenz. Beim ersten Kind ist er beinahe an einer Verwarnung vorbeigeschrammt, während ein Krawattenständer in der Saison drei Monate bei seinem Kind blieb.

Mein Chef plant momenatn zu kreativ. Ich wurde für einen Dienst gebucht, zu dem ich gar nicht pünktlich erscheinen kann, soll mir deswegen aber keine Sorgen machen.
Und wenn der Kunde ankommt und miich fragt wo ich in der Zeit zwischen geplantem und tatsächlichem Eintreffen war, wer macht sich dann Sorgen? Mein Chef bat mich deswegen zu einem Gespräch. Im Kalender steht noch kein Termin.

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Kirby hat die Freuchtplattern hinter sich. Vom Kindergarten hörten wir noch nichts, und die anderen Eltern hüllten sich in den letzten Tagen ebenfalls in Schweigen.
Die Frau nutzte die Quarantänezeit und Ihren, sowie den Impfstatus der Anderen aus, um Ihre Großeltern mit Kirby zu Besuchen. Sie blieben gleich über Nacht dort. Dass Kirby noch Zeit mit einem Teil seiner Urgroßeltern verbringen kann, und diese fit genug sind, um sich aktiv mit Ihm zu beschäftigen freut mich.

Dabei fiel mir das Foto ein, dass ich von Kirby und meiner Großmutter machte. Auf dem Foto sieht es aus, als würden die Beiden ein Gespräch miteinander führen. Beim betrachten erinnerte ich mich daran, dieses Foto nicht nur geschossen zu haben, entwickelt wurde es ebenfalls von mir.
Während eines Gespräches mit meinen Eltern, sprachen wir über meine Großmutter. Das war eine Frau die den Satz »Mach was, oder werde gemacht.« lebte. Und bei der Erkenntnis erkannte ich: Stolz war Sie wohl nicht auf mich. Den Satz kann man nur schwer mit mir assozieren. Aber der Einstellungsunterscheid lag wohl auch daran, dass sie zu Beginn des zweiten Weltkriegs auf die Welt kam, und als die Befreier vor der Tür standen damit beauftragt wurde, die Kinder in Sicherheit zu bringen. Und ich denke, dass hat Sie Ihr ganzes Leben lang gemacht, Leute in Sicherheit gebracht.
Als Sie noch lebte, und mich fragte wie man denn am besten Dinge zu Ihrem Patenkind nach Afrika bringen könnte, ohne dass Dinge verschwinden, dachte ich mir sie wäre naiv. Aber nein, Sie war getrieben. Da war jemand, dem Sie helfen konnte, und Sie schöpfte die Möglichkeiten aus.
Wieso müssen die Leute erst sterben, damit man ernsthaft über sie nachdenkt? Das Wort das mich in diesem Fall beschreibt heißt „Empathiebefreit“.

»Es wird Zeit wieder einmal mit meinem Bruder zu sprechen.« dachte ich mir.
Ich musste das Gespräch abbrechen.
Mir werden die Beschwerden zu viel. Das momentan Übliche. Er lässt sich nicht Impfen weil—also eigentlich schon, aber nicht im Betrieb, weil dort geht das keinen etwas an usw.. Und der Virus ist schon interessant, der muss ja gebastelt worden sein, weil er sich so gut an den Menschen anpasst. Und sicher ist das gefährlich aber…
Ich kann mir das nicht mehr anhören. Wir leiden auch noch an Schnupfen, der kommt wahrscheinlich auch aus dem Labor. Da gibts den einen Perversen mit Nies Fetisch bei den Illuminaten; mit 5G kann der dann alle Kameras in Echtzeit anzapfen und den Leuten beim Niesen zuschauen; und es gibt keine Heilung—auch nicht für ihn, der wird aus der Lust nicht mehr rausfinden und vor seiner Monitorwand verhungern. Und das Familie Gates die Scheidung einreichte ist ja logisch; der Bill hockte ja nurmehr bei seinem Kollegen hinter der Sneeze Cam. Aber für die brauchte er eine stabilere Internetgeschwindigkeit, ließ deswegen die Chinesen den Virus entwicklen und verbreiten, und jetzt verdient er mit der Impfung, baut die Leute in 5G Hotspots um, und kann Musik—verlustfrei—auch im Kohlekeller hören.
Manchmal braucht man eine Erinnerung daran, wieso man sich von manchen Menschen entfernte.

wie beschissen?

Jan Böhmermann verlautbarte folgendes:

boehmermann-ankuendigung

Nach der Sendung war ich erst darüber enttäuscht, dass es morgen wohl kein politisches Erdbeben wie nach der Wiederverinigung der Vengaboys geben würde—jedoch wurde mir bewusst: ich höre die Einschläge, aber es wurden Alltagsklänge.
Die Heisln gewinnen—und ich habe keine Idee wie man ihnen ein Bein stellen könnte.

Heisl = Klo, in Bezug auf Personen als „menschgwordene Kloschüssel“ zu verstehen

Spaßquarantie

:: journal ::

Die letzten Tage über „begleitete“ ich die jüngere Nichte in der Schulzeit. Einer Ihrer Mitschüler fasste meinen Eindruck über das Lernen auf Distanz treffend zusammen: »Leitln, mi zaht des do nimma.«—»Werte Anwesende, der momentane Zustand des Unterrichts erschwert mir die Aufrechterhaltung meiner Motivation, daran teilzunehmen.« Ständig flogen Teilnehmer aus der Sitzung, und riefen Mitschüler an, damit diese die Gruppe informieren, und dazwischen mitzuhören. Die Lehrerenden wirkten erschöpft, und dieser Zustand war auch bei der jungen Nichte zu beobachten. Sie hatte schon immer das „Problem“, dass Sie gerne in Gedanken auf Reisen ging, während man mit Ihr sprach; und dieses Mal erwischte ich mich dabei, Sie zu begleiten.
Als ich die Hausaufgaben durchsah, wurde ich an diese Reisen erinnert. In Mathematik waren da ein paar sehr einfache Aufgaben dabei; die zwar aktiv gelesen werden wollten, aber deren Begleittext eine Hilfe enthielten. Sie schaffte nur eine Aufgabe. Wir korrigierten die Aufgaben zwar, da waren sie aber schon abgeschickt. Ich hoffe nur, dass Sie es sich ernsthaft noch einmal ansah.
Der Englischunterricht drehte mir die Zehennägel zu den Schienbeinen auf. Die Aussprache des Unterichtenden war…anstrengend. Aber dass gerade in dem Fach eine solche Lustlosigkeit praktiziert wurde—bzw. im Allgemeinen wird, wenn ich mich so umschaue—, ist mir unbegreiflich. Die Sprache ist allgegenwärtig, aber mit Anglizismen um sich zu werfen, bedeutet nicht, Englisch zu sprechen.

Ich besorgte Ihr einmal ein Wörterbuch, nicht einmal das liegt bei Ihr auf Lager. »Gibt ja Google« sagten die Lehrenden. Stimmt; aber der Akt ein Wort nachzuschlagen ist doch ein Lernprozess! Man darf mich altmodisch schimpfen, aber ich bin überzeugt davon, dass das analoge Erleben eines Prozesses die Grundlage für den Umgang mit dessen digitalen Gegenstücks bilden sollte—soweit möglich. Aber wir drücken den Kindern nurmehr Geräte in die Hände, erzählen Ihnen es sei die Bibliothek von Alexandria und lassen sie damit allein—ohne zu erklären was es mit der Bibliothek von Alexandria auf sich hatte.
Die Schulausgabe des Langenscheidts überraschte mich positiv. Und laut Bericht der Schwägerin, die junge Nichte ebenso.

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Innerhalb von fünf Tagen wurden 60% von Kirbys Kindegarten dicht gemacht. Wegen COVID19 Infektionen. Die Information darüber, dass wir ebenfalls betroffen sind, erreichte uns bei einem Spaziergang—hui, waren wir schnell wieder unterwegs in die Heimat. Die Behörde war flott bei der digitalen Zustellung des Absonderungsbescheids.
Und dann sitzt man so da, und sorgt sich um die Gesundheit seines Kindes und der anderen betroffenen Kinder sowie des Personals, und stellt fest »Hoppala, das Kind hat Fieber.« Der Heimtest sagte zwar »Negativ.« auf die Frage ob Kirby an COVID19 erkrankte, an Ruhe konnten wir jedoch nicht denken. Ein paar Stunden später stellte sich heraus: es waren Feuchtplattern. Das machte es zwar nicht leichter—weil es die Quarantänezeit verlängerte—aber es nahm uns eine Furcht.
Vorläufig.

Was es uns nicht nahm, waren die Reifen durch die wir sprangen, um notwendige Freizeit zur Betreuung zu schaffen. Ich habs da leichter, aber ich muss zugeben, die letzten Wochen haben mir wieder bestätigt…man kennt den Text.
Aber jetzt ist es wichtiger, sich um Kirby zu kümmern.
Damit er sich nicht noch einmal einen Fremdkörper in die Nase steckt. Den brachten wir überraschend schnell und einfach wieder heraus; ein Schock war es trotzdem.

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Die vorbestellte Iron Fist Figur von Mezco erreichte meine Türschwelle. Ich vergaß, dass man beim posieren der 1:12 Collective Figuren darauf achten könnte, die Kleidung nicht zu sehr zu spannen. Der nach Protesten hinzugefügte Gürtel stört mich. Auch wenn er die Silhouette verbessert und die Form „aufbricht“, es ist ein weiteres Ding das beim posieren bedacht werden will…das sind Probleme.
Eine Instagram Bekanntschaft lobt Mezco’s Doctor. Fate; mir reist der allerdings nichts raus. Dabei mag ich Doctor Fate. Ein „schlichterer“ Brustharnisch hätte da vielleicht gepasst. Am besten fand ich immer noch Khalid Nassour’s erstes „Kostüm“—Hoodie und Turnschuhe.

• Feuchtplattern = Windpocken
a brief history of Iron Fist in the Comics | tor.com
Mezco one-12 Iron Fist | mezcotoys.com
Asokathegeek’s Doctor Fate Fotostrecke | instagram