Stranspaziergang

:: Theo Jahnsen’s Strandbeests ::

Taschen hat ein Buch über Theo Jahnsen’s Strandbeests veröffentlicht.

Theo Jahnsen Strandbeest Cover

Muss man sich so vorstellen: Herr Jahnsen baut bewegliche Installationen aus recyletem Kunststoff, die er an Stränden aussetzt; diese werden durch Wind betrieben, vermeiden Kontakt mit Wasser und »schützen sich« vor Stürmen.
Natürlich gibts dazu Videomaterial:

Und jetzt raufe ich mit der Anschaffung … ich habe ohnehin nicht die Zeit und den Platz physische Bücher zu lesen und Geld ausgeben macht momentan keinen Spaß bzw. funktioniert als Ersatzhandlung für das füllen des Lochs in mir nicht. Andererseits, das Papier wird bald nichts mehr wert sein, und mit Büchern könnte man die anstehende Energiekrise—zumindest ein wenig—abfedern. Und das Thema interessiert mich einfach…

/ 2022-Mar-3
#journal  #buch

8feb20

das Leben

Muss man sich Sorgen machen, wenn man plötzlich freiwillig The Cure hören möchte?

Suche

In der Therapie habe ich letztens erwähnt, dass ich keinen Sinn im Leben sehe. „Wenn man keinen Sinn mehr sieht, muss man sich selbst einen schaffen.“ war die Antwort.
Es ist eine gute Antwort.
Aber was, wenn sich alles so leer anfühlt? Der folgende Satz ist ein Testament dafür, wie schlecht mein Verständnis meiner Muttersprache ist, aber er fühlt sich als Aussage für mich richtig an: Ich „tue“ nurmher, um zu erledigen.
Hoffentlich steckt noch Gefühl im Umgang mit Kirby—aber ich denke da würde die Frau mir schon einmal eine metaphorische Watschen geben.

Ja ich müsste mir etwas suchen, besonders beruflich. Aber ich verdiene durch meine Betriebszugehörigkeit einfach schon zu viel, um die Tätigkeit hinzuwerfen.
Ich fürchte mich schon vor dem Gespräch mit meinem Chef, über die Dienständerungen die ich brauche, um Kirby einmal in der Woche im Kindergarten abliefern zu können. Und für die paar Tage, die ich im Sommer brauche um den Sprecherkurs zu besuchen, werde ich mir auch aus den Rippen verhandeln müssen. Und dass, obwohl wir ja ein hochflexibles Zeitsystem haben. Sollen ja keine Almosen sein; ich arbeite die Zeit ein. Ich bin ja der, der aufzeigt, wenn man einmal um drei Personal braucht, und gleich einen Aufbau hinten dran hängt.

Hier sudern bringt auch nichts. Verzeihung.

Dilf Richards und Doctor Loom

Marvel-Legends-FF-ReedRichards-DoctorDoom-packaing
Reed Richards und Doctor Doom Verpackungen

Reed Richards schaut mir auf dem Glamourshot ein wenig zu verträumt drein. Wo will sich der Kerl noch hinstrecken. Die neue Doctor Doom Figur ist großartig. 20 Jahre hat es gedauert bis wir die definitive „Massenmarktsfigur“ im Maßstab 1:12 bekommen haben.
Kirby mag sie auch.

Vaterfreuden

Kirby möchte anscheinend beim einschlafen nicht berührt werden. Ist Ihm etwa zu warm? Ich könnte mir da selbst den Kopf einschlagen, weil ich auf solche Details nicht achte bzw. viel zu langsam auf Veränderung reagiere. In den letzten Tagen hat er ein paar Kuschelminuten gebraucht, oder ein paar sanfte Streichler über den Kopf, oder einfach nur eine Hand zum festhalten.


vorbeigelaufen

Es ist interessant zu sehen, wie sehr sich die japanische Gesellschaft von der Unseren unterscheidet. Hier geht man freizügig mit der Privatsphäre um—wahrscheinlich, weil der Überwachungsstaat noch nicht in den Köpfen angekommen ist–während in Japan das Ausleben einer Rolle in sozialen Netzwerken stattfindet.
Gut, bei uns leben einem die Meisten auch nur eine Rolle vor—mit einem Antlitz aus Fleisch und Blut bleibt noch die letzte Filterschicht über.
Binary Skin – Exploring Japan’s Virtual YouTuber phenomenon
|youtube.com

Fig.3 bringt den Sinn des Patents auf den Punkt.
Systems and methods to provide audible output based on section of content being presented
|patents.google.com

Nicht einmal die Gestirne sind friedlich.
Neue Aufnahme zeigt dramatischen Kampf zweier Sterne
|futurezone.at

#58-2019

professioneller Alltag | leben | die liebe Familie

Ein anstrengender Arbeitstag, aber man hatte genug Zeit dabei zu lachen. Und ich habe ein wenig über Signalaktulaisierungszeiten gelernt und philosophiert. Wir haben da ein Problem bei einer Anlage und wir haben aufgegeben. Der Experte von der Firma welche sie gebaut haben hat inzwischen sehr okkult wirkende Lösungsansätze[1].
Ich habe nun eine ganz neue Idee. Allerdings denke ich: Muss schon einer probiert haben.
Später ist mir aber auch ein kleiner Fehler aufgefallen der vier Wochen lang von niemanden gemeldet worden ist; nicht einmal Abteilungsintern.

Die Krebspatientin hat sich einen Platz ausgesucht, an dem sie begraben werden möchte.
Das hat mich daran erinnert, dass das Leben einem nicht geschenkt wird. Es ist eine Leihgabe. Ich bin schon grspannt ob der Tag kommt an dem Kirby –so wie ich meinen Eltern– versucht verständlich zu machen das der Egoismus hinter dem Wunsch nach Kindern keine Rechtfertigung dafür ist seinen Eltern dankbar sein zu müssen.
Wir haben allerdings Unterlagen, welche die Möglichkeit seiner Existenz verneinen.
Aber das war es nicht mit aktiver Auseinandersetzung mit dem Tod; im Bekanntenkreis gab es ein unerwartets Ableben und die Frau hat sich als emotionale Stütze angeboten. Das hat ihr Nerven gekostet.

Ich werde mich wohl einmal mit meinen Eltern zusammensetzen und über deren Umgang mit dem Ruhestand reden. Vom Gefühl her hat der Pensionsschock eingesetzt und ich möchte darüber reflektieren um zu wissen wie siecdarüber denken bzw. ob ich die Signale falsch deute.

fußnoten

  1. z.B.: Die Kondensatoren aus einer Reihe von Displays stören den Signalweg wenn die Helligkeit zu hoch gestellt ist.

#10-2019

Spannende Sache: Beim Blutabnehmen habe ich die Nadel im Blutgefäß zum ersten Mal bewusst als störend empfunden; mit dem Bedürfnis sie im Ernstfall selbst zu entfernen.
Soweit ist es dann doch nicht gekommen.
Außerdem ist es mir peinlicher als sonst gewesen eine Urinprobe mit mir zu führen.
Am Arbeitsplatz ist aus „Die Kausche[1] des Stahlseils hat sich ein wenig im Schäkel verkantet; das bekommt man mit einem beherzten Handgriff locker.“ ein „Gummihammer[3] hilft.“ geworden. Es war lustig wie schnell der Betreuer der Örtlichkeiten plötzlich neben mir aufgetaucht ist. Im Kontrast zu der Stille die vor meinem Erscheinen geherrscht hat, muss es ihm vorgekommen sein als würde das Haus einstürzen.

fußnoten

  1. Kausch |wikipedia.org
  2. Schäkel |wikipedia.org
  3. Gummihammer |wikipedia.org

#8-2019

Interessanterweise stören mich Menschen die über ihre Kinder/Enkel/Tiere reden. Es scheint als hätten diese Menschen eine Nickhaut[1] in allen Körperöffnungen welche zu sensorischen Organen führen, und die fährt zu wie ein eiserner Vorhang sobald sie ihren Sermon beginnen. Es ist egal was man währenddessen sagt oder tut; der Zug hält nicht in allen Stationen.
Sind die Frau und ich, oder nur einer von uns genau so? Ich hoffe nicht….aber vielleicht ist es bei mir wie bei den Vulkaniern[2]: die haben ja auch ein inneres Augenlied das deren Augen vor UV-Strahlung schützt; habe ich so etwas wenn Andere etwas tun das ich an mir nicht mag?

Bleiben wir bei Kindern: Kirby könnte sich daran erinnert haben das der Föhn relativ ungefährlich ist.
Außerdem scheint es als würde er langsam kapieren, das wenn die Zeiger auf der Uhr in einer bestimmen Konstellation stehen, ist es Zeit für etwas. Ich übertreibe da sicher Maßlos, in den letzten paar Tagen wirft er immer einen Blick auf die Wanduhr bevor wir essen oder ihn für den Nachtschlaf vorbereiten.

Mir sind die Tränen gekommen während ich zwei Geschenke, welche im Zoll steckengeblieben sind, ausgepackt habe.
Ted hat mir die beiden letzten Giant Days Hardcover Sammlungen geschenkt –mit denen wollte ich bis zum Sommer warten und sie im eventuell stattfindenden Urlaub nachlesen, denn die Reihe ist bisher eines der besten Comics– und Horace hat mir ein paar „kleinere“ Transformer, einen dieser Dinosaurierwürfel[3]….BeastBox und einen Millennium Flacon Transformer zukommen lassen. Ich werde mich aber erst an einem freien Tag hinsetzten und mir den Millennium Falcon in Ruhe anschauen; zwischen Kirbys und meiner Schlafenszeit werde ich da nur ungeduldig. Bei solcher Großzügigkeit gegenüber meiner Person beginne ich immer daran zu zweifeln das ich es wert bin. Nein, ich zweifle daran. Innerlich nagt die Depression an meinem Wesen und ich muss den Beiden Sachen Schenken die mindestens doppelt so viel Wert sind –monetär und emotional– um die karmische Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Popeye aus Mezcos 1:12 Collective Reihe[4]hat mich ebenfalls erreicht. Die Figur ist….beinahe perfekt. Die Verpackung und die Figur selbst müssen mit LSD bestrichen worden sein; wobei die Dosis beim Auspacken langsam ansteigt. Denn wenn man den Spinatfresser in Händen hält stellt man sich die Frage: Wieso erst jetzt?
Und ein Geschenk an mich ist angekommen. Das Star Wars Archive Buch von Taschen. Wenn man plant, es eine Stunde auf seinen Unterschenkel liegen zu haben, könnte man Blutverdünner griffbereit positionieren.

taschen-star-wars-archives

fußnoten

  1. Nickhaut |wikipedia.org
  2. Vulkanier |memory alpha
  3. Beastbox Original |bbts.com
  4. 1:12 Collective Popeye |mezcotoys.com