#24jan20

Alpenkönig und Menschenfeind | Vaterfreuden

Es ist befriedigend, klarzustellen, dass man ein „universeller Rassist“ ist, weil einem alle Menschen–unabhängig von Herkunft, Religion, politischer Einstellung, sozialer Stellung, Verwandtschafts-/Freundschaftsgrad usw.–gleich auf die Nerven gehen, und man sich Ruhe vor der Gesamtheit der eigenen Spezies wünscht.

Besonders vor den Menschen am Arbeitsplatz. Dort wird es immer lächerlicher. Einer unserer Auszubildenden hat die Jahre bei uns verschissen. Aber wenn man durch dessen Lebenslauf und das mitgenommene Fachwissen schaut, sind wir nicht das erste Heusl gewesen.
Wie soll man damit umgehen? Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist eine Andere, als ich eingestiegen bin; aber wenn jemand eine–aus Mangel an anderen Worten muss ich es so nennen–Resistenz gegen die Annahme von jeglichem Wissen zeigt, ziehe ich meinen Hut und setzte meinen Weg fort.
Ich verstehe die Entscheidung des Beraters des–sogenannten–Arbeitsmarktservice nicht, jemanden, der eindeutig ein Problem damit hat, abstraktes Wissen praktisch anzuwenden, in eine Tätigkeit zu vermitteln, die eben dies Vorraussetzt.
Dazu kommt der innerliche Konflikt, dass man einerseits einen positiven Ausgang der Berufsreifeprüfung wünscht, man aber andererseits dadurch eine Erosion der Sinnhaftigkeit dieser sieht–und auch die eigene Qualifikation als herabgestuft ansieht.

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Das Jahresrückblicksvideo für 2019 ist „fertig“. Wenn Kirby die Arbeit nicht wertschätzt….kann ich auch nichts machen.