es gäbe ein paar Hasselblad Kameras gratis abzuholen

In der Nähe des Meer der Ruhe—auf dem Mond.
Kirby ist ja unter anderem begeistert vom Weltraum—er denkt noch, dass es ein Ort ist, welchen man „einfach so“ erreichen kann—und sich gerne Fotos der Apollo 11 Mission ansieht; und da dürften meine Geräte zugehört haben, denn YouTube schlug mir folgendes Video vor:

Hmm, ich kann die Luft für ca. zwei Minuten anhalten. Eine gute Fettsalbe und eine dicke Jacke werden wohl reichen, um die Kameras zu holen. Jetzt muss man nurmehr der Erdanziehungakraft entkommen, den Flug überleben und mit den Kameras nach Hause kommen damit man das Erlebnis gegenfinanzieren kann.

#221-2019

irdische Extraterrestrische | J. Michael Straczynski | Friedhöfe | Vaterfreuden

Neben hundert Mistsackeln haben wir jetzt auch noch Tardigraden auf dem Mond hinterlassen[1].
Ich dachte das wäre ein Schmäh; es gab Missionen bei denen Tardigraden den Bedingungen des Platzes zwischen Himmelskörpern ausgesetzt worden sind.

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Ich habe damit begonnen die Biografie von J. Michael Straczynski, BECOMING SUPERMAN, zu lesen[2]. Mit dem Untertitel „My Journey From Poverty to Hollywood“ klingt ein wenig nach Eigenlobhudelei; aber nach den ersten vier Kapitel gönnt man ihm den Erfolg. Mit ein paar Jahren ist er von der eigenen Mutter vom Dach eines Wohnhauses geworfen worden. Das ist die Grundstimmung für die Ereignisse, die in dem Buch geschildert werden. Es ist verblüffend, dass man mit solch Vita weiter kommt, als einen Moment der Selbstreflexion; ich hätte mich von der nächsten Brücke geworfen.
Das Vorwort kann man überspringen.

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Die Frau hat mich gefragt, ob wir das Grab meines Großvaters besuchen sollen. Ist auch schon….16 Jahre her.
Derzeit verstehe ich den Sinn davon nicht. Also, den Sinn von Friedhöfen verstehe ich; es ist ja nur menschlich, die sterblichen Überreste sicher verwahrt wissen zu wollen. Was mich stört, ist der Kult rundherum; und der ökologische Irrsinn zu dem sie geworden sind. Man schert jeglichen Scheiß den man über sein Leben lang eingesetzt bzw. einsetzen hat lassen mit einem ins Erdreich. Meine ehemalige Versicherungsfrau hat mir erzählt “Die Seele fühlt was dem Körper passiert.” und ist deswegen ein Feind des kremieren gewesen. Ich denke allerdings nicht das Verwesen sich besser anfühlt.
Die Krebspatientin hat Ihren Körper kremieren, und die Asche in einer ebenfalls verwesenden Urne in einem Waldstück vergraben lassen. So sollte es sein; aber mit der Industrie dahinter bzw. dem Aberglauben der Bevölkerung, wird es wohl in nächster Zeit keine Alternative werden.

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Kirby fürchtet sich plötzlich vor Katzen.

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fußnoten