12 vom 12ten April

Zum Masterpost der Aktion »12 am 12«.

Und auch dieses Mal schwindelte ich ein wenig, was den Zeitpunkt der Aufnahme anging.

///

Du schaust aus, wie ich mich fühle. Kam arbeitsbedingt erst ab 01:00 zum schlafen; und dann hieß es um 05:30 wieder Tagwache.

///

Streben und Geländer.

///

Die Kinderfahrräder eines Herstellers schienen mich den ganzen Tag über zu »verfolgen«.

///

Kirby hatte sein Baby schlafen gelegt.

///

Und wieder etwas, worüber ich mit der Frau eine Erziehungsdiskussion führen kann: das Osterfest, und wie wir daran teilnehmen.

///

Die TWSBI Wrench—ein Stück Metall mit Einkerbung zur Öffnung deren Kolbenfüllfederhalter—ist bei deren Eco Modell sogar geformt wie ein Maulschlüssel.

///

Mit der oben erwähnten TWSBI Eco, reinigte ich ein paar weitere Füllfederhalter und deren Konverter—eine Lamy Safari; TWSBI Diamond 580; Sailor 1911.

///

Kirbys Abendbuch.

///

Mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst: der Katalog zur—no na—Ausstellung des bisherigen Schaffens von Hideaki Anno.

///

»Kann Captain Marvel einen Handstand?« fragte Kirby.

///

Dauerte eine Zeit, bis ich den verstanden hatte.

///

/ 2022-April-13
#journal #foto #12vom12

Unfollow

[ Comics ]

Ich wollte „Unfollow“ nicht lesen—bis eine Kritik die ich darüber laß, meine Entscheidung umstieß.

Meine, durch das Werbematerial entstandenen, Kritikpunkte blieben auch nach dem Lesen des gesamten Comics bestehen.
Der Zeichenstil gefällt mir nicht bzw. ermüdete mich über die Länge. Der Stil passt zu einem Musikvideo, mit dem ich drei Minuten verbringen muss.
Die Geschichte ist vorhersehbar.

Die Social Media Entität Earthboi kultivierte über Jahre eine treue Gefolgschaft mit den Themen Umweltschutz und Selbstverwirklichung durch ein bewussteres Leben. Doch wohnt jeder Utopie eine Dystopie inne.

Zwei Punkte retteten das Comic für mich.
Die Erzählweise.
Die Geschichte wird von Earthboi’s Gefolgschaft aus dem Off erzählt, und die Bilder zeigen Vignetten; und beides wurde so gut kombiniert, dass es keine längen aber angenehmen Interpretationsspielraum gibt.
Das Ende.
Man denkt sich zwar schon davor „Gehen wir jetzt dahin?“ Und wenn man da ist, kann man es—meiner Meinung nach—nicht als haltlose Fiktion abschütteln. Da wurden sich Gedanken darüber gemacht, wie es sein könnte. Ein Blick in die Zeitungen oder ein Gespräch mit der „richtigen“ Person, und man denkt „Gehen wir jetzt dahin?“

Wie gesagt, einerseits rollten sich mir die Scheinbeine auf, als ich hinsah—und klappten im Laufe des Lesens wieder hinunter. Dem Kanon der Pressestimmen kann ich nicht zustimmen, aber es ist ein gelungener philosophischer Denkanstoß zur modernen Form der Prominenz, und was man daraus machen kann.

Offizielle Seite des Verlages

zwischen den Bildern :: 17/20

Ralph Azham Bnd.2 – 3

Seit ein paar Monaten strecke ich meine Fühler nach deutschen Comics aus – wovon ein Mitglied der Satellitenfamilie erfahren hat. Der weist mich seitdem auf die Donjon Reihe hin. „Das ist genau dein Humor.“ ist sein Argument. Die Reihe ist aber ziemlich groß, und die andere Reihe von Autor/Zeichner Lewis Trondheim – Ralph Azham – ist vor kurzem mit dem 12ten Band abgeschlossen worden.
Ein Projekt mit realistischen Ende, sollte es mir gefallen. Den ersten Band habe ich gebraucht gekauft – bevor die Bibiothken zugesperrt haben, wollte ich die Reihe dort ausleihen. Die Meldung über die Wiedereröffnung im kommenden Monat, ist mit den drei Bänden bei mir angekommen.

Man darf sich vom Zeichenstil nicht einlullen lassen, es sieht sehr „cartoonisch“ aus, aber die damit erzählte Geschichte bietet eine Kante nach der Anderen.
Die namensgebende antropomorphe Ente ist in der Fantasywelt der Handlung ein „Blauer“ – ein Mutant, um im Comicjargon zu bleiben. Im Dorf ist Ralph ein Unruhestifter, der viel Zeit mit dem Absitzen von Strafen verbringt. Und ist der Ruf erst ruiniert…

Und von dort aus entwickelt sich eine Geschichte, die man als Fantasygeschulter Mensch zwar erahnen kann, aber in der Form selten bis gar nicht gesehen hat. Es geht dreckig zu – und manches Mal werden tiefen gezeigt, über dessen auslassen man froh gewesen ist.

Und das hat mich beim lesen gehalten.
Ich habe ein Problem mit deutschen Übersetzungen: Sie wirken auf mich wie aufgesetzt. Ralph z.B. klingt für mich sehr monoton. Ich habe zwar eine Idee, wieso das so sein könnte – im Moment finde ich es störend. Aber die Welt und die Figuren, die er auf seinem Weg trifft, und was aus ihnen wird, sowie das Chaos welches sie anrichten, hat mich am lesen gehalten.

Und zum Geburtstag hat man mir den ersten Donjon Band geschenkt…

eckiger Kopf mit Schal

– 13apr20 –

Ultra-Q-ep8
aus Ultra Q ep.7: Terror of the Sweet Honey (甘い蜜の恐怖, Amai Mitsu no Kyōfu)

Vorsicht! Depressiver Scheiß.

Nachts wache ich auf, weil einer der Kopfhörer unangenehm drückt. Normalerweiße liege ich so, dass so etwas nicht passiert, und ich meist mit dem Knopf im Ohr aufwache, wenn der Wecker ratscht.
Das würde allerdings heißen, mit dem Gesicht der Frau zugewandt zu schlafen – und das habe ich nicht geschafft. Der Plan war, im Wohnzimmer zu schlafen, aber auch wenn unsere Sitzgelegenheit eine kompetente Schlafstätte ist, ich brauche zu der schmerzenden Hand nicht auch noch eine schmerzende Schulter.
Ich habe es nicht geschafft der Frau zugewandt zu schlafen, weil ich mir einbildete, Sie würde mich nicht sehen wollen wenn sie die Augen öffnet.

+++

Ich dachte ich würde nach Entfernen des Stöpsels wieder einschlafen.
Stattdessen habe ich Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein von Benjamin Maack fertiggelesen. Ich möchte vorrausschicken, dass die letzten Absätze des Buches mich nach der Abwärtsspirale der vorangegangenen Seiten erleichtert haben. Trotzem war ich enttäuscht. „Es geht mir jetzt besser, weil ich weniger arbeite. Wenn Sie sich wiedererkannt haben, holen Sie sich Hilfe lieber Leser.“ Danke…die Klinik hat mich nach Hause geschickt und mein Therapeut ist der einzige, den ich mir leisten kann.
Da ist plötzlich diese schwere hinter den Augen gewesen. Aber ich konnte nicht weinen. Der Druck auf mein Brustbein hat ein wenig davon abgelenkt.
Wie ist es so weit gekommen? Zu lange habe ich meine Probleme hinter der Arbeit und den Hobbies versteckt. Aber, da ist eben die Frage: Wieso sollte ich etwas ändern wollen? ich funktioniere, aber es mach keinen Spaß.

+++

Ein weißer Hund – wie aus der einen Werbung für Futter – läuft im Park an uns vorbei. Kirby zeigt auf ihn und ruft „Eisbär!“.

Nachmittags lässt er sich durch mich mit seiner Ente durch die Wohnung jaukn[1]. Der anstehende Wetterwechsel spüre ich im defekten Knie. Zwei Stunden später regnet es. Der Zeitraum zwischen auftreten der Schmerzen und des Wetterwechsels werden immer kürzer. Ob das gut ist?

Beim Abendessen zelebriert er jedes Stück Brot mit Kräuteraufstrich. Teilweiße schmiert er sie schon selbst.

Während Kirby und die Frau mit der Schwiegerfamilie telefonieren, habe ich nach Comics gesucht, welche ich vielleicht einmal mit Kirby lesen könnte. Kiste[2] und Lehmriese lebt![3][3a] „laufen“ mir über den Weg. Auf einem der Kiste Cover, sieht die namensgebende Schachtel aus, wie ein abgetrennter, eckiger Kopf mit Schal.

+++

Liegestütze funktionieren, wenn ich sie auf den Fingerknöcheln machen.

+++

Im Intro der aktuellen Traumschiff Episoden, wirkt Harald Schmidt, als würde er noch ein paar Noten spielen, bevor er sich mit einer Leuchtkugel das eigene Licht ausschaltet.


vorbeigelaufen

The Ray Harryhausen Creature List –youtube.com


[1] jaukn = jagen
[2] Kiste –reprodukt.com
[3] Lehmriese lebt! –reprodukt.com
[3a] Das Design des Lehmriesen hat man sich von der Ur-Lehmgestalt der Popkultur abgeschaut: Paul Wegners Golem –imdb.com

[manga] Tante NonNon

Autor/Zeichner: Shigeru Mizuki
2019, Reprodukt (1977, Nonnonba to ore)

Shigeru Mizuki ist mir bisher nur durch die Reihe Kiraro[1] bekannt gewesen, als ich erfahren habe, dass er auch eine Hitler Biografie sowie die Reihe ‚Showa – A history of Japan‘ geschaffen hat. Bei den Recherchen zu den weiteren Werken – ich wollte nur einen Kitaro Band haben – bin ich auf seine Autobiografischen Werke gestoßen: ‚Auf in den Heldentot‘ und ‚Tante NonNon‘. Ersteres zeigt seine Zeit als Soldat im zweiten Weltkrieg, und ist mir ein wenig zu viel Realität im Moment, Tante NonNon klingt zwar erst als würde es leichtere Kost bieten – Mizuki-sama erzählt, wie die Witwe eines buddhistischen Mönches ihn als Kind mit den diversen Yôkai[1] der japanischen Kultur bekanntmacht –, auf Seite fünf gibts den ersten Tritt in die emotionalen Eier.
Der Manga hält noch ein paar weitere Tritte bereit, teilt diese allerdings in guten Abständen aus. Dazwischen darf man den Menschen in einer fremden Kultur beim menscheln zuschauen. Allerdings weitab vom Japan aus den den Reiseführern. Mizuki-sama’s Vater versucht die Bildung, die er als einer der wenigen in Tokyo genossen hat, an die ländliche Bevölkerung weiterzugeben. Seine Mutter beschwört des öfteren die hohe Stellung, welche ihre Familie einst in der Gesellschaft einnahm. Und dazwischen ist der Autor selbst, der seinen Platz in der Welt sucht, und dabei einen Teil von sich selbst findet.

Eine Leseprobe findet man auf der Produktseite des deutschen Verlegers, Reprodukt[2].

aus Tante NonNon (2019)
Bildrechte liegen beim Inhaber

fußnoten

[1] Yôkai
–en.wikipedia.org
[2] Tante NonNon
–reprodukt.com