Journal Nr. 36

August 2019 – Juni 2020

Das Notizbuch ist von Bindwerk1. Schaut gut aus, ist stabil, aber das Papier…selbst mit Schreibauflage oder Zeichenhandschuh sog es die Öle auf meinen Händen auf, und brachte damit Tinte zum verlaufen. Durch dieses Notizbuch lertne ich die Jetstream „Kugelschreiber“ von Uni2 zu schätzen—dessen Tinte zeigte sich unbeeindruckt von dem Gunk auf meinen Händen.

1– Bindewerk.com
2– Uni Jetstream: A Comprehensive Guide | jetpens.com

122 :: schimmelt die?

:: 1mai20 ::

Die Frau und Kirby haben den ganzen Tag mit den Schwiegereltern verbracht.
Zeit um zu dekomprimieren.

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Punkt eins auf der Liste: die Hausarbeit erledigen.
Haaaaaaaaaaa—das war angenehm. Es hat was, die Badewanne wieder „glänzen“ zu sehen.

Dummerweiße habe ich darauf vergessen, mir VOR dem Putzen den Kopf zu rasieren…
Apropos: Es scheint, als wären drei Wochen zwischen den Schuren der ideale Abstand. Ein Besuch beim Dermatologen scheint trotzdem notwendig zu sein. Oder sollte ich täglich Monoi Öl[1] auftragen?

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ich habe mich an Handbrake[2] gesetzt, um die idealen Komprimierungseinstellungen zu finden. Schön wäre nun, einen kleinen Rechner zu haben, den man einfach den ganzen Tag Videomaterial konvertieren lässt.

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Das Zettelwerk für die Abgabge der Arbeitnehmerveranlagung[3] hat schon wild ausgesehen. Es hat eine Stunde gedauert bis die Unterlagen sortiert waren—und weil ich gerade in der Zone war, habe ich auch gleich die Arbeitnehmerveranlagung beim Finanzamt eingereicht.

Und ich habe eine sehr kleinlaute e-Mail an die Lohnverrechnung geschickt. ich bin mir nicht sicher, ob ich 2018 den Alleinverdienerabsetzbetrag beim Arbeitgeber beantragt habe oder nicht. Die Frau bildet sich auch ein, dass des Aufgrund Ihrer Verdienstgrenze nicht möglich war—aber da ist dieses voll ausgefüllte Formular in dem ich neben dem Familienbonus auch den Alleinverdiener beantrage.
Allerdings ist es nicht von mir unterschrieben worden.
Die Abmeldung für einen eventuell beantragten Alleinverdienerabsetzbetrag hätte schon im Februar an die Lohnverrechner geschickt werden sollen. ich kenne unseren Beamten persönlich—von Telefonaten—, deswegen habe ich das Abmeldungsformular ausgefüllt und vorsichtshalber abgeschickt. Im Begleittext habe ich Ihn gefragt, welchen Kaffee er gerne trinkt. So oder so werde ich den Kopf gewaschen bekommen, aber vielleicht wird das Wasser damit nicht zu heiß/kalt gestellt.

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Habe im Tagebuch aufgeholt. Noodler’s Heart Of Darkness—eine Tinte die ich verwende—verhält sich komisch. Schimmelt die? Das ist mir einmal bei einer J.Herbin passiert. Hmm, dabei verspricht der Hersteller, dass dies nicht passieren sollte, und ich lagere die Tinten trocken, dunkel, und mehrfach verpackt.
Oh.
ich habe sie für die Bequemlichkeit, in ein anderes Tintenfass gefüllt. Geliefert wird die Tinte in einer Flasche mit…Eintropfer?…und dass ist mir immer zu umständlich.

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Nebenbei habe ich bei Clone Wars aufgeholt und Prop Culture begonnen.
Prop Culture ist zwar interessant, mir geht nur dieser Trend dazu, alles in eine Geschichte zu packen auf die Nerven. Der soll einfach spazieren fahren, sich die Sachen anschauen und die Geschichte hinter den Dingen erzählen. Aber dann versucht man Leuten noch Emotionen rauszudrücken.
Einmal wird ein Auktionshaus besucht, weil dieses eine Requisite aus Tron versteigert. Dort wird einem vorgespielt, dass der Moderator der Sendung—der ein bekannter Sammler ist—der erste ist, der sich Produktiosfotos anschaut um zu ermitteln, ob Jeff Bridges das Trum in der Hand gehalten hat.
Und man erwähnt nie, wie Disney in all seiner Menschlichkeit mit P.L. Travers umgegangen ist[4]. Sie hat die Rechte verkauft, keine Frage, aber in Saving Mr. Banks[5] hätte man das durchaus zur Sprache bringen können, und am Ende wäre Disney trotzdem als der Gute dagestanden, weil er Marry Poppins produziert hat.

Dabei habe ich mir auch gedacht: Soll ich das Popkulturzeug aus diesem Blog ausgliedern?

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Kirby hat mir Abends viel erzählt. ich habe nur nicht alles verstanden.
Nachts ist er kurz aufgewacht und hat mir den kahlen Kopf gestreichelt.

Ich muss in letzter Zeit oft an Astro Boy[6] denken, wenn ich mit Ihm interagiere. Trotz meiner Mitarbeit, ist er so ein lieber Kerl.

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Habe begonnen, Kindheit und Jugend von Shigeru Mizuki zu lesen. Gaaaanz langsam. ich möchte diesen Band bewusster erleben und auskosten.
Und dann habe ich ungeduldig die letzte Seite aufgeschlagen, „Ende von Band Eins“ gelesen, aufgeatmet, und laaaaangsam weitergelesen.

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Die lokale Post hat zugestellt.
Die Schwiegermutter hat ein Buch in einem Geschäft gekauft.
Gibt es den Tag der Arbeit noch?
Wenn jetzt wer mit „Ohhh, die soziale Kälte.“ ums Eck kommt, soll er sich gefälligst in der Wahlkabine zusammenreißen. Zur Erinngerung: Türkis und Blau haben 60 Stunden möglich gemacht, Türkis und Grün den ersten Mai abgeschafft.


[1] Monoi Öl —en.wikipedia.org
[2] Handbrake —handbrake.fr
[3] Arbeitnehmerveranlagung —de.wikipedia.org
[4] P.L. Travers —en.wikipedia.org
[5] Saving Mr. Banks —en.wikipedia.org
[6] Astro Boy —en.wikipedia.org

122-2019 | 122-2018

115 :: Regionen kennenlernen

:: 24apr20 ::

Die Frau hat Kirby ein paar lokale, kindgerechte Hörspiele auf sein Medienwiedergabegerät gespeichert. Ja, die Hörspiele sind gut produziert—aber beim hören, ist es mir peinlich anwesend zu sein.
Und das von jemanden, der sich Zeichentrickserien ansieht, in denen einer per Zauberspruch seine Hose auszieht und Selbstbräuner aufträgt[1].
Dem war allerdings schon im Kindertagen so; wenn wir im Zuge einer Schulaktion im Theater waren, ist es mir peinlich gewesen anwesend zu sein. „Hoffentlich kennt mich keiner.“ war damals ein unpassender Gedanke.

Da fällt mir auch eine Führung durch Wien aus meinen Kindertagen ein. Unser Führer – badampf[2] – hat seinen Künstlernamen nach der Vorstellung erklärt, ich erinnere mich heute noch daran, dass ich im Boden versinken wollte.
Heute beneide ich den Mut, den diese Menschen hatten.
Puppentheater war auch immer stinkfad. Aber ich habe mit vier Jahren Robotech[3] gesehen—mein Hirn ist früh vergiftet gewesen.

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Mein Therapeut hat mir vorgeschlagen, die rektalen Regionen von entscheidungsrelevanten Personen des professionellen Alltags besser kennenzulernen.
ich hätte in dem Moment auflegen sollen.

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Japanische Bleistiftminen für mechanische Bleistifte sind besser als die lokaler Marken.
Dazu ein Kuru Toga Bleistift[4]…
ich habe gesprochen.

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Von der siebten Staffel Clone Wars bin ich bisher nicht sonderlich begeistert gewesen—aber in der zehnten Episode haben sie etwas geschafft, dass den Star Wars Animationsserien bisher nicht sonderlich geglückt ist: Sie vermittelt den Eindruck von Masse bei einem Lichtschwertkampf[5]. Wir sind noch nicht ganz „da“, aber mit jeder Serie wird es besser.
Aber es wird wohl nix das letzte Kenobi/Maul Duell schlagen[6]


[1] He-Man transformation – I Have The Power –youtube.com
[2] Comedy drum fill –youtube.com
[3] Robotech –en.wikipedia.org
[4] The most advanced pencil –youtube.com
[5] Ahsoka vs Maul Final Fight –youtube.com
[6] Darth Maul vs Obi-Wan –youtube.com

115-2019 | 115-2018

23mar20

Verdünnen. Auftragen. Polier…trocknen lassen.

Das Kollegium macht sich Sorgen – man hat schon zwei Tage keine Informationen darüber bekommen, wie es weitergehen könnte.
Dazu wird die Meldung bestätigt, dass Daimond Distribution kommende Woche keine Comics ausliefern wird. Die digitale Situation ist noch nicht geklärt.

Ja, es gibt schlimmere Probleme um die man sich kümmern könnte – aber auch da sind wir dran: wir schneidern Atemschutzmasken.

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Kirby hat bei einem seiner Wieso? Weshalb? Warum?[1] Bücher eine Klappe eingerissen, und ich habe mich endlich daran erinnert, dass ich deren Reperatur angedacht habe. Zufällig habe ich in unserer Bastelkiste noch Yamato Kleber[2] gefunden. Den habe ich mit Wasser verdünnt – im Verhältnis 3:1 –, mit einem Pinsel aufgetragen und das Buch eine Stunde rasten lassen. Das Ergebnis ist besser geworden als ich angenommen habe. Allerdings haben wir die Klappe bisher sehr vorsichtig betätigt.

Yamato Kleber ist so eine colle Sache, dass ich mir zum einkleben von Ausschnitten einen derer Gluesticks bestellt habe. Die Tube die wir haben, hat mir Dean vor ein paar Jahren aus Japan geschickt. Hat man dem Inhalt nicht angemerkt.
Hach, waren das noch Zeiten als die Frau und ich eine Art Zibaldone[3] geführt haben.

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Beim Bau der nicht-Brio Strecken gehen mit die Ideen aus. Langsam stößt man auf die Grenzen, die einem durch die Anzahl an verfügbaren Streckenteilen vorgegeben wird. Aber; dadurch sind wir draufgekommen, dass wir Bücher als Trassenpfeiler verwenden können. Die heutige Strecke hat mich an die Tage erinnert, an denen wir mit Büchern und Möbelstücken Gelände für Warhammer 40k[4][5] Partien improvisiert haben.

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Scheiße, nach zehn Jahren ist meine Foto Festplatte vollends befüllt…


[1] Wieso? Weshalb? Warum?
–ravensburger.de
[2] Yamato Nori
–yamato.co.jp
[3] How to keep a Zibaldone
–atlasobscura.com
[4] Warhammer 40.000
–en.wikipedia.org