#110-2019

Vaterfreuden | die Allgemeinheit | Star Trek Discovery | Comics: Pluto, Little Bird

Die neuen Ringe sind angekommen. Mit Versandkosten und Zoll sind sie billiger als im lokalen Handel; und bieten dazu genau das was wir uns gewünscht haben: Nichts. Es sind nur zwei in Form gebrachte Stücke Titan ohne Zierstücke.

Kirby und ich haben einen Spaziergang gemacht. Dabei ist uns wieder bestätigt worden: Wildfremde Menschen meinen, Eltern und deren Kinder wollen deren Verschwörungstheorien hören. Alles lieb und nett, und die Dame war nicht sonderlich aufdringlich, aber haben wir nicht deswegen Twitter? Ich bin ohnehin schon ein nervliches Frack wenn ich alleine mit dem Kind unterwegs bin.

Die Frau hat mit mir zusammen das Staffelfinale von Star Trek Discovery geschaut. War die bisherige Serie nur eine Art Meta-Kommentar?

Abends habe ich gelesen:
Der sechste Band von Pluto nimmt den Fuß nicht von den emotionalen Hoden.

pluto-vol6
aus Pluto vol.6
Rechte liegen beim Inhaber
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aus Pluto vol.6
Rechte liegen beim Inhaber

Little Bird ist mit Heft Nummer zwei ein wenig besser geworden; es fühlt sich aber nach einer typischen Serie an welche nach dem ersten Sammelband Traktion verliert.
Ich kann mich irren.

little-bird-no2
aus Little Bird no.2 (2019)
Rechte liegen beim Inhaber

#75-2019

professioneller Alltag | die Allgemeinheit | die liebe Familie | Jack Kirby | Videospiele | Star Trek Discovery | Star Wars Rebels

Der Arbeitstag war surreal. Wir sind drei Stunden zu früh eingeteilt worden; und dann ist auf die Ablösezeit der Nachfolgenden Partie vergessen worden.
Der Eiskasten in dem Haus ist gerade dabei einen eigenen Charakter zu entwickeln; derzeit hat er einen unverwechselbaren Geruch.
Das Notfallpaket mit Schokolade und Cola das ich an jedem Arbeitsplatz habe, ist in dem Haus entsorgt worden. Ich sollte keine Mistsäcke zum verstauen mehr verwenden. Zum nachfüllen der Vorräte habe ich mir keine Jacke angezogen; es ist ja sonnig gewesen. Dumm nur das es durch die Sonne zu hell gewesen ist, um den feinen Regen auszumachen.

Auf dem Weg nach Hause laufen mir zwei Kinder über den Weg, beides Buben, ca.7-8 und 5-6 Jahre alt. Der größere hat dem kleinen im Würgegriff und hält ihm eine Spielzeugpistole an die Schläfe. Als ich vorbeikomme schaut mir der „Geiselnehmer“ in die Augen und fragt ob er schießen soll. Ich bin so verwirrt das ich einfach weitergehe.
Die Frau sagt später das es anscheinend pädagogisch das Beste ist keine Reaktion zu zeigen. Aber in mir ist es den ganzen Abend im Kopf herumgegangen. Ich denke der Versuch zu vermitteln, wie es sich anfühlt ein Messer an die Kehle gehalten zu bekommen hätte nicht gefruchtet.
Dann ist mir ein Kollege aus der letzten Firma eingefallen. Der war in den 90er Jahren als Soldat in den Jugoslawienkriegen beschäftigt. In Österreich hat er sich einen Therapieplatz gesucht. Uns hat er immer gesagt das genug Leute mit einer ähnlichen Biografie herumlaufen welche der Meinung sind, das Erlebte auch ohne Hilfe verarbeiten zu können. Mein erster Therapeut hat immer erwähnt das wir unsere Trauma weitergeben, ob wir das wollen oder nicht.
Scheiße, ich hätte etwas tun müssen.

Die ältere Nichte war kurz zu Besuch. Sie hat Kirby eine Jacke gekauft, aber schon in der nächsten Größe, damit er sie auch lange tragen kann. Und sie hat mir letztens noch erzählt das sie im Moment einen finanziellen Engpass hat. Es hat mich sehr gerührt das sie trotzdem ein Geschenk für Kirby gekauft hat.
Natürlich hat der Onkel ihr etwas zugesteckt.
Nur zu wem gehe ich um meinen Engpass zu strecken?


Auf Instagram bin ich über Jack Kirby Entwürfe für Kostüme einer Aufführung von Julius Caesar gestolpert[1]. Es sind zwei Bilder von Darstellern in Kostümen dabei. Kirby’s Arbeiten sind nicht 1:1 für die Umsetzung in einem Film geeignet, aber mit einer passenden Kulisse würden sie auf einer Bühne funktionieren.

Chucklefish hat zehn Minuten aus Pathway veröffentlicht[2]. Ich habe gerne Jagged Alliance in meinen Mittagspausen gespielt; daran hat mich das Video erinnert. Dazu fangen sie dieses Indiana Jones „Gefühl“ ein.

Ich habe mit einem Kollegen der ebenfalls Star Trek Discovery schaut über die letzten Episode geredet. Er ist der Meinung das ich der Serie mit meiner Kritik Unrecht. Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen. Aber, man kann mich einfach nicht mehr damit hinter dem Ofen hervorlocken, indem man einer Figur, welche bisher nur ein Effekt im Hintergrund gewesen ist, plötzlich eine traurige Geschichte, Hoffnung in die Zukunft, und einen tragischen Tod gibt. Es war mir klar das des kein gutes Ende nehmen wird als dem Zuschauer vermittelt worden ist, dass bei Ihr herumgepfuscht worden ist. Da ist mir jedes Red-Shirt lieber das nurmehr zwölf Stunden bis zur Pensionierung hat.
Es hat mich an den Tod von Kanan Jarrus in Star Wars Rebels denken lassen[3][4]. Den hat man in vier Staffeln entwickelt um ihm am Ende sterben zu lassen ohne ihm ein Schild mit „am Ende der Episode ist er tot“ um den Hals gehängt zu haben. Man hat ihm nur einen Sticker auf den Rücken geklebt.

fußnoten

  1. The ides of March… KIRBY STYLE |instagram.com
  2. Pathway – Gameplay preview |youtube.com
  3. Kanan Jarrus | Jedi Knight [a tribute to Caleb Dume] |youtube.com
  4. Als Vater steckt da außerdem noch eine für mich aktuelle Schicht in der Figur: Er soll eine Vaterrolle einnehmen die er selbst nie vorgelebt bekommen hat und seine Zweifel nagen an ihm.

#74-2019

Vaterfreuden | Depression | Star Trek Discovery

Den ganzen Tag lang hatte ich zwischendurch das Gefühl noch im Prozess des aufwachens zu sein. Dabei sollte strecken und dehnen die Lebensgeister wecken.

Nach Wochen haben wir eine neue Sitzgelegenheit für den Wohnzimmerberreich in Auftrag gegeben. Der Showroom des Herstellers ist doch eine Abstellkammer gewesen, und der dort stationierte –vermutliche– Student sieht wohl nicht viele Kunden. Der Preis ist für das Produkt in Ordnung, den –vermutlichen– Studenten scheint es gefreut zu haben einen Verkauf gemacht zu haben und Kirby war an der….Luft.

Abends habe ich beim füttern die Geduld verloren.
Ich denke das es mir vorkommt als würde Kirby eines Tages von seinen richtigen Eltern abgeholt werden, ist der Wunsch danach frei von anderen Menschen zu sein.


Nachdem viele der Webpräsenzen deren RSS-Feed ich aboniert habe sich positiv über die aktuelle Episode von Star Trek Discovery geäussert haben, war ich noch enttäuschter davon das präsentiert zu bekommen, was ohnehin klar war seit Commander Airiam sich ein Pigmentproblem in ihren Augen eingefangen hat. Aber jetzt werden wieder allen die Hosen zu eng, weil man ja endlich einmal eine emotionale Bindung zu einem Red Shirt hatte; die es in der Form ja noch niemals nicht in der Geschichte visueller Unterhaltung gegeben hatte.
Wieso schaue ich mir Discovery eigentlich noch an? Weil der Blog nicht „Ein stabiler Mensch lässt Revue passieren“ heißt.

#67-2019

professioneller Alltag | Comics | Into the Spider-Verse | Star Trek

Die neuen Arbeitsschuhe fressen mir die Füße von den Beinen.
Der Dienst alleine in der Regie war einerseits lustig weil ruhig; aber man unterschätzt die Distanz zwischen der Haussteuerung und dem Rechner am anderen Ende des Raumes.


Spider-Man: Into the Spider-Verse[1] stellt für mich den momentanen Gipfel des Genregipfel dar. Der Film passt das Material auf dem er basiert an seine Funktionsweise an während er die Konventionen des Basismediums integriert. In 90 Minuten findet so viel statt, aber man fühlt sich nicht gehetzt. Es ist wie die How to train your Dragon Filme; man bekommt diese….ungebremste Freude der Figuren am ausleben ihrer Fähigkeiten/Möglichkeiten mit.
Und wir bekommen eine Variaton dieses großartigen Moments im Abspann.

spiderman-pointing-at-spiderman

Mein Bruder hat mir erzählt, dass die jüngere Nichte nach Spider-Man’s ableben zuerst verzweifelt war. „Ein Schwarzer kann nicht Spider-Man werden.“ Sie war stolz als er es dann doch geworden ist. Es ist schön das meine Nichten Figuren bekommen mit denen sie sich identifizieren können.
Auch wenn ich Dan Slott[2] nicht für den besten Spider-Man Autoren halte, mit dem Spider-Verse[3] hat er einiges bei mir gut gemacht -seine Fantastic Four bleiben trotzdem scheiße; wenn die Serie auch noch am laufen ist.
Und das er eine kleinwüchsige Figur[4] in ein Mainstream Comic gebracht hat.

Star Trek Discovery hat etwas gemacht, vor dem ich mich gefürchtet habe: The Cage[5] referenziert –dem ersten Pilotfilm der klassischen Serie, aus dem Szenen in dem zweiteiler The Menagerie zu sehen war, bevor man ihn irgendwann einmal ausgestrahlt hat.
Die Sache ist nicht so schlimm ausgegangen wie ich angenommen habe, aber ich würde gerne anstatt in die Breite, in die Länge des Star Trek Universums gehen. Aufgewärmtes Gulasch schmeckt gut, schimpelt aber irgendwann.

fußnoten

  1. Spider-Man: Into the Spider-Verse |en.wikipedia.org
  2. Dan Slott |en.wikipedia.org
  3. Spider-Verse |en.wikipedia.org
  4. Anna Maria Marconi |en.wikipedia.org
  5. Star Trek TOS: The Cage |en.wikipedia.org

#46-2019

Vaterfreuden | Schreiben | Transformers | Star Trek Discovery | The Umbrella Academy | Star Wars

Mein Gesundheitszustand hat mich daran erinnert, dass ich mir endlich einmal die notwendigen Hoden wachsen lassen könnte und einen Experten davon erzähle.
Da reist man sich einmal zusammen, sagt sich „Hey, das Grummeln ist Hunger; Frühstück ist schon acht Stunden her.“ Und nach dem Essen arbeitet sich wieder ein Messer durch die Eingeweide und man fragt sich ob es tatsächlich eine höhere Intelligenz gibt die sich gerade vor Lachen schüttelt und der man einmal sagen kann das sie einem den astralen Arsch lecken kann.
Mir geht jeden Tag ein Stück Kraft verloren. Mit umgeschnalltem Werkzeug bin ich nach ein paar Treppen fertig.
Einerseits fürchte ich mich davor wie es so weitergeht, andererseits fürchte ich mich auch davor was sein wird, wenn ich mich in die Hand der Medizin begebe.

Nachdem ich nach Hause gekommen bin hat Kirby die Arme nach mir ausgestreckt. Nachdem ich mich zu ihm hinuntergeblickt habe, hat er mein Shirt an der Schulter geschnappt und mich zu sich gezogen.
In der Früh wollte der kleine Herr nicht aufstehen. Das war sehr lieb anzuschauen, und ich hätte ihn am liebsten weiter schlafen lassen; nur funktioniert die Umstellung seines Schlafrhythmus gerade so gut, da wollte ich nicht seinen Plan durcheinanderbringen.

Ich habe ein neues Tagebuch begonnen: GLP Creations – The Author. 192 Seiten Tomoe River Papier, liniert in weiß. Die Linien sind nicht durchgängig gezogen, sondern zwei oder drei Millimeter lang mit ein paar Millimeter Abstand dazwischen. Ich bin mir nur nicht sicher woher das Papier bezogen wird, Tomoe River Papier kenne ich nur in sehr dünner Ausführung. Aber es geht mit meinen Alltagstinten sehr gut um.


Puh, jetzt nennt man Comic Autoren schon „Graphic Novelists“. Ist wohl die Kurzform von „Wichser, der fürchtet von Wichsern als Kinderbuchautor denunziert zu werden.“ Das war unfair von mir; der Autor hat mit der Bezeichnung nichts zu tun, es handelt sich wahrscheinlich um Verleger bla bla.

Eigentlich wollte ich keine weitere Siege of Cybertron Figur aus der aktuellen Transformers Reihe von Hasbro mehr kaufen. Aber nachdem ich Dean letztes Jahr den Optimus Prime geschenkt habe, und er ein paar großartige Fotos davon gemacht hat, bin ich auf den Guster gekommen; nur sind die Preise um 20€ gestiegen. Eine Spielzeugkette hat Optimus Prime und Megatron zum ursprünglichen Preis in deren Internetpräsenz ausgeschrieben und durch deren Bonus Programm waren beide Figuren einen Zehner billiger. Natürlich gab es bei der Sache einen Stolperstein: man kann sich die Figur bei der Bestellung nicht mehr aussuchen. Die beiden sind allerdings Voyager Klasse Figuren, es gibt derzeit nur die beiden, also habe ich eine Bestellung für zwei abgeschickt.
Gestern sind sie angekommen. Vielen Dank an die Person, welche meine Sendung gepackt hat; ich habe beide bekommen anstatt zwei selbe.
Meine erste Megatron Figur….ich frage mich ob es die erste Version bei uns gegeben hat? In den 80ern hat er sich ja noch in eine Walther P38 verwandelt; könnte mir vorstellen dass man das bei uns nicht in die Regale gestellt hat. Für Kanada hat man den Pistolenlauf orange bemalt bilde ich mir ein.
Ich mag beide Figuren. Ich bin bei der MP10 Version von Optimus Prime schon begeistert davon gewesen wie man es geschafft hat die Figur zu entwickeln. Was sich da alles zusammenfaltet und auf die Seite klappt um einen akkuraten Nachbildung der Figur aus der Zeichentrickserien zu schaffen -die in ein paar Wochen in einer noch akkurateren Version von Takara, und in den letzten Wochen von vielen Drittherstellern in einer noch besseren Version veröffentlich worden ist- muss den Beteiligten einen Hirnschaden beschert haben. Und dann kommt dieser viel kleinere Optimus Prime daher und inzwischen ist Hasbro in der Lage den ganzen Wahnsinn um zwei Drittel zu verkleinern.

Puhhhh, da wollte ich Star Trek Discovery einmal loben, und dann „nehmen sie zwei Figuren in den letzten zehn Minuten der aktuellen Episode den Charakter weg“.

The Umbrella Academy geht mir nach zwei Episoden auf die Nerven. Die Comics lese ich auch nur weil Gabriel Ba -oder sein Zwilling Fabio Moon- sie zeichnet. Ok, das Cover von I Think Wer’re Alone Now aus den 80ern ist lustig zu hören; war das von Tiffany? Ansonsten verwenden sie nur Musik die mir aus Werbung geläufig ist. Naja….man könnte ja einmal nachschauen ob die Stücke bei demselben Verlag erschienen sind wie auch die Werke von Gerard Way.

Morgen geht die NY Toy Fair los. Heute sind schon die ersten Gerüchte über Retro-Star Wars Figuren die exklusiv über Target vertrieben werden und acht Zoll hohe, noch detailliertere, Star Wars – The Black Series Figuren in den Äther geflüstert.
Der Triple Force Friday am vierten Oktober wird teuer genug. Soweit man bis dahin ein Dinsey+ Abo bei uns erwerben kann.