i can’t tell the difference…

:::Doctor Strange and The Multiverse Of Madness / Moon Knight Superbowl trailer:::

Während sich die Sportenthusiasten über die entstehenden Gehirnschäden der Footballer freuten, gabs für die Comic Leute Trailer.

Ist das die Stimme von Patrick Stewart? Vielleicht als Professor X? Bekommen wir so die X-Men? Die Illuminati?
Ich las gestern Abend noch moderne X-Men Comics, und verstehe nicht, wie man sich dafür begesitern kann? Vom großen Neustart blieb nichts übrig, nicht einmal die Idee mit den Heilpflanzen, über deren Vertrieb sich die Mutanten einen sicheren Hafen auf Krakoa schaffen wollten.
Sam Raimi’s Regie spürt man auch noch nicht. Gut, der Mann ist inzwischen älter und möchte vielleicht etwas anderes machen, als wir gerne gesehen hätten, und es ist ein Studio Film, der eine ganze Maschine am weiterlaufen halten soll.

Zu Moon Knight denke ich mir nur: Hoffentlich wird es mehr als eine sechs Episoden lange Vorschau auf die zweite Staffel.
Ich bilde mir ein, im ersten Trailer sprach Oscar Isaac es »Dweeams« aus.

/ 2022-02-14
 #comics  #film  #mcu

Comics

Decorum no. 6 (2020) bringt die Handlung voran. Alle bisher eingeführten Elemente kamen zusammen und nun kann die Fahrt losgehen. Endlich.
Vor allem die Zusammenführung der verschiedenen Illustrationsstile gefiel mir—von einer Seite auf die Andere, wirkte das ganze aus demselben Stein gemeiselt.

Second Coming: Only begotten son no.1 (2020) setzt Mark Russel’s Abendteuer von Jesus und einer Superman Analogie… Sunstar fort. Das erste Heft erzählt Sunstar’s „Origin Story“, welche zwar auf den Punkt genau derer des Mannes von Morgen gleicht, jedoch in seiner satirischen Natur ein reales Problem aufgreift.
Und Jesus muss ausziehen, Familie Sunstar braucht sein Zimmer für den Nachwuchs.

Bei der Gelegenheit empfehle ich ein Interview mit Autor Mark Russel aus dem Radioactive Lounge Podcast. Seine Einstellung zum Glauben erklärt für mich, wie er es schafft, Second Coming nicht beleidgidnd sein zu lassen

Dracula Motherf**ker (2020) ist ein Tritt in die Eier. Mit Anlauf. Es ließt sich verdammt schnell, und auch wenn der Titel an Blacksploitation erinnern, der Comic bedient sich des Genres nur im Titel. Erzählt wird eine Geschichte des Namensgebenden Vampirs aus einer modernen Perspektive. Erika Henderson’s Interpretation des Skripts zeigt es wie einen Fiebertraum, was der Natur der übernatürlichen Figuren entspricht. Mir wirkt es allerdings zu kurz. Es erzählt seine Geschichte, wirkt wohl abgerundet und verlangt nach keiner Fortsetzung, drei Sachen die ich sehr schätze. Trotzdem, mein erster Kommentar war „Das wars?“

Warhammer 40.000: Marneus Calgar 1-3 (2020) ist ein Warhammer 40k Comic der dem Populärgeschmack entspricht—endlich. Bisher hat mich noch keine Sekundärverwurschtung des Spiels gänzlich von dem Sinn seiner Existenz überzeugt; abgesehen von den Büchern.. Aber mit Kieron Gillen hat man einen Autor verpflichtet, der das Material versteht, und für ein breites Publikum aufbereiten kann. Der ganze Wahnsinn eines Univerums in permanentem Kriegszustand wurde in den ersten drei Heften gut gebannt. Vor allem gefallen mir die „Marrotten“ des Adpetus Mechanicus Mitglieds, welches man dem namensgebenden Marneus Calgar zur Seite stellte, der z.B. seine Höhenangst als Ursache eines Geistes in einem seiner Maschinenteile beschreibt.

Fantastic Four: Antithesis 1-4 (2020) war ein großartiger Spaß. Das scherte nicht besonders aus, obwohl es eine große Geschichte erzählte, und Neil Adams‘ illustriert das ganze herrvorragend. Über Jahre würde ich seinen Stil nicht mehr aushalten—ich denke auch, dass er dies ohne Vorlauf auch nicht mehr durchhalten würde—, aber manchmal blitzt da der Profi durch, der auf Details achtet, die andere Zeichner ignorieren würden. Es hat einen Grund das er einer der Großen ist. Galactus ist drin, der Silver Surfer ist drin, die Negative Zone ist drin; was will man mehr? Chip Zdarsky als Autor des regulären FF Comics…

Green Lantern – Season 2 no.7-9 (2020) verwirrten mich. Aber das lag daran, dass ich die letzten paar Hefte vor einiger Zeit laß. Leider ist der Aspekt des Polizei Prozedural verloren gegangen, aber dafür brachte Autor Grant Morisson mit dem Ultraverse unterhaltsame und interessante Versionen der bekannten Figuren. Und nachdem die Blackstars Ausgaben mich unerwartet unterhielten, bin ich schon gespannt auf den kommenden Ultrawar.

The Immortal Hulk no.41 (2020)
Heft 42 steht auch wieder auf meiner Liste. Was kann ich sagen, es funktioniert bei mir einfach. Ich frage mich, ob es dies nicht tun würde, wenn man es in Sammelbänden ließt. Trotz all der Horrorelementen und der plötzlich beendeten Kapitalismuskritik holt mich die Vermenschlichung immer wieder zurück.

The complete Calvin and Hobbes vol.1 1985-87
Die Gesamtausgabe von Bill Watterson’s Werk bekam ich bereits vor Jahren geschenkt, aber vor kurzem erst fühlte ich mich bereit dazu, mich durch die vier Bände zu arbeiten. Ich war davon überrascht, wie gut es auch heute noch funktioniert. Sicher, der Mangel an Technologie zeigt das Alter des Autors, aber die Themen sind auch heute noch gültig. Sicher ist nicht jeder Comic eine komprimierte Lektion in Philosophie oder Soziologie, aber es wirft einem immer wieder diese kleinen Gedanken zu, welche man als Erwachsener hat, aus dem Mund eines Kindes und dessen imaginären Freund zu. Auf zu Volume 2.

Strange Adventures no.7 (2020) drehte den Spieß um—und ich hoffe wir bekommen einen Auftritt des Adam Strange von Earth Prime, in dem er die Leser daran erinnert, dass er ein Anderer ist.
Ich freue mich auf mehr. Aber die ersten sechs Hefte gab es nicht für ein lächeln und ein Dankeschön.

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Bonus:

Das Cover zu The Immortal Hulk no.41 (2020) erinnerte mich an meine Schwägerin, wenn sie mit meinem Bruder über Superhelden diskutiert.

Detective Comics no.1027 (2020) lieferte diese großartige Darstellung der Beziehung zwischen Bruce Wayne, Richard Grayson und Alfred.

Und einen Gastauftritt von Kamandi, der—gefühlt—in die Breite ging.

Ich machte den Fehler, wieder einmal ein Heft aus einem der vielen mit den X-Men verbundenen Reihen zu lesen, S.W.O.R.D. no.1 (2020). Ich freute mich darüber, Manifold wieder zu sehen. Aber ich habe noch immer keine Ahnung was gerade los ist. Hickman scheint seinen Spaß mit den Informationsseiten und Diagrammen zu haben.

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weitere Comics

Geschichtsunterricht

Brüderlein fein klärte mich darüber auf, das Kurt Wagner, Nightcrawler aus den X-Men Comics, anscheinend seit neuestem als Österreicher gehandelt wird. Ich dachte der wäre aus Bayern.
Beim prüfen erkannten wir, dass es sich nicht um den Kurt Wagner aus dem 616er Universum handelt.

Aber wir fanden etwas anderes: Engelbert Dolfuß existierte im 616er Universum. Wenn das erst die Volkspartei herausfindet — die Werbung wird fürchterlich.

spare me the flemish therapist routine

Comics!

Fire Power no.1-2 (2020) hat mich positiv überrascht. Der Sammelband, mit dem mam die Vorgeschichte im vergangenen Juni abhandelte hat mich…nicht enttäuscht, aber überlebte nur wegen seines Charmes und Chris Samnee’s Zeichnungen. Ähnlich verhält es sich mit den beiden Heften. Hier wurde die Erzählgeschwindigkeit entsprechend heruntergefahren, aber Chris Samnee bleibt gut wie immer. Sein sauberer „Americana“ Stil und die kleinen Details die unsere Hirnen genug liefert, um das Gesehene viel größer und detailierter Wirken zu lassen, begeisterte mich.

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aus Fire Power no.1 (2020)
Bildrechte liegen beim Inhaber

Doctor Strange: Surgeon Supreme no.6 (2020) beendet die Reihe. Joah…man hätte etwas interessantes mit Madam Masque1 und Doctor Druid1 machen können, hat man nicht.
Dabei hat es so gut angefangen.

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aus Doctor Strange: Surgeon Supreme no.6 (2020)
Bildrechte liegen beim Inhaber

Doom Patrol: Weight of the Worlds no.7 (2020) hat die Reihe zu Ende gebracht. Und weil dies vor dem geplanten Zeitpunkt stattfand, liest es sich wie ein „Na, schauma einmal.“ Gut, meins war die ganze Serie nicht, trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht.

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aus Doom Patron: Weight of the Worlds no.7 (2020)
Bildrechte liegen beim Inhaber

Giant Size X-Men: Fantomex no.1 (2020) beschäftigte sich mit einem meiner liebsten Figuren aus der Morisson Era: Fantomex. Ein wenig Comichistorie und ein wenig Vorbereitung darauf, wie es in der Excke weitergeht, alles illustriert von Rod Reis–mehr bietet das Heft leider nicht. Hätte meine Erwartungen nicht so hoch ansetzen sollen.

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aus Gian Size X-Men: Fantomex no.1 (2020)
Bildrechte liegen beim Inhaber

Aber ich freue mich immer darüber, Cypher’s1 Arm im Warlock1 Design zu sehen. Ich weiß allerdings nicht, ob es einen Grund hat oder einfach nur gut ausschaut. So wie ich den Jonathan Hickmann, den momentanen X-Men Autor, kenne, wird wahrscheinlich auch noch der Linienverlauf eine Rolle spielen.

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Cypher ist der Zweite von links
aus Giant Size X-Men: Fantomex no.1 (2020)
Bildrechte liegen beim Inhaber

Wonder Woman: Death Earth no.1-3 (2020) ist ein Meisterstück. von Daniel Warren Johnson. Diese Mischung aus Manga und Paul Pope trifft bei mir meist genau einen Nerv, und er versucht, eine ganzheitliche Geschichte zu erzählen, was bei Wonder Woman–für mich–leider nur funktioniert, wenn man wie wie hier, komplett aus dem Canon entfernt.

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aus Woner Woman: Dead Earth no.2 (2020)
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Hawkeye by Fraction and Aja hat die Figur wieder ins Licht gerückt und gezeigt, was Superheldencomics können. Leider funktioniert es heute nicht mehr so gut bei mir, wie bei Erscheinen. Das macht es nicht schlechter…vielleicht hätte ich mehr Zeit seit dem letzten Lesen vergehen lassen sollen?

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aus Hawkeye by Fraction and Aja HC
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Thor: The Mighty Avenger war ein perfektes Superheldencomic für alle Altersklassen. Roger Langridge und Chris Samnee gaben hier alles, und machten eine eigene Ecke im Marvel Universum auf, die heute sicher ausgelutscht wäre, aber damals wirkte, als hätte man alle Fenster und Türen aufgerissen, um einmal gut zu lüften.

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aus Thor: The Mighty Avenger
Bildrechte liegen beim Inhaber

ein paar Monate

Nach ein paar Monaten—60—griff ich wieder einmal zu Yoga um etwas für mich zu tun.
Dazu kann ich nur raten: Wenn man meint man sei aufgewärmt, wärmt man am besten noch ein wenig länger auf. Dabei sollte ich das noch aus der Anfangszeit wissen: es fährt mehr ein, als man denkt.

Am Ende des Tages schmerzten nur die Bänder in der Kniekehle–wie auch schon die Tage zuvor, weil ich, wieso auch immer, im Schlaf die Beine in den Halblotus bringe.
Aber es fühlte sich gut an, wieder etwas zu tun. Beim Laufen verlor ich zu viel Gewicht, gewann allerdings an Koniditon; Yoga und „klassische Übungen“ stellten einen guten Kompromiss dar. Die durch die Arbeitslosigkeit Kurzarbeit „gewonnene Freizeit“ könnte ich ja nun dazu nutzen wieder…einzusteigen. Ich denke, dass ich meine frühere Form wohl nie wieder erreichen werde. Macht nichts, ich mag es ohnehin nicht, mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit herumzulaufen.

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Ich hatte Zeit, um Comics zu lesen:

Dan Larson verlieh den Frust vieler Spielzeugsammler eine Stimme.2 Es ist nur ein Hobby und unwichtig…aber es half dabei durchzuhalten.

Kann bei uns nicht passieren, dass man  versucht Journalsiten einzuschüchtern…3

Musik: No rest for the weary – Batman: The Brave and the Boold OST2
Der Soundtrack ist immernoch etwas, für das sich die Schaffenden auf die Schulter klopfen können.
Die Serie war auch gut, aber der Soundtrack beschallt öfter den Warteraum meiner Erinnerung.

1– wikipedia.org
2– youtube.com
3– zackzack.at