#261-2018

Als Betroffener kann ich nach der Sichtung diverser Beispiele nur zustimmen: Tätowierungen sind Patientenakten. Zeig mir deine Tinte und ich sage dir wo es weh tut.

Gibt es einen Punkt ab dem man „bewusst“ ist? Wenn man Kirby zuschaut ist da einerseits klar ersichtlich, das da gerade vorgefertigtes Verhalten abgespielt wird um den Körper vorzubereiten. Die Person in der Maschine Körper ist dabei zweiter. Die macht weil sie diesen Drang danach verspürt aber die Sache in keinen Kontext bringen kann. Wenn Kirby uns wahrnimmt, ist ihm bewusst das wir ein paar Tausend Zellteilungen hinter uns haben und obwohl weiter- nicht höher entwickelt sind[1]? Oder fühlt er sich von der Zeit losgelöst; seine Umwelt entwickelt sich, aber er meint in….ambulanter Stasis zu sein.
Ich versuche mich daran zu erinnern ob es einen Punkt gegeben hat, an dem….oh; den hat es gegeben. Das erste Mal als ich mich gefragt habe ob die Anderen echt sind oder ich der einzige Echte bin. Mit dem Gedanken kam auch gleich die Erkenntnis das ein Körper auch ein Gefängnis ist.
„Laut denken“ hilft.

Mister Miracle #11 ist erschienen. Comixology[2] hat die Ausgabe früher freigegeben, also habe ich sie beim Frühstück gelesen.

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das Cover lässt auf nichts gutes schließen

Big Barda und Mister Miracle haben in der letzten Ausgabe beschlossen ihren Sohn an Darkseid zu übergeben um den Krieg zu beenden. Jedoch nur zum Schein, der eigentliche Plan ist es, Miracle’s Ziehvater bei der Gelegenheit umzubringen.
Dazu haben sie eine Gemüseplatte mitgebracht.

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Einerseits wird Darkseid von Zeichner Mitch Gerards immer übergroß dargestellt. Kein Panel scheint seiner Statur und seinem Gewicht standzuhalten. Und dann sieht man wie die Verkörperung allen Übels höflich das Gastgeschenk wahrnimmt.
Genau darin liegt sie Stärke der ganzen bisherigen Erzählung, zwar sind wir an diesem Punkt in der Position zu meinen den Ausgang vorhersagen zu können, der Protagonist hat uns seinen Plan in der letzten Ausgabe verraten, doch dann sind da die Details. Barda und Scott sind nicht wie die üblichen neuen Götter aus Jack Kirby’s Pantheon, sie haben den Olymp verlassen, nicht um den schwächeren zu helfen, sondern um den traumatischen Erlebnissen zu entkommen und die schwächen der Menschen zu ihren Stärken zu machen. Sie versuchen unsere Fähigkeit aus jeder Heilung stärker hervorzugehen sich zu eigen zu machen.
Und deswegen bringen sie eine Gemüseplatte mit wenn sie ihren Sohn an ihren Peiniger übergeben um für Frieden zu sorgen.

Und dann gibt es da noch ein Detail auf einer Doppelseite das mich hoffen lässt:

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Jack Knight! Ich sehe das und Will Payton’s Auftauchen in der aktuellen Ausgabe von Justice League als Bestätigung für eine neue Starman Serie. James Robison hat sicher schon Zeit.

vorbeigelaufen

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  1. Die Frage ist ob die Anpassungen merkliche Auswirkungen haben.
  2. Comixology europe |comixology.eu

Screenshots aus Mister Miracle #11 (2018), Copyright liegt bei den Rechteinhabern, die Bilder werden zur Ergänzung der Kritik verwendet.

#257-2018

Bei einem Einkauf für Kirby sind wir an einem Spielzeugfachhändler vorbeigekommen. „Die haben sicher die dritte Garnitur Solo 3.75 Zoll Figuren.“ habe ich gesagt. Aber Action-Figuren sind im stationären Verkauf verstorben. Das Geschäft macht man mit Lego, Säuglingsruhigstellungs-Zeug und Nerf Waffen.

Für eine Zeit lange bin ich Trainer gewesen. Fragt mich nicht wie, die ältere Nichte hat uns eingeladen, dann wurden wir kurz vor dem ankommen darüber informiert das sie ein paar Freundinnen dabei hat mit denen sie für einen Bewerb kommende Woche trainiert; auf Anfrage der Nichte habe ich ihnen gezeigt wie man einen Handstand macht -ich habe die jungen Damen laufend darauf aufmerksam gemacht das deren Leistung meine nicht nur in den Schatten stellt sondern darin ertränkt- und plötzlich wollte man meine Meinung hören. Der Anti-Sportler hat sieben Europameisterinnen Ratschläge gegeben. Dabei habe ich nur ein wenig Physik hergenommen und mein begrenztes Wissen über den menschlichen Körper quergeschalten. Wir hatten Spaß; Kirby wurde von allen gehalten und gefüttert und die Frau wurde von mir durch ihre Zeit an der Zirkusschule als Co-Trainerin eingespannt. Bei der Frage wie man wohl im Handstand am effektivsten „geht“ ist mir der Schmäh ausgegangen und sie musste übernehmen. Das ich ein paar Sekunden so verweilen konnte war mir unheimlich genug.
Abends hat sich dann wieder meine Schulter gemeldet. Alte Männer sollten sich nur aufgewärmt schnell bewegen.

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#255-2018

Die Leute kommen mir unreflektierter vor. Im Segment „vorbeigekommen“ gibts da einen Fall von „Digitales gehört Dir, wenn es auf Deiner Festplatte liegt“; dazu habe ich eine Unterhaltung mit einem Bekannten über seine Twitter-Tätigkeit geführt. Dessen Verwendung der Plattform beschränkt sich seit Wochen nurmehr auf das Blocken/Melden von Personen und den ihm entgegengebrachten Anschuldigungen eine „SJW-arschfotzenleckende Schwuchtel“ zu sein zu verarbeiten.
„Wieso steigst du nicht aus?“ habe ich ihn gefragt. Na wegen der Kunden und dem Networking und, „Twitter halt, nhm“. Es deprimiert ihn zwar derart von Fremden ausgerichtet zu werden, aber, und er hat Recht, in seinem Betätigungsfeld muss er auf Twitter für sich werben um beim Kunden im Gedächtnis zu bleiben. Ist es dann noch mein Geschäft bzw. erfolgreiche Geschäftspraxis, wenn ich mich auf das nicht-kommerzielle Produkt eines Drittanbieters verlasse, auf dem andere Benutzer -welche die Plattform nicht für die Anschaffung deren täglich Brot nutzen- mich ohne Konsequenzen Diffamieren können?

Kirby und ich haben gestern unser zweites Buch geschafft. Harriet the Spy ist nicht auffindbar, aber Surely you’re joking, Mister Feynman[1] ist mir beim stöbern in die Hände gefallen. Kümmern wir uns einmal ein wenig um die Allgemeinbildung.

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fußnoten

#253-2018

Am Arbeitsplatz ist mir das „Götz-Zitat“[1] ausgekommen. Meine Person wird ohnehin bereits diskutiert; ich reiche nur Akten nach.

Ich mag es wenn Hundebesitzer bei einem durch die Medien verbreiteten „Einzelfall“ -bei dem Schlimmeres eben einmal nicht verhindert werden konnte- von „Hund reißt sich los und verletzt Mensch schwer“ sofort jedem versichern, ihr Flocki sei Jesus im Hundemantel. „Ich werde dem Hund einen Beißkorb aufsetzten.“ möchte ich hören. Wir haben so einen Patienten im Haus. Dessen Hund meinte Kirby anknurren zu können, woraufhin er mich gebeten hat das Treppenhaus zu räumen. Wurde von mir mit der Begründung, das jeder Mensch im Rudel höher steht als sein Tier verneint. Nach drei Minuten ins blaue Auge schauen hat Herrchen verstanden, das ich auch im Treppenhaus übernachtet hätte, und ist mit dem Hund umgekehrt. Ich musste danach die Unterhose wechseln.

Wer sich wieder einmal ein wenig Erklären lassen möchte bzw. sich inspirieren lassen möchte, die aktuelle Episode von Alternativlos bespricht Alles[3] und ist dabei sehr unterhaltsam. Ich bekomme sicher zwei drittel vom gesagten nicht mit, aber wenn man nicht anfängt….

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  • Man braucht einen Plan für eine mittelalterliche Stadt? Zufallsgeneriert wenns geht und am besten sofort?
    Medival fantasy city generator |watabou.itch.io
  • Mit Filmbiographien muss man vorsichtig sein. Da kann man nur verklären. Auch wenn At Eternity’s Gate, ein Film der sich mit Van Gogh auseinandersetzt, gut ausschaut und Willem DaFoe in die Hauptrolle passt, was machen wir wenn das Tagebuch mit den Geständnissen auftaucht? Außer wenn es im Stern erscheint.
    At Eternity’s Gate |youtube.com
  • Ist eine grausliche Sache wenn man Predator nicht kennt, aber ein großartiger Honest Trailer zu einem großartigen Film.
    Honest Trailers – Predator |youtube.com
  • Der Mensch von Three Blind Men and An Elephant tratscht über Fuji’s X-T3. Das ist Zen für mich. Mir geht es so, als würde er mich zu meiner eigenen Meinung führen anstatt mir zu erklären was ich zu meinen habe.
    Fuji X-T3 Quick Hands-On |youtube.com
  • Kennt jemand noch anderes als Alan Moore’s Arbeiten an Swamp Thing?
    Was mir gefällt ist, das wir die Geschichte durch Abby Arcane’s Blick erzählt bekommen.
    Swamp Thing’s R Rating Means Hot Plantman On Human Action! |theouthousers.com

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#249-2018

Ich habe den Blog umbenannt. Wieder einmal. Die Gewöhnung an die Zusatzpräparate bringen mich zurück zum Beginn des derzeitigen Jahrtausends; eine Zeit, in der ich mich aus Angst vor dem nichtbekannten Veranstaltungsplan des Geisterhauses, nicht mehr in die Öffentlichkeit getraut habe.

Die Frau hat mir das Spider-Man Spiel geschenkt. Ich habe die non-Pro PlayStation aus dem Regal geholt und abgestaubt. Nach einer Stunde kann ich folgendes sagen: Grundlegend gut gemacht, aber im kleinen….sehr kleinen Genre der Superhelden-Spiele merkt man das die Batman Titel „handwerklich“ solider sind. Bis auf Arkham City; das hat mich enttäuscht.

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