ein Stück Scheiße

comics / Black Jack

Konnte wieder einmal nicht schlafen, also las ich bei Black Jack weiter; wobei ich merkte, dass ich darauf achten könnte, was ich lese.
In einer der Geschichten, sind Black Jack und ein—unsympathischer—Jäger auf die Spur eines wilden Affen, der die Besucher eines Waldes überfällt. Bei einem Überfall beißt er einem Kind ein paar Finger ab, welche Black Jack wieder anbringt. Nach einer Auseinandersetzung findet er den Affen in einer Höhle, samt zwei Kindern und eines mumifizierten Affen, von dem er annimmt, der Gefährte des Tieres gewesen zu sein. Black Jack versorgt die Wunden des wilden Affen. Später sucht der Affe Black Jack auf, um ihm sein Skalpell zurückzugeben, und wird dabei von dem Jäger erschossen.
Das letzte Bild zeigt Black Jack fluchend, damit endet die Geschichte.
Und ließ mich mit Sorge um zwei fiktionale Affenkinder zurück…

Wieso man Tezuka Osamu als kindertauglich sah bzw. oft noch sieht verstehe ich nicht. Der Mann hatte einen Zeichenstil der dies vermittelte, aber damit bildete er genauso Sex und Gewalt, wie Freude und Leichtigkeit ab.

Bildrechte liegen bei den Inhabenden.

erschütternd

weitere Seiten aus Tezukas Black Jack

Es wäre spannend herauszufinden, ob Osamu Tezuka die Geschichten alleine entwickelte, oder eine Vorschlagsschachtel hatte. Selbst in Band sechs werden auf fünf Seiten Geschichten erzählt, aus denen kontemporäre Autoren und/oder Künstler jahrelange Reihen machen.

Auf zu Band sieben.

Bildrechte liegen bei den Inhabern.

Rauchverbot

eine Seite aus Black Jack

Muss von rechts nach links gelesen werden.

Black Jack wird von einem Yakuza engagiert, um seine Finger mit denen eines seiner Handlanger auszutauschen. Die Operation dauert länger, da braucht der Patient eine Beschäftigung.

Das dritte Bild ist großartig, mit dem konzentrierten Black Jack im Hintergrund, während vorne die Zigarette im Mund des Patienten zu sehen ist.

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neue Hände

Tezuka Osamus Black Jack und neue Episoden von Manben

Tezuka Osamus Black Jack gibts auch digital! Großartig, weil die gedruckten Sammelbände die um 2000 erschienen inzwischen entsprechend viel Kosten.
In dem Manga geht es um den Chirurgen Black Jack, der ohne Lizenz praktiziert, und deswegen die bizarrsten Fälle annimmt. Die Geschichten enden oft an Stellen, die für uns ungewohnt sind und Tezukas «weicher Strich» steht in Kontrast mit den Kanten der Geschichten die sie erzählen.

ein ehemaliger Patient dankt dem Chirurgen Black Jack für die Transplantation neuer Hände, die er durchführte. Black Jack sagt dem Jungen, er solle dem Spender dankbar sein, der dafür starb.

Apropos: Es gab vor ein paar Wochen eine Manben Episode zu Tezuka, in der sich Urozawa mit drei seiner ehemaligen Mitarbeitern über den «Gott des Manga» austauschen. Wie bei jeder Episode ist der Enthusiasmus ansteckend[1].

1 … Dazu empfehle ich ein Double Feature mit der Ai Minase Episode, ihr Umgang mit Screentones ließ meinen Blutdruck steigen.

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