Tradition

journal

Thish Murthas Fotos sind großartig, dementsprechend freute ich mich über diesen Band.

Bilde mir ein das schon einmal erwähnt zu haben, aber ihre Fotos wirken auf mich, wie Ausblicke in die Zukunft.
An der Stelle ein Tipp: Fotobücher so Zeitnah wie möglich kaufen…

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Ein Kollege beschwerte sich über den Verfall von Traditionen. Als er damit fertig war, galt sein Groll der Tatsache, dass man in Südkorea Hunde isst. Mein Einwand, dass dies eben dort so Tradition ist galt nicht.
Um mich herum nehme ich immer öfter wahr, wie man nicht nur körperlich, sondern auch geistig unflexibel wird; wie man immer vehementer an einer Illusion der Gegenwart festhält. Man muss sich für die Psychohygiene Dinge bewahren, aber wenn man Dinge herbeisehnt, die man selbst tertiär oder durch Erzählungen erlebte, wird das Verhalten bedenklich.

#82-2019

Vaterfreuden | Star Wars Resistance | Tradition | Neon Gensis Evangelion

Ich habe zusammen mit Kirby eine Actionfigur ausgepackt: das Yeager und Bucket aus der Star Wars Resistance Figurenreihe von Hasbro. Bucket ist ein R2D2 ähnlicher Droide, und in Kirbys Interaktion mit der Figur ist mir wieder eines aufgefallen: er ignoriert nicht humanoide Figuren. Selbst auf Bildern. Yeager hat er sich genau angesehen; Nicht-humanoide Roboter sind nett, aber fad.
Dabei ist Bucket so eine gut entworfene Figur; Chopper aus Rebels wird als Kriegsveteran dargestellt, der durch seine Erfahrungen während des Klon Kriegs ein paar Schrauben gelockert bekommen hat, Bucket sieht auch so aus. Er erinnert mich an Murdock aus dem A-Team, nur das er weniger Zeit als Chopper bekommen hat.
Ich habe den Fernseher angeschrien –in einer Lautstärke welche die Familie nicht weckt– als der goldene Sturmtruppler –Sgt. Arsch wie ich ihn seither nenne– Bucket in den Rücken geschossen hat. Ja, die Schildkrötenmechaniker haben ihn wiede zusammengebaut, aber Sgt. Arsch hat dafür ein Wochende in der Müllpresse verdient.

Habsro-Bucket
Bucket. Ich mag ihn.

Um beim Kind zu bleiben: Ich habe gehört, das manche Kulturen den Namen welchen die Eltern vergeben, als Geschenk sehen; und wenn man sich in der Welt orientiert hat gibt man sich einen eigenen Namen. Arschloch A. Arsch zum Beispiel.
Jedenfalls würde mir diese Art der Namensgebung gut gefallen. Früher konnte man noch Künstlernamen in seinen Personalausweiß eintragen lassen, und es wäre, in meinen Augen, eine gute Idee mit Vollendung des z.B. 21 Lebensjahrs einen Namen eintragen zu können um ein Gefühl der….Entwicklung zu vermitteln. „Arschloch, du bist nun Erwachsen. Was wirst du als erstes tun?“ „Eine goldene Wichsrüstung anziehen und wehrlosen Droiden in den Rücken schießen.“


Neon Genesis Evangelion[1] wird ab 21.Juni auf Netflix gezeigt. Endlich! Hoffentlich mit allen „alternativen Enden“ und den Remix Filmen.
Der Anime hat mir in meiner frühen Jugend durch eine schwere Phase geholfen.
Oder ein Trauma daraus gemacht.

fußnoten