Filme 2023 – 57

What to do with the dead Kaiju (2022)

Eine riesige Lebensform tobte auf Japan, bis sie aus ungeklärten Gründen stirbt.
Was macht man nun mit der Leiche?

In der Zusammenfassung stellt man sich den Film als einen Dialog mit Shin Godzilla vor, der Film der endete, als andere interessante Themen in den Fokus rückten.
Dazu reichte es leider nicht. Der Film scheint sich unklar darüber zu sein, was er sein möchte: Drama, Satire oder Komödie? Auf der einen Seite ist die Regierung, die alle möglichen schwarzen Peter zwischen den Ministerien herschiebt, während man versucht die Leiche als Touristenattraktion zu erhalten; das menschliche Drama das bei Naturkatastrophen entsteht; das Militär und eine fiktive Spezialeinheit, die sich mit den diversen Überraschungen herumschlagen darf, welche die Leiche einer unbekannten Spezies bereithält. Anstatt sich wie Shin Godzilla einfach mit vollem Gewicht in seine Andersartigkeit zu setzen, versucht man leider so westlich wie möglich zu inszenieren, was die vielen Rollen zwar nicht in deren Spielfreude bremst, aber uns keine Zeit mit dem zentralen Trio gibt.

Als Serie hätte es vielleicht besser funktioniert, denn die 115 Minuten Laufzeit ziehen sich nach den ersten 60. Da helfen auch die eigenwillig — wegen fehlendem kulturellen Bezug — humorigen Verhandlungen der Regierung nicht mehr.
Für im Genre marinierte Zusehende bzw. Mitdenkende sind die diversen Hindernisse ohnehin bereits bekannt: da liegt ein fremdes Ökosystem und verrottet, das bringt Probleme für die lokale Flora und Fauna mit.
Und am Ende passiert genau das, was uns der Premierminister am Anfang verspricht, leider…
Was man dem Film wieder zu gute halten muss ist, dass er nach dem Abspann einen guten letzten Lacher auffährt.

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