Scheiß weißes Zeug…
Ich meine Schnee.
Der aus den Wolken fällt.
Nein, das ist kein Euphemismus für Kolumbien.
Obwohl: wie gut würde sich gelbes Koks wohl verkaufen, wenn die Kunden entsprechend hunger haben?
ein botschertes Leben und Popkultur
Scheiß weißes Zeug…
Ich meine Schnee.
Der aus den Wolken fällt.
Nein, das ist kein Euphemismus für Kolumbien.
Obwohl: wie gut würde sich gelbes Koks wohl verkaufen, wenn die Kunden entsprechend hunger haben?
Es gibt großartige Aufbewahrungssysteme für Schlüssel; keine hat eine Erinnerungsfunktion, dass man sie auch mitnimmt…
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Bei einem Aufbau fragte mich jemand von der Catering Crew, ob ich mir eines der Geräte ansehen und gegebenenfalls reparieren könnte; wenn ich ihm das notwendige Werkzeug leihe, hätte er daran gebastelt. Da die Crew spät dran war, und das Unterstützungspersonal dessen Alter entsprechend erfahren war—Satz des Tages «Where can i get an Artie.»—, bot ich ihm an die Reparatur zu übernehmen—deren eventuelle Folgen der Versicherer meines Arbeitgebers nicht abdeckt. Stellte sich heraus: das Anschlusskabel war abgewetzt und die Kupferlitzen der Einzelleiter berührten einander. Während ich schraubte unterhielten wir uns über Sprachbarrieren. Er unterhielt z.B. zwei Jahre eine Beziehung zu einer portugiesisch sprechenden Frau mit der Verwendung von Übersetzungssoftware. Es endete, weil er als Brite mit seinem Humor für mehr Irritationen als Harmonie sorgte.
Kann sein, dass er mich mit kaltem Tee anschüttete, ich glaube es fürs erste.
Eine Industrierührmaschiene ist um einiges schwerer als ich dachte, und ich dachte sie mir schon schwer.
Traf auf dem Weg den Bekannten der vor einer Woche Frau und Kind verließ, um ein paar Stunden später wieder auf der Türmatte zu stehen weil er ja etwas mit seinem Kind ausgemacht hatte. Der redete derart viel Blödsinn, dass ich ihm hätte sagen sollen «Du hast Stuhl im Mundwinkel.» Ich hielt unsere gemeinsame Zeit kurz—Gruß und Dank an die Wiener Linien—, und fragte die Frau ob ich ihn auf seine Scheiß Art hätte ansprechen sollen—offiziell weiß ich von nichts. Sie sagte, seine Schwiegerleute würde ihm im Lauf der Woche den Kopf waschen.
Auf dem Weg nach Haus erfuhr ich, dass Frau und Kind im Naturhistorischen Museum sind, also stellte ich die Weichen meiner Strecke entsprechend.
Ich traf sie im Betätigungsbereich Deck 50. Kirby und ein Kind aus seinem Kindergarten, der mit seinen Eltern dort unterwegs war, bauten sie mit Magnetbausteinen. Ich baute mit. Dabei unterhielten wir uns über die Geschwindigkeit von Hubschraubern; die notwendige Schubkraft um der Erdanziehung zu entkommen—zum Glück war ein Triebwerk eine Trillion schnell; die Einheit wurde mir nicht gesagt—; und was ein Satellit an Ausrüstung braucht, um Planeten zu erforschen. Nebenan saß ein älteres Kind, welches alleine vor sich hin konstruierte, und nach einer Zeit nach Bausteinen fragte. Kirby und Kollege verstanden ihn nicht, weil er Englisch sprach, also sprang ich ein. Dabei kamen wir ins Gespräch, und ich war begeistert von der Vorstellungskraft des fremden Kindes. Seine mobile Raffinerie mit angeflanschtem 3D-Drucker war großartig. Woher die Energie für das Ding herkommt? Der Möglichkeitsantrieb! Der bietet die Möglichkeit, die Energie zu erzeugen die für die jeweilige Aufgabe gebraucht wird. Und das war nur eine von den Ideen die er in der Viertelstunde die wir noch dort waren zusammengestellt hatte; ich sah jedoch seine Erwachsenen nicht, was Schade war, denn er suchte nach Anschluss, den er wegen der Sprachbarriere wohl nicht fand. Dabei sprach der ein schön geschliffenes Englisch—für meine Ohren.
Hoffentlich fühlte sich Kirby nicht von mir vernachlässigt. Zuerst rede ich in einer anderen Sprache mit einem anderen Kind, und dann scheiße ich ihn auch noch an, weil er mit seinem Kollegen fangen spielen wollte. Es gab einen Schaumbecher für den Weg nach Hause.
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Mein Kollege setzte mich in einen der neuen Stapler um eine Palette Arbeitsmittel zu transportieren. Die neue Steuerung der Hebeanlage verursachte mir Schmerzen im Gehirn. Es gibt keine Hebel mehr, oder einen Joystick; nun hat man einen Multifunktionsschalter, auf dem man alles steuert: Hubmast—Höhe und Neigung—sowie die Gabelträger. Ich kannte das bisher nur über separate Schalter oder Hebel. Die Position der «Handbremse» wurde dafür sinnvoll angepasst. Die Fahrtgeschwindigkeitsregelung «versteckte» man dafür; um ein unbeabsichtigtes Ausschalten zu vermeiden?
Ich war überrascht davon, wie ich den Stapler samt Ladung unfallfrei durch ein … Tor operierte—die Bezeichnung «Tor» gilt in dem Fall nur, weil es breiter war, als eine Tür.
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Die Frau und ich schauten das heurige Doctor Who Segment für Children in Need, und kamen zu demselben Ergebnis: es wirkte als wären Moffats und Chibnalls Serien nie passiert. In den Jahren steckte das Franchise doch eher tendenziell mit dem Kopf im eigenen Arsch, aber in dem Moment wo David Tennant den Kopf aus der Tardis steckt, sichtbar gealtert aber sein Schauspiel schien unverändert, ist es wieder 2006[1].
Wie schwer wird es Ncuti Gatwa als 15ter Doctor haben? Tennant legt die Limbostange nicht hoch an, Russel T. Davies und die BBC Produzenten wurden nicht auf der Nudelsuppe angespült, und die Specials die Gatwas Premiere vorbereiten müssen den Karren auf eine andere Straße bringen.
Und da ärgert mich, dass Russel T. Davies nicht schon mit Jodie Whitaker zurückkehrte; oder schon bei Peter Capaldi. Die waren Beide für die Rolle gemacht, und wurden verheizt. Andererseits kann ich verstehen das Davies sich Zeit ließ, wenn man bedenkt wie selbstzerfleischend er im Berufsleben funktioniert—er führte Tagebuch darüber, welches als The Writer’s Tale veröffentlich wurde; und von mir gelesen wurde.
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Ein wenig gute Ambient Musik: Affection – Affirming – Robert Fripp
[1] … Wobei ich gerne erfahren würde, wie Christopher Eccelston die Figur entwickelt hätte. Der war damals nicht in der besten Verfassung, aber dies, seine unbequeme Art, und Russel T. Davies wären eine interessante Mischung gewesen—ungeachtet der Beliebtheit des Ergebnisses.
Werner Herzogs Biografie erschien vor kurzem—müsste vorher noch das Buch über seinen Marsch nach Paris lesen—, und mein Gscheitofon hatte mitgehört, als ich dies laut erwähnte, denn ich bekam einen Ausschnitt aus Sketch History vorgeschlagen, der einen Teil von Herzogs Biografie persifliert: Klaus Kinski: die ganze Wahrheit.
Von dort wars nicht weit bis: Gaius Julius Kinski.
Aus «Ich liebe Dich—Du Arschloch!» bastle ich mir bei Gelegenheit einen Klingelton.
Kirby äusserte im Kindergarten den Satz «Die Schwammerlsoße—Pilzsoße—ist giftig.» nachdem er erfuhr, dass sie auf dem Speiseplan steht.
Der Satz durchdrang alle Alters- und Bildungsgrenzen und wurde als Frage bis in die Verwaltung getragen.
Auch wenn eine Pädagogin zur Zerstreuung der Behauptung einen Löffel Soße zu sich nahm, half es nichts; es blieb viel Soße über.
Am Ende lachten wir alle darüber … Lebensmittelverschwendung.