[gesehen] Chaos On The Bridge (2014)

Häh?

Eine Dokumentation über die turbulenten Zeiten der Produktion der ersten beiden Staffeln von Star Trek – The Next Generation. Regie und Buch stammen von William Shatner, bekannt als James T. Kirk aus der Vorgängerserie.

Ahh

Es besteht doch ein gewaltiger Unterschied darin ob man die Erzählung einer Person liest oder geschildert bekommt. Shatner nutzt das aus und komponiert aus den Interviews mit Schauspielern, Autoren und Produzenten eine Kakophonie, um die Zustände im Studio darzustellen[1]. Da sind einerseits die Geburtswehen mit denen bei so einem Projekt zu rechnen ist; aber dann sind da auch noch die diversen Menschen dahinter, von denen jeder sein Gepäck mitbringt. Ohne auf die Gewichtsgrenzen zu achten.
Mit einer Stunde Laufzeit stellt sich das Narrativ selbst ein Bein und man fühlt sich wie ein Teilnehmer bei einer gehetzten Museumsführung. Sobald es interessant wird und man gerne ein wenig Zeit mit einem Exponat verbringen möchte wird man weitergezogen.
Was die Sache allerdings wieder herausreißt sind die Interviewpartner. Die Zeit hat sich in deren Erinnerung gebrannt, die verschiedenen Perspektiven und kleinen Anekdoten lassen einen innerlich Danke dafür sagen, das die Leute durchgehalten haben und uns damit eine der besten Sci-Fi Serien mit auf den Weg gegeben haben.

Und?

Um gefallen an Chaos On The Bridge zu finden ist es natürlich hilfreich Star Trek im Allgemeinen wohlgesonnen zu sein.
ABER; Technobabble oder Kanonanalyse wird hier nicht betrieben. Hier geht es darum wie die Grundlage geschaffen wurde welche Menschen wie ich so gerne besprechen.
Mit einer Stunde Laufzeit hat man bei Nichtgefallen wenig Zeit investiert und bei Gefallen bekommt man eine Grundlage, welche in Sekundärliteratur und in diversen Artikel im Internet vertieft werden kann.

[1] DER Satz der Dokumentation kommt von John S. Pike:
I can recall one day, when Leonard (Maizlish; Gene Roddenberry’s Anwalt) was almost clutching his chest, and i was saying ‚I hope you die‘.

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