unerfüllbar

Ich wünschte, mich auf eine Wiese legen zu können, an einem Spätsommertag, und einzuschlafen. Und während ich schlafe, würde mein Körper zu Sand werden, dem feinsten Sediment, welches der Planet je sah. Und während der Wind meine ehemalige Behausung verträgt, vergisst man mich; bis ich nurmehr ein fernes Echo bin, welches die Hörenden als Fabrikation ihres Unterbewusstseins abtun—ein Albtraum, der nun vorbei ist.

4 Kommentare zu „unerfüllbar

  1. Oh dear, das klingt nicht gut. Das mit dem Sand gehört übrigens auch zu meinen Sterbefantasien. Es gibt von meiner Heimatstadt ein Bild, und zwar davon, wie der Ort vor 30 Millionen Jahren (glaube ich) aussah. Ein tropisches Flachmeer zum Norden, wo heute die Stadt ist ein Sandstrand mit Palmen. Dorthin gehe ich, wenn ich sterbe, denke ich manchmal. Sous le pavé la plage – unter dem Pflaster der Strand.

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    1. Vielen Dank! Hach, Teil einer schönen Szenerie zu werden, wäre auch fein. Gut, wir werden ja wieder Teil der Erde, vielleicht wird man ja hinverteilt.
      Meine Großmutter dachte während ihrer Chemotherapie auch viel nach, sprach aber nie darüber. Dafür wurde sie so viel konsequenter als sie nicht ohnehin schon war. Die Chemo hatte diese Frau in Stahl verwandelt, die einen aber trotzdem bedienungslos liebte.
      Ich hoffe das der Krebs sich bei Dir, wie bei meiner Oma, endgültig geschlichen hat.

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