im Zweifel Nein

Heuer probierten wir etwas aus: wir nahmen Kirby mit zum kauf seines Adventskalenders. Dazu muss ich anmerken, dass wir bewusst ist, dass wir schon mit der Anschaffung einen Fehler begingen; auf der einen Seite will man dem Kind vermitteln, Besitz sei nicht das wichtigste im Leben—was ebenfalls eine Lüge ist, mit der man die Besitzlosen zum Schinden ihrer Selbst motiviert—, aber in solchen Situation weicht man den Stolpersteinen aus der eigenen Biografie nicht aus.
Kirby fragte einmal nach wann denn nun der erste Dezember sei, und es schien als hätte er die Antwort samt Wartezeit akzeptiert.
In einem ruhigen Moment schnappten sich er und sein Besuch eine Schere, und zerlegten den Adventskalender, um an die Figuren darin zu kommen.

Nach den «Diebstählen» der letzte Woche riss uns nun endgültig der gewaltfreie Erziehungsfaden: jetzt ist für eine Woche die Bildschirmzeit abgeschafft, und jede weitere Aktion in der Richtung führt zur Umbuchung des Taschengeldes auf das Konto des Kindergartens. Kirby sieht sich in seinen Erzählungen schon als Polizist, der Tunichtgute dingfest macht; aber mit der Internen hat er nicht gerechnet.

Mir kommt es vor, als wäre wieder jemand im Kindergarten unterwegs, der versucht den Kindern die Rechte als dominante Hand anzuerziehen. Habe da ein anderes Kind im Verdacht, wird aber ein schwindliger Erwachsener sein. Die wirken nur alle nach außen hin sozial verträglich.

Falls Ihr keine Kinder habt und mit der Entscheidung hadert: im Zweifel Nein. Man tut sich keinen Gefallen.

Und bevor ich es vergesse: Ich würde gerne die Zungen derer, die vollen ernstes «Kleine Kinder, kleine Sorgen» äussern mit Kot einreiben um zu vermitteln, was für Scheiße ihnen aus dem Mund fällt.

Ein Kommentar zu „im Zweifel Nein

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