Auftrieb

professioneller Alltag // Messgerät

Jetzt bin ich wohl auch einer der alten, starrsinnigen Kollegen:
Ein junger Kollege ließ seinen Arbeitsrucksack im
«illuminierten» Zustand in einem Taxi liegen—inklusive seines Schlüsselbundes. Theoretisch öffnet dieser Bund die Türen zu diversen Bühnen der Stadt—in dem Fall tut es dies sogar, weil seine Zutrittskarten ebenfalls in der Tasche sind. Das ist zwei Wochen her, seitdem schaffte er es nicht, eine Verlustanzeige aufzugeben—Polizei und Bezirksverwaltung waren in der Zeit zu Fuß erreichbar—, oder sich mit dem Personalabteilung auseinanderzusetzen. Darauf angesprochen meinte er, es könnte ja noch in der Fundbox auftauchen oder der Taxilenker gab ihn noch nicht ab. Der Chef traute sich bisher nicht, die Sache weiterzutragen, ich nehme an, aus Furcht vor der Betriebsleitung und dem Personalabteilung. Als mir das passierte, war ich am nächsten Tag bei der Polizei—später stellte sich heraus, dass ein Kollege sie versehentlich einsteckte. Ich gebe zu: Die laxe Art des jungen Kollegen regt mich auf. Es braucht nicht viel Hirnschmalz um den Zusammenhang zwischen den Dienstausweisen und Schlüssel zu erkennen; den Mut diesen zu Beweisen muss man dann auch noch haben. Ich will nach Möglichkeit nicht dabei sein, wenn es dann soweit sein sollte, und jemand den Mut findet. Und am Ende ist die ganze Abteilung schuld…

Andererseits, wenn wir aufgelöst sind, muss ich mir die Spätfolgen vom Rauchen nicht mehr anhören—und das Schlürfen weil keiner seinen Kaffee auskühlen lassen kann.

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Im vergangene Jahr kaufte ich ein neues Multimeter. Weil es ein Oszilloskop eingebaut hat; welches nur einen beschränkten Bereich erfasst, aber für den Haushaltsgebrauch vollkommen ausreichend ist. Ein YouTube Video half mir dabei, herauszufinden wie man das Gerät stumm schaltet, und darüber hinaus, wird das Gerät im Laufe des Videos zerlegt, man bekommt sogar die Leiterplatte erklärt. Wieso kann YouTube solche Inhalte nicht ins Rampenlicht stellen?
Ich weiß wieso, es ist nur traurig, dass es den Mist immer nach oben zieht.

8feb20

das Leben

Muss man sich Sorgen machen, wenn man plötzlich freiwillig The Cure hören möchte?

Suche

In der Therapie habe ich letztens erwähnt, dass ich keinen Sinn im Leben sehe. „Wenn man keinen Sinn mehr sieht, muss man sich selbst einen schaffen.“ war die Antwort.
Es ist eine gute Antwort.
Aber was, wenn sich alles so leer anfühlt? Der folgende Satz ist ein Testament dafür, wie schlecht mein Verständnis meiner Muttersprache ist, aber er fühlt sich als Aussage für mich richtig an: Ich „tue“ nurmher, um zu erledigen.
Hoffentlich steckt noch Gefühl im Umgang mit Kirby—aber ich denke da würde die Frau mir schon einmal eine metaphorische Watschen geben.

Ja ich müsste mir etwas suchen, besonders beruflich. Aber ich verdiene durch meine Betriebszugehörigkeit einfach schon zu viel, um die Tätigkeit hinzuwerfen.
Ich fürchte mich schon vor dem Gespräch mit meinem Chef, über die Dienständerungen die ich brauche, um Kirby einmal in der Woche im Kindergarten abliefern zu können. Und für die paar Tage, die ich im Sommer brauche um den Sprecherkurs zu besuchen, werde ich mir auch aus den Rippen verhandeln müssen. Und dass, obwohl wir ja ein hochflexibles Zeitsystem haben. Sollen ja keine Almosen sein; ich arbeite die Zeit ein. Ich bin ja der, der aufzeigt, wenn man einmal um drei Personal braucht, und gleich einen Aufbau hinten dran hängt.

Hier sudern bringt auch nichts. Verzeihung.

Dilf Richards und Doctor Loom

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Reed Richards und Doctor Doom Verpackungen

Reed Richards schaut mir auf dem Glamourshot ein wenig zu verträumt drein. Wo will sich der Kerl noch hinstrecken. Die neue Doctor Doom Figur ist großartig. 20 Jahre hat es gedauert bis wir die definitive „Massenmarktsfigur“ im Maßstab 1:12 bekommen haben.
Kirby mag sie auch.

Vaterfreuden

Kirby möchte anscheinend beim einschlafen nicht berührt werden. Ist Ihm etwa zu warm? Ich könnte mir da selbst den Kopf einschlagen, weil ich auf solche Details nicht achte bzw. viel zu langsam auf Veränderung reagiere. In den letzten Tagen hat er ein paar Kuschelminuten gebraucht, oder ein paar sanfte Streichler über den Kopf, oder einfach nur eine Hand zum festhalten.


vorbeigelaufen

Es ist interessant zu sehen, wie sehr sich die japanische Gesellschaft von der Unseren unterscheidet. Hier geht man freizügig mit der Privatsphäre um—wahrscheinlich, weil der Überwachungsstaat noch nicht in den Köpfen angekommen ist–während in Japan das Ausleben einer Rolle in sozialen Netzwerken stattfindet.
Gut, bei uns leben einem die Meisten auch nur eine Rolle vor—mit einem Antlitz aus Fleisch und Blut bleibt noch die letzte Filterschicht über.
Binary Skin – Exploring Japan’s Virtual YouTuber phenomenon
|youtube.com

Fig.3 bringt den Sinn des Patents auf den Punkt.
Systems and methods to provide audible output based on section of content being presented
|patents.google.com

Nicht einmal die Gestirne sind friedlich.
Neue Aufnahme zeigt dramatischen Kampf zweier Sterne
|futurezone.at