#71-2019

professioneller Alltag | die liebe Familie | Aufwachsen | RoboCop | Shazam

Am Arbeitsplatz bleibe ich im Aufzug stecken. Der Kollege der mit mir unterwegs ist öffnet zwar die Tür, nur steht die Kabine so blöd zwischen den Geschossen, das ich nicht herausklettern kann. Die Aufzugssteuerung sagt: Alles in Ordnung. Man ruft einen Experten –der im Augenblick aber selbst unterwegs war und deswegen keine Ankunftszeit nennen konnte. Zehn Minuten später hat sich der Aufzug entschieden mich in das nächste Geschoss zu bringen. Der Rest des Tages hat er sich wie erwartet verhalten.
Wir haben neue Taschenlampen bekommen. Allerdings hat niemand den Hinweiß gelesen, dass die volle Leistung nur bei Verwendung eines esoterischen Akkus aus der Lampe geholt werden kann.
Klassiker.

Die ältere Nichte konnte nicht schlafen, ich habe Nachts gearbeitet, also haben wir uns miteinander unterhalten. Wir haben uns nur einen Monat nicht gesehen, und Sie hat einen ganz neuen Eindruck auf mich gemacht. Sie interessiert sich für Produktdesign; hat mir öfter gesagt das ich wahrscheinlich nicht verstehe wieso, aber sie findet Dinge einfach ansprechend. Ich habe ihr versichert, dass ich es verstehe wenn man etwas nur der Form und nicht der Funktion wegen in seinem Leben wissen möchte. Mir geht das bei Spielzeug oft so; ich habe keine Ahnung was es ist und woher die Grundlage stammt, aber es kitzelt etwas in mir.
Die Nichte hat sich schlau über Karl Lagerfeld gemacht. Zu ihrer Recherche habe ich ihr einen Artikel geschickt, in dem er über seinen Alltag berichtet[1].

Tag acht in der Verweigerung von Nahrung durch die Krebspatientin.


Seit zwei Tagen läuft mir Peter Weller öfter virtuell über den Weg; und sobald ich Peter Weller höre denke ich an Robocop[2]. So, beim umherschauen habe ich ein Video mit einem Vortrag von Peter Weller über die Entwicklung der Rolle gefunden[4]. Was mir von den beiden Robocop Filmen mit ihm in der namensgebenden Rolle ins Gedächtnis gebrannt worden ist, ist die Sequenz in der er das Haus durchschreitet, in dem er zuvor mit seiner Familie gewohnt hat. Weller hat ein Drittel seines Gesichts zur Verfügung, der Rest seines Körpers steckt in einem Anzug der ihm neue Grenzen aufgezeigt haben und doch vermittelt er die Menschwerdung und damit einkehrende Verzweiflung[6].

Ich habe gegen meine Prinzipien verstossen und mir einen deutschen Hardcoverband mit Captain Marvel/Shazam! Nachdrucken zugelegt. DC Comics kündigt ja immer wieder neue Sammlungen an, streicht sie allerdings wieder. Die Darstellung von Afroamerikanern sowie Menschen asiatischer Abstammung entspricht da immer dem damaligen Zeitgeist, aber da könnte man sich jemanden holen der diese Problematik in einem Essay erklärt bzw. von mir aus auch gleich auf der Seite selbst darauf hinweißen bzw. das Zeug gar nicht erst ankündigen.

fußnoten

  1. Karl Lagerfeld in 24 hours |harpersbazaar.com
  2. RoboCop |en.wikipedia.org
  3. Da ist sogar der Harry Knowles dabei. Hach, der Mensch der den Filmjornalismus ins Internet zu den Massen gezerrt hat und sich als einer der ersten damit den Hintern abgewischt hat[5].
  4. Harry Knowles |en.wikipedia.org
  5. RoboCop visits home |youtube.com

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